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Nr. 10, 15. Dezember 1999/14. Januar 2000
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© Copyright 1999  www.cosmopolis.ch  Louis Gerber  All rights reserved.

Candy Dulfer
Biographie, Albums, CDs, Konzert, Kritik
 
 
Diskografie von Candy Dulfer:
 

Live in Amsterdam, 2001. Bestellen bei Amazon.de, citydisc Schweiz.
 

What Does It Take, 1999. Bestellen bei Amazon.com.
 

Girls Night Out, 1999. CD bestellen bei Amazon.de, citydisc Schweiz.


For The Love Of You, 1998. Get the CD from Amazon.com, Amazon.de, citydisc Schweiz.
 

Sax-A-Gogo, 1993. Album bestellen bei Amazon.de,
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Saxuality, 1992. CD bestellen bei Amazon.de,
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Biografie von Candy Dulfer
 
Die am 19. September 1969 in einem Dorf in der Nähe von Amsterdam geborene Jazz-Funk-Saxophonistin Candy Dulfer wuchs in einer dem Jazz zugewandter Familie auf. Ihr Vater, selbst ein respektierter Tenor-Saxophonist, brachte sie schon in ihrer Kindheit mit der Musik von Sonny Rollins, Coleman Hawkins oder Dexter Gordon in Kontakt. Ihre Mutter wurde später ihre Managerin.
 
Candy Dulfer begann mit sieben Jahren Saxophon zu spielten. Ihren ersten Auftritt hatte sie zusammen mit ihrem Vater im zarten Alter von elf Jahren. Zuerst spielte sie nonc in brass bands, doch bereits mit vierzehn Jahren gründete sie ihre erste eigene Gruppe. Sie begann im Jazz Club Circuit aufzutreten und stand bald an der Spitze ihrer aktuellen Band Funky Stuff (wenn auch die meisten Mitglieder neu sind). Auf Madonnas Europatournee im Jahr 1987 wurden sie als Support Group engagiert. Eine ähnliche Aufgabe mit Prince wurde abrupt annulliert. Doch der Superstar reparierte diese Brüskierung, indem er Candy während einer seiner Shows zum Mitspielen auf die Bühne einlud. Daraus ergab sich danach eine Einladung zu einer Plattenaufnahme mit Prince. Insbesondere der spektakuläre Video-Mix Party Man mit  dem Aufschrei when I want sax, I call for Candy, machte die junge Dulfer bekannt. Candy war damals allerdings erst 19 Jahre alt und fühlte sich zu jung, als ihr Prince einen Platz in seiner Band anbot. Da sie nicht den Mut hatte, es ihm ins Gesicht zu sagen, flüchtete sie Hals über Kopf nach Hause.
 
Die Aufnahmen mit Prince führten schlussendlich zur Zusammenarbeit mit dem Eurythmics Gitarristen David Stewart, der ihr auf Lily Was Here, 1990 ein Nummer 6 Hit in Grossbritannien, einen Joint Credit gab. Später arbeitete Candy auch mit Dave Gilmour, Aretha Franklin, Van Morrison oder Pink Floyd. Candy Dulfer lebt mit ihrem Freund, Bandmitglied Thomas Bank (keyboards), zusammen in Amsterdam.
 
Konzert im Volkshaus Zürich, 23. November 1999
Candy Dulfer & Funky Stuff (Candy Dulfer as/voc, Thomas Bank keyb, Roger Happel keyb/voc, Ulco Bed g, Jan van Duikeren tp, Peter Lieberom ts, Manuel Hugas b, Oscar Kraal dm)
 
Bei ihrem Konzert vom 23. November im Volkshaus Zürich trat Candy mit einer bis auf Thomas Bank und Ulco Bed neu zusammengesetzten Band auf. Candy Dulfer & Funky Stuff spielten einen Mix aus alt und neu. Unter den ersten gespielten Titeln waren die Sonny Rollins Kompositionen Iron Lady und No Problem (das letztere Stück findet sich übrigens auch auf ihrer neuen CD What does it take wieder). Nach einem Tribut an David Sandborn und die Funk Musik der 70er Jahre folgte, für die Uptempo-Saxophonistin eher ungewohnt, eine Ballade, die im Kontrast zum Rest des Programms stand: So Cool. Der Keyboard-Beginn war etwas billig, doch sobald der Rest der Band einsetzte, enstand ein voller Sound, der nachhaltig bewies, dass So Cool einer ihrer besten Songs auf What does it take ist. Dazu zählen übrigens auch noch der Titelsong des Albums (featuring Jonathan Butler) sowie Cookie aus dem Film-Soundtrack von Cookie's Fortune (Candy spielte darin auf Wunsch von Dave Stewart das Saxophon).
 
Im Volkshaus-Konzert folgte auf die erwähnte Ballade der Titelsong aus ihrem anderen neuen Album, Girl's Night Out, sowie I'm The One aus What does it take. Mit andern Worten: Jazz-Funk, der keine Wünsche offen lässt. Eine weitere Komposition mit einem Solo des zweiten Saxophonisten offenbarte dagegen brutal den grossen Qualitätsunterschied zwischen Candy Dulfer und einigen ihrer Bandmitglieder. Im Programm folgte daraufhin mit It's alright ein Tribute an James Brown sowie Nikki's Dream aus What does it take. Als einen Song, der ihre Lebensphilosophie reflektiere, kündigte die Bandleaderin daraufhin Funkyness an. Doch das Stück überzeugte nicht, weder auf der instrumentalen noch auf der vokalen Ebene. Zum Schluss folgte jedoch mit Shake it Shake it und Sax-A-Go-Go der Beweis, dass Candy Dulfer & Funky Stuff eine brandheisse Live-Band ist, der nur eines fehlt: ein erstklassiger Leadsänger/in. We've got to go verkündete das Ende von zwei Stunden funkiger Tanzmusik mit Jazz-Elementen. Das Publikum war beigeistert.
 
 
 

 

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