1999 war in der Sea of Tranquility auf Jupiter ein schwarzes,
rektanguläres Objekt von unbekannter Komposition und Herkunft gefunden
worden. Alle Teilnehmer der amerikanischen Mission, die dem Geheimnis des
Monolithen auf den Grund gehen sollte, starben im Jahr 2001. Die letzten
Worte des Astronauten Dave Bowman (Keir Dullea) waren: "Mein Gott, es ist
voller Sterne."
Im Science Fiction 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen
von
Autor und Regisseur Peter Hyams (Outland - Planet der Verdammten,
Time
Cop) spielt Roy Scheider den früheren Vorsitzenden des Nationalen
Rates der Astronauten, Heywood Floyd, der für die Discovery Mission
zum Jupiter verantwortlich gewesen war. Der Film sieht sich als Fortsetzung
von Stanley Kubricks 2001 - Odyssee
im Weltraum, in dem William Sylvester die Rolle von Floyd gespielt
hatte. In Hyams' 2010 kümmert sich Floyd seit Jahren um Weltraum-Abhöranlagen.
Doch dann taucht ein russischer Funktionär auf und bietet ihm einen
Platz an Bord einer russischen Mission an, die zu Jupiter aufbricht,
um das Geheimnis der mysteriösen schwarzen Monolithen zu lösen
und festzustellen, weshalb der Computer HAL 9000 (Stimme: Douglas Rain)
nicht richtig funktionierte. Die Russen sind mit den Vorbereitungen für
den Start ihres Raumschiffes gegenüber den Amerikanern klar im Vorsprung.
Ihnen fehlen allerdings die nötigen Kenntnisse über HAL 9000,
die gescheiterte US-Mission sowie das gestrandete US-Raumschiff Discovery.
So kommt es zu einem gemischten US-UdSSR-Team. Mit Floyd fliegen die Entwickler
von HAL 9000, Dr. Chandra (Bob Balaban), und der Discovery, Ingenieur Walter
Kurnow (John Lithgow). Unter den Russen ist Helen Mirren als Tanya Kirbuck
hervorzuheben.
Währenddem das russisch-amerikanische Astronauten-Team auf dem Weg
zu Jupiter ist, nehmen auf der Erde die Spannungen zwischen den zwei Supermächten
zu. Das führt nach der Ankunft am Zielort zu einer von der Erde her
verordneten Abgrenzungspolitik zwischen den Astronauten-Teams. Die drei
Amerikaner müssen das russische Raumschiff verlassen. Der Weltraum
droht nun zur tödlichen Falle für alle Forscher zu werden, denn
nur durch gemeinsame Anstrengungen könnte es ihnen noch gelingen,
einer innerhalb von 48 Stunden drohenden Katastrophe zu entgehen.
Hyams' Drehbuch basiert auf der Kurzgeschichte The Sentinel von
Arthur C. Clarke. Der Bezug zu Kubricks 2001 ist zwar da - wir lernen
zum Beispiel, weshalb HAL 9000 nicht wie erwünscht funktionierte und
die frühere Mission scheiterte, Keir Dullea spielt erneut seine Rolle
aus dem Jahr 1968, den Astronauten Dave Bowman, und Douglas Rain liefert
wiederum die Stimme für HAL 9000 -, doch ist Hyams' Werk weder filmisch
noch inhaltlich von der Radikalität, die Kubricks 2001 auszeichnet.
Trotzdem ist 2010 - entgegen negativen Kritiken - ein von Anfang
bis Ende spannender Science Fiction, bei dem die philosophische Dimension
allerdings zusammengeschrumpft ist. Dafür bleibt auch in 2010
das Geheimnis um die Bedeutung der Monolithen gewahrt. Floyd spekuliert
lediglich darüber. In der letzten Sekunde des Films, nach einer langen
Kamerafahrt über eine idyllische Erdlandschaft im Lichte von nun zwei
Sonnen, kommt ein Monolith ins Blickfeld, der das Happy End in Frage stellen
könnte und Raum gibt für Spekulationen über eine vielleicht
doch düstere Zukunft der Menschheit. - Bestellen Sie die DVD 2010
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