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Nr. 11, 15. Januar/14. Februar 2000
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Tina Turner
Biografie und Albums
 

 
Biographie
 
Anne Mae Bullock, 1939 in Brownsville, Tennessee, geboren, trat ab 1957 mit ihrem Mentor Ike Turner im Duo Ike & Little Ann auf. 1958 wurde die Partnerschaft auf dem Standesamt besiegelt. Mit A Fool In Love landeten Ike & Tina Turner 1961 ihren ersten Erfolg, in den USA eine Nummer 27. Eine Reihe von Hits wie I Idolize You, It's Gonna Work Out Fine oder Tra La La La La folgten. Häufige Plattenwechsel und Auftritte in Las Vegas prägten die 60er Jahre, an deren Ende Black Music-Versionen von Come Together, Proud Mary oder Hony Tonk Woman dem hart arbeitenden Duo neue Hits bescherten. Im September 1973 erreichten die zwei mit Nutbush City Limits (GB Nummer 3, D 2, USA 26) iheren gemeinsamen Karrierehöhepunkt. Mit dem Lied erinnerte die Autorin Tina Turner an den kleinen Ort in der Nähe von Memphis, wo ihre Liebesbeziehung zu Ike begonnen hatte. Doch bereits 1972 und vor allem ab 1974 verfolgten die zwei auch getrennte Wege (Tinas Acid Queen-LP, ihre erste Soloarbeit, war ein Flop). 1976 trennten sie sich, Ike war durch seine Kokainsucht unberechenbar geworden. Tina Turner schaffte nach einer Durchstrecke ab 1983 ihren Durchbruch als Solokünsterlin. Ihr Album Private Dancer erhielt 1984 rasch Platin. Die Single-Auskopplungen Private Dancer, What's Love Got To Do With It und Better Be Good To Me wurden ebenfalls Bestseller (Nummern 7, 1 und 5 in den USA). Ihr Mix aus Soul, Funk und Rock traf den Mainstream-Geschmack. Im Film Mad Max III - Beyond Thunderdome spielte sie mit und ihr Titelsong We Don't Need Another Hero (USA Nummer 2) sowie die Auskopplung One Of The Living (USA Nummer 15) bescherten ihr weitere Hits. Die Autobiographie I, Tina, mit Hilfe von Rolling Stone-Redakteur Kurt Loder verfasst, erschien. Für den deutschen Markt schrieb ihr langjähriger Betreuer Gerd Augustin das Taschenbuch Tina Turner. Das Album Break Every Rule landete 1986 in den USA auf Nummer 1. Auch mit Foreign Affair (1989) schlug sie erneut zu. Simply The Best folgte 1991. 1993 lief ihre verfilmte Autobiographie What's Love Got To Do With It mit Angela Bassett in der Hauptrolle in den Kinos an. Mit dem James Bond-Titelsong zu Goldeneye landete sie 1995 einen weiteren Grosserfolg. Das Album Wildest Dreams 1995 war dagegen mittelmass (es stieg nur in den GB-Charts hoch).
 
Album Twenty Four Seven - EMI, 1999. CD bestellen bei citydisc Schweiz.
Ihr neuestes Album Twenty Four Seven (1999) enthält mit Whatever You Need, When The Heartache Is Over, Don't Leave Me This Way oder Go Ahead solide Songs, von Tina Turner stimmlich hervorragend interpretiert. Die musikalische Begleitung ist leider zumeist zu einfach gestrickt, eine Spur zu billig. Trotzdem haben einige Tracks durchaus das Potential, in der Hitparade hoch zu steigen, nicht zuletzt der Titelsong Twenty Four Seven (siehe zu Tina Turner und Ike & Tina Turner das Fischer Rockmusik Lexikon, auf das sich dieser Artikel stützt).


Hinzugefügt am 25. November 2004: Tina Turner: All The Best. EMI, November 2004. Doppel-CD mit 33 ihrer besten Songs, darunter auch drei neue. Bestellen bei Amazon.de oder citydisc Schweiz.

 

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