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Rush Hour 1998
Biografie am 3. Mai 2003 aufdatiert
 

Regisseur: Brett Ratner - Detective Inspector Lee: Jackie Chan - James Carter: Chris Tucker - Thomas Griffin: Tom Wilkinson - Tania Johnson: Elizabeth Pena - Consul Han: Tzi Ma - Soo Yung: Julia Hsu. Filmkritik und Biographie von Jackie Chan.
 
Biografie von Jackie Chan
 
Rush Hour war 1998 ein weiterer (erfolgreicher) Schritt von Jackie Chan, den amerikanischen Markt zu erobern. Der Schauspieler wurde am 7. April 1954 als Chan Kwong Sang geboren. Seine armen, aus China geflohenen Eltern arbeiteten als Koch und Hausangestellte in der Australischen Botschaft in Hong Kong. Jackie Chan studierte zehn Jahre lang an der Chinese Opera Research School. Seine Karriere begann er als Stuntman. Noch heute macht [noch bis vor kurzem machte] er alle Stunts selbst, die jeweils die Glanzlichter in seinen Filmen bilden, was in Rush Hour nicht anders ist. Im Alter von sieben bis zehn Jahren ging Jackie Chan an die Chinese Opera Research School in Hong Kong. Dort lernte er vor allem Disziplin, ohne die keine Karriere möglich ist, Schauspiel, Tanzen, Akrobatik und Martial Arts. Später wurde er Stuntman und, zwei Jahre nach seinem Debut in diesem Beruf, zum Stunt Koordinator befördert. Seine erste Rolle als Erwachsener Schauspieler erhielt er in Little Tiger from Canton im Jahr 1971. Bald realisierte Jackie Chan, dass er nie ein Action Star wie Bruce Lee werden würde. Deshalb kreierte er ein neues Filmgenre: die Kung Fu Komödie. Seine ersten Filme in diesem Stil erschienen 1978: Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master.
 
Im Jahr 1980 führte Jackie Chan erstmals Regie in The Young Master, womit auch seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Produzenten Raymond Chow begann. Seinen ersten Gastauftritt in einem amerikanischen Film hatte er in The Canonball Run mit Burt Reynolds und Roger Moore. Doch Jackie Chan brauchte eine