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Nr. 14, 15. April/14. Mai 2000
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Die Sammlung Jan und Marie-Anne Krugier-Poniatowskia
 
Der Genfer und New Yorker Galerist Jan Krugier-Poniatowski hat zusammen mit seiner Frau Marie-Anne eine eindrückliche Privatsammlung aufgebaut, die nach dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und der Sammlung Peggy Guggenheim in Venedig nun noch bis am 14. Mai 2000 im Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid erstmals öffentlich zugänglich ist.
 
Der 1928 in Polen geborene Jan Krugier widmet die Ausstellung seinen Eltern und seinem Bruder, die in den KZs der Nazis (wie fast alle Mitglieder seiner Familie) umkamen. Nach dem Krieg zog er in die Schweiz, die ihm zu einer zweiten Heimat wurde.
 
Die ausgestellten 220 Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen, reichen von der italienischen und flämischen Kunst des 15. Jahrhunderts bis zur klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung umfasst Werke von Benozzo Gozzoli, Vittore Carpiaccio, Fra Bartolommeo, Peter Paul Rubens und François Boucher bis Robert Delaunay, Max Beckmann und Edward Hopper, wobei das besondere Augenmerk den Zeichnungen gilt. Die acht ausgestellten Gemälde waren zuvor in Berlin und Venedig eben so wenig zu sehen gewesen wie rund 30 Zeichnungen. Die elf Skulpturen reichen vom Alten Ägypten bis zu Germaine Richier.


Rembrandt Harmensz. van Rijn, c. 1629/1630.
Foto: Ausstellungskatalog.


Alberto Giacometti: Komposition mit 9 Figuren, 1950.
Foto: Ausstellungskatalog.

Schwerpunkte der Ausstellung bilden Werke von Picasso, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Francisco de Goya und Théodore Géricault (in einem Saal), Eugène Delacroix und Jean-Auguste-Dominique Ingres zusammen mit Edgar Degas (in einem weiteren Saal), Georges Seurat, Paul Cézanne, Paul Klee und Alberto Giacometti.
 
Am Beginn der periodisch, stilistisch und thematisch eklektischen Sammlung Krugier-Poniatowski stand eine 1968 erworbene Zeichnung von Georges Seurat, zu denen bis heute über 400 weitere hinzugekommen sind. In Madrid wird folglich rund die Hälfte davon als Auswahl gezeigt.
 
Alle ausgestellten Arbeiten werden im 500seitigen, in jeder Hinsicht schwergewichtigen Katalog nicht nur abgebildet, sondern auch auf je einer Seite von rund 40 Autoren detailliert beschrieben, analysiert und ins Oeuvre der jeweiligen Künstler eingeordnet.
 
Für die Website des Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid: Links.
 

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