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Maria Callas
Biographie

Die Biographie von Stelios Galatopoulos bestellen bei Amazon.de. Weitere Bücher sowie CDs zu Maria Callas.
Artikel in
Nr. 12, 15. Februar/14. März 2000
 

 
Stelios Galatopoulos war seit 1947 mit seiner griechischen Landsfrau Maria Callas bekannt. Damals hörte er sie erstmals in Verona und suchte sie nach dem Konzert auf. Er war auch bei ihrem Debut in Covent Garden im Jahr 1952 dabei. Damals realisierte er, dass die Oper als Drama eine der höchsten Kunstformen sein kann. Er hat Maria Callas in 123 Aufführungen und in 28 ihrer insgesamt 43 Rollen live auf der Bühne gesehen.
 
Galatopoulos schreibt regelmässig Beiträge für Musikzeitschriften und Programme von Opern- und Konzerthäusern, hält Vorträge und hat bereits 1963 Callas La Divina und 1976 Callas: Prima Donna Assoluta veröffentlicht. Sein neuestes Buch, Maria Callas - Die Biographie, 1998 in der englischen Originalversion erschienen, basiert auf seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit La Divina. Über die Jahre hinweg wurde er zu einem Freund der Sängerin. Die Freundschaft, nicht die Bekanntschaft, begann im Jahr 1957. Dies ermöglichte ihm Einblicke in ihr Leben und ihre Persönlichkeit. Entgegen der weit verbreiteten Meinung habe sie viel Wert auf ihre Privatsphäre gelegt und ein zurückgezogenes Leben geführt.
 
Der Band umfasst ihre Jugend, ihre Wurzeln, ihre musikalischen Anfänge und ersten Erfolge, ihren Aufstieg zur primadonna assoluta, ihre Jahre des Triumphs, ihre Skandale und Auseinandersetzungen mit der Scala und der Metropolitan Opera, ihren Abstieg und Rückzug von der Oper im Jahr 1965 (sieben Jahre später unternahm sie mit dem Tenor Giuseppe di Stefano noch eine Konzerttournee). Daneben beleuchtet  Galatopoulos die Beziehungen von Maria Callas zum männlichen Geschlecht, von Ehemann Meneghini über Onassis bis zu Dirigent Serafin und Regisseur Visconti, aber auch ihr Verhältnis zu ihrer Mutter und zu ihrer Lehrerin Elvira de Hidalgo sowie den Teil ihres Lebens nach dem Abschied von der Bühne bis zu ihrem Tod im Jahr 1977, im Alter von erst knapp 54 Jahren.
 
Das Porträt von Galatopoulos ist wohlwollend, jedoch nicht unkritisch. Maria Callas habe nicht nach materiellem Gewinn gestrebt, sei ehrlich und warmherzig gewesen. Allerdings seien ihr Ehrgeiz, Eigensinn und Egoismus nicht fremd gewesen. Sie sei weder von einem Minderwertigkeitskomplex zerrissen worden, noch sei sie eine Heilige gewesen. Sie habe Onassis nicht ihre Karriere geopfert, und dieser habe nicht ihre Karriere zerstört. Galatopoulos zerstört Klischees zu und negative wie positive Vorurteile über Maria Callas, ihre Kunst und die Menschen, die in ihrem privaten oder beruflichen Leben eine Rolle spielten.

Stelios Galatopoulos: Maria Callas. Die Biographie. S. Fischer, 1999/2001 (engl. Original. 1998), 574 S., 350 Abb. inkl. Privatfotos. Buch bestellen bei Amazon.de.
 
Zur EMI-Doppel-CD (2435569162), die im Zusammenhang mit der Callas-Biographie erschienen ist, fällt uns folgender Vergleich ein: Es ist wie mit den Zusammenfassungen von Fussballspielen, bei denen nur die Tore gezeigt werden: der Sinn für das Spiel, für das Gesamtwerk, geht verloren. Man eilt nur noch von Höhepunkt zu Höhepunkt, was dem Ohrenschmaus nicht nur bekömmlich ist. Selbstverständlich sind mit L'amour est un oiseau rebelle aus Bizets Carmen oder mit Addio, del passato aus Verdis La Traviata Leckerbissen erster Güte auf der CD vereint. Doppel-CD bestellen bei Amazon.de.









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