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Nr. 12, 15. Februar/14. März 2000
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2010
Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen

Science Fiction von Regisseur Peter Hyams aus dem Jahr 1984 als "Fortsetzung" von Kubricks 2001. Mit Roy Scheider, John Lithgow, Helen Mirren, Bob Balaban, Keir Dullea und der Stimme von Douglas Rain. Bestellen Sie die DVD 2010 bei Amazon.de.

1999 war in der Sea of Tranquility auf Jupiter ein schwarzes, rektanguläres Objekt von unbekannter Komposition und Herkunft gefunden worden. Alle Teilnehmer der amerikanischen Mission, die dem Geheimnis des Monolithen auf den Grund gehen sollte, starben im Jahr 2001. Die letzten Worte des Astronauten Dave Bowman (Keir Dullea) waren: "Mein Gott, es ist voller Sterne."
 
Im Science Fiction 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen von Autor und Regisseur Peter Hyams (Outland - Planet der Verdammten, Time Cop) spielt Roy Scheider den früheren Vorsitzenden des Nationalen Rates der Astronauten, Heywood Floyd, der für die Discovery Mission zum Jupiter verantwortlich gewesen war. Der Film sieht sich als Fortsetzung von Stanley Kubricks 2001 - Odyssee im Weltraum, in dem William Sylvester die Rolle von Floyd gespielt hatte. In Hyams' 2010 kümmert sich Floyd seit Jahren um Weltraum-Abhöranlagen. Doch dann taucht ein russischer Funktionär auf und bietet ihm einen Platz an Bord einer russischen Mission an, die zu  Jupiter aufbricht, um das Geheimnis der mysteriösen schwarzen Monolithen zu lösen und festzustellen, weshalb der Computer HAL 9000 (Stimme: Douglas Rain) nicht richtig funktionierte. Die Russen sind mit den Vorbereitungen für den Start ihres Raumschiffes gegenüber den Amerikanern klar im Vorsprung. Ihnen fehlen allerdings die nötigen Kenntnisse über HAL 9000, die gescheiterte US-Mission sowie das gestrandete US-Raumschiff Discovery. So kommt es zu einem gemischten US-UdSSR-Team. Mit Floyd fliegen die Entwickler von HAL 9000, Dr. Chandra (Bob Balaban), und der Discovery, Ingenieur Walter Kurnow (John Lithgow). Unter den Russen ist Helen Mirren als Tanya Kirbuck hervorzuheben.
 
Währenddem das russisch-amerikanische Astronauten-Team auf dem Weg zu Jupiter ist, nehmen auf der Erde die Spannungen zwischen den zwei Supermächten zu. Das führt nach der Ankunft am Zielort zu einer von der Erde her verordneten Abgrenzungspolitik zwischen den Astronauten-Teams. Die drei Amerikaner müssen das russische Raumschiff verlassen. Der Weltraum droht nun zur tödlichen Falle für alle Forscher zu werden, denn nur durch gemeinsame Anstrengungen könnte es ihnen noch gelingen, einer innerhalb von 48 Stunden drohenden Katastrophe zu entgehen.
 
Hyams' Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte The Sentinel von Arthur C. Clarke. Der Bezug zu Kubricks 2001 ist zwar da - wir lernen zum Beispiel, weshalb HAL 9000 nicht wie erwünscht funktionierte und die frühere Mission scheiterte, Keir Dullea spielt erneut seine Rolle aus dem Jahr 1968, den Astronauten Dave Bowman, und Douglas Rain liefert wiederum die Stimme für HAL 9000 -, doch ist Hyams' Werk weder filmisch noch inhaltlich von der Radikalität, die Kubricks 2001 auszeichnet. Trotzdem ist 2010 - entgegen negativen Kritiken - ein von Anfang bis Ende spannender Science Fiction, bei dem die philosophische Dimension allerdings zusammengeschrumpft ist. Dafür bleibt auch in 2010 das Geheimnis um die Bedeutung der Monolithen gewahrt. Floyd spekuliert lediglich darüber. In der letzten Sekunde des Films, nach einer langen Kamerafahrt über eine idyllische Erdlandschaft im Lichte von nun zwei Sonnen, kommt ein Monolith ins Blickfeld, der das Happy End in Frage stellen könnte und Raum gibt für Spekulationen über eine vielleicht doch düstere Zukunft der Menschheit. - Bestellen Sie die DVD 2010 bei Amazon.de.


 
 

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