
The Cure: Bloodflowers
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The Cure wurde 1978 in Crawley, Sussex (England)
gegründet. Ihr
unverwechselbarer Stil ist eine Mischung aus dem Psychedelic-Beat der
Endsechziger, vermischt mit einer Dosis Post-Punk. Die erste Single Killing
An Arab nahmen Robert Smith (*1959), Laurence Tolhurst (*1959) und
Michael Dempsey im Jahr 1979 ein. Vier Wochen später folgte ihr Album Three
Imaginary Boys. Später ersetzte Simon Gallup (b) Dempsey und zudem
stiess Mathieu Hartley (keyb) hinzu. 1980 hatte das Quartett mit dem Album
17 Seconds einen Hit (UK Nr. 20). Ohne Hartley nahmen sie 1981 Faith auf (UK Nr. 7). In den 80er Jahren setzten sie mit ihrem Mix aus Pop
und Punk fort. Porl Thompson ersetze 1983 den Bass. Bis zu den frühen
90er Jahren spielten sie einen Erfolg nach dem anderen ein. 1992 erschien
ihr Album Wish, das sie mit einer Welttour vermarkteten und an
deren Ende die Auflösung von The Cure stehen sollte. Wie die neue CD Bloodflowers
zeigt, blieb das ein unverfüllter Wunsch. Das Album ist in ihrem
typischen pessimistisch-depressiven Stil, mit Balladen von vier bis elf
Minuten länge. The Cure ist keine easy-listening-band. Die neuen
Titel sind zwar etwas zu monoton, aber nicht ohne Qualitäten. Musik ist
eine Frage des Geschmacks - und The Cure sprach schon immer einen
speziellen Geschmack an.
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Tracy Chapman: Telling Stories
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Schweiz.
Tracy Chapman gehört zu jenen Künstlerinnen, die nicht durch
aufregende Kurven oder ein hübsches Gesicht, sondern durch ihre Musik
bestechen. Die 1964 geborene Sängerin und Songschreiberin hat in
Massachusetts Anthropologie und Afrikanistik studiert und schloss sich
nach dem Abschluss der Hochschule einer afrikanischen Perkussionsformation
an. Sie sorgte mit ihrem Debüt-Album Tracy Chapman und ihrer
ersten Single Fast Car im Jahr 1988 für Furore. Folk, Gospel und
Blues gehören zu ihren Einflüssen. Auf ihrer neuen CD Telling Stories
geht es um Ehrlichkeit, Lüge, Verletzlichkeit und Liebe. Ihre Songs
voller Sensibilität und Fragilität sind nicht ohne rebellische Töne -
vor allem auf früheren Alben zeigte sie sich politisch engagiert und
durfte um 1990 im südafrikanischen Rundfunk nicht gespielt werden. Sie
sucht und spendet Trost und Hilfe. Zuweilen ist die Musik auf Telling
Stories etwas zu eintönig, lediglich Nothing Yet sticht
heraus. Trotzdem hebt sich Tracy Chapman noch immer von der Masse der
Fliessbandproduktionen ab.
Am 23. Oktober 2002 hinzugefügt: Tracy
Chapman: Let It Rain. Warner, Oktober 2002. Bestellen
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Schweiz. In der Schweiz ist die CD bereits #4 in den Album Charts
und ihr Konzert im Kongresshaus Zürich vom 24. Februar 2003 ist
bereits ausverkauft.
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AC/DC: Stiff Upper Lip
Elektra 7559 62494 2
AC/DC wurde 1973 in Sydney von den
Brüdern Malcolm (*1953) und Angus Young (*1959) gegründet, die 1963 als
Kinder mit ihren Eltern von Schottland nach Australien gezogen waren. Ihre
Musik war von Led Zeppelin und den Rolling Stones beeinflusst. 1974 stiess
Bon Scott zu ihnen, der sich später als ihr Sänger durchsetzte. Rasch
wurden sie in Australien zu einer Club-Attraktion mit Alben wie High Voltage
und Dirty
Deeds Dirt Cheap und Titeln wie TNT. Der internationale
Durchbruch kam 1977 mit Let There Be Rock im Jahr 1977. Der Rest
ist Geschichte. Bis heute haben sie rund 85 Millionen CDs verkauft. 1980
verstarb Bon Scott frühzeitig, er war Alkoholiker, und wurde durch Brian
Johnson ersetzt wurde. Stiff Upper Lip ist ihr erstes Studio-Album
seit über vier Jahren. In der Besetzung Brian Johnson (voc), Angus und
Malcolm Young (g), Cliff Williams (b) und Phil Rudd (dr) haben sie eine
typische AC/DC-Platte eingespielt, mit ihrer gewohnten Mischung aus Rhythm
& Blues und Rock 'n' Roll. Stiff Upper Lip, Meltdown House,
Safe in New York City und Give It Up sind gute Tracks, der
Rest der CD ist Ausschuss.
