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Wild Wild West (USA 1999)
Der Film von Barry Sonnenfild mit Will Smith, Kevin Kline, Kenneth
Branagh und Salma Hayek. DVD bestellen bei Amazon.de
oder Directmedia
Schweiz.
Bereits bei der von Anfang bis Ende unterhaltsamen und spannenden Science
Fiction-Komödie Men in Black haben Barry Sonnenfeld und Will
Smith erfolgreich zusammengearbeitet. Mit Wild Wild West haben die
zwei fast ein neues Genre begründet: den Science Fiction-Western.
Bereits früher gab es einen Film in einem ähnlichen Stil, Westworld
(u.a. mit Yul Brynner), doch damals gab es noch nicht die heutige digitale
Tricktechnik, auf die sich Wild Wild West stark abstützt.
Im Jahr 1869 erhält der Superagent James West (Will Smith) einen
geheimen Regierungsauftrag. Gemeinsam mit seinem neuen, ungeliebten und
ungleichen Partner Artemus Gordon (Kevin Kline), einem schlitzohrigen Erfinder
und Verwandlungskünstler, soll West im Auftrag von Präsident
Ulysses S. Grant (ebenfalls dargestellt von Kevin Kline) das mysteriöse
Verschwinden von Amerikas führenden Wissenschaftlern aufklären.
Der Präsident hatte eine Marzipantorte mit Taranteln und der Aufforderung
erhalten, innerhalb einer Woche die Macht an Dr. Arliss Loveless (Kenneth
Branagh) abzugeben. |
Als hinter dem Verschwinden stehender Bösewicht stellt sich rasch
der beinlose Dr. Loveless heraus, der seine Geiseln gezwungen, ihm eine
riesige hightech Stahl-Tarantula zu bauen, mit deren Hilfe er die Weltherrschaft
an sich reißen will. Die atemberaubende Rita Escobar (Salma Hayek)
schaltet sich ebenfalls ein und sorgt für ein wenig Charme und erotische
Spannung im Film.
Barry Sonnenfelds Komödie hat nicht den gleichen, unwiderstehlichen
Rhythmus von Men in Black und ihm fehlt auch der Wort- und Szenenwitz,
dank dem Kevin Kline in A Fish Called Wanda glänzen konnte.
Sonnenfelds komödiantischer Mix aus Western und Science Fiction überzeugt
nur stellenweise. Das ist umso erstaunlicher, als dem schauspielerisch
mittelmässigen Will Smith, der nur hin und wieder sein komödiantisches
Talent durchblicken lässt, die hervorragenden Kevin Kline und Kenneth
Branagh zur Seite gestellt sind. Der Wurm liegt wohl im Drehbuch. Der Film
als Ganzes überzeugt nicht, obwohl eine Fülle spassiger Einfälle
und Details, Gagdets und Special Effects eigentlich einen Sitzenfilm hätten
garantieren müssen. Wild Wild West fehlt zudem ein romantisches
Element, die kurvenreiche Salma Hayek hat eine eher dekorative Funktion. |
Artemus Gordon (Kevin Kline) mit Magnethalskragen.
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Dr. Loveless assistieren eine Reihe von Frauen, Miss Munitia, Miss
East und Miss Lippenreider, doch sie tragen wenig zum Film bei, erneut
bedingt durch das Drehbuch, das ihnen erst gar nicht die Chance dazu gibt.
Die erste Szene mit Will Smith, sich in einem Wasserbottich gerade einem
erotischen Abenteuer hingebend, verspricht viel, doch Wild Wild West
bietet in der Folge nicht viel auf dieser Ebene.
Der Film ist dank der Fülle von Einfällen und Gags sowie dank
der hevorragenden Tricktechnik, die bereits in der ersten Szene mit dem
umkippenden Wasserreservoir zum Zuge kommt, sehenswert. Vom Eisenbahnwagen
voller eingebauter Technik bis zur Stahl-Tarantula wird dem Zuschauer einiges
geboten. Auch viele der komischen Szenen für sich genommen sind nicht
schlecht. Leider ist die Story stellenweise konfus. Die Dialoge sind oft
zu einfach gestrickt. Trotz diesen Vorbehalten ist die Komödie originell
genug, um gesehen zu werden.
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