The Beach Soundtrack
Warner 43443 10792
Die Musik ist nicht besser als der
Film. Abgesehen von On Your Own
von Blur sowie Woozy von Faithless, geschrieben von Maxi Jazz,
Rollo und Sister Bliss, das mit einem originellen Sprechgesang von Maxi
Jazz überrascht, findet sich nichts Nennenswertes auf dem
Film-Soundtrack. Spinning Away von Sugar Ray ist billiger Mist und Return
of Django ein einfallsloses Instrumental. Daneben findet sich ein
mittelmässiges Pure Shores mit den All Saints. Nichts, was uns
vom Hocker reisst.
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João Gilberto: João voz e violão
Verve 31454 67132 - Album bestellen bei Amazon.de.
Der Sänger und Gitarrist João Gilberto ist - zusammen mit Antonio
Carlos Jobim - die Inkarnation des Bossa Nova. Sein neuestes Werk, João
voz e violão, ist wie der Titel sagt, nur mit Gesang und Gitarre
eingespielt. Gilbertos erstes ohne Begleitmusiker aufgenommenes Album
besticht durch seine leisen, zurückhaltenden Töne. So entsteht nicht nur
eine intimistische Atmosphäre, sondern durch die Reduktion erscheinen
auch Klassiker seines Repertoires in neuem Licht, so Não Vou pra Casa,
Desafinando oder Chega de Saudade. Zu den schwächeren
Titeln des Albums gehören dagegen Coraçao Vagabundo und Da Cor
do Pecado. Eine wunderbare CD zum aufmerksamen Zuhören ist entstanden.
Jimmy Cliff: Millenium Collection
K-Tel 011222 040411
Die Millenium Collection von Jimmy Cliff umfasst eine CD mit
Studio-Aufnahmen, darunter War A Africa, Peace, Roll On
Rolling Stone oder I'm A Winner. Die zweite CD dagegen enthält
Live-Aufnahmen von Save The Planet, Many Rivers To Cross oder
erneut Peace. Dem 1942 in Jamaika als James Chambers geborenen
Künstler kommen grosse Verdienste bezüglich der Verbreitung der
Reggae-Musik zu. Mit 14 Jahren gewann er einen Talentwettbwerb, 1962 nahm
er die Single Daisy Got Me Crazy auf, wofür er keinen Pfennig
erhielt, was er zehn Jahre später im Reggaefilm The Harder They Come
(der Titel befindet sich unter den Live-Versionen) verarbeitete. Jimmy
Cliff gilt als Meister des Protestsongs - alle Titel der Doppel-CD hat er
selbst geschrieben. Unverständlich ist allerdings, weshalb Nummern wie Vietnam
und You Can Get It If You Really Want To darauf fehlen.
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The Who: BBC Sessions
(BBC/Polydor 31454 77272)
Von 1965 bis 1970 nahmen The Who in rund 10 Sessions Musik
exklusiv für das BBC-Radio auf. Die meisten dieser Einspielungen sind nun
erstmals auf CD erhältlich. Die CD dürfte allerdings auf Grund ihrer
mässigen Qualität nur für Fans interessant sein, vor allem für solche aus
Grossbritannien, die sich durch die Titel mit Ansage durch den jeweiligen
Radiomoderator an ihre Jugend zurückerinnern werden. Fairerweise muss
angefügt werden, dass die Einspielungen unter primitivsten Bedingungen
entstanden, ohne Proben und in einem Mal aufgenommen wurden, was allerdings
auch dem chaotisch-anarchischen Stil von The Who entsprach.
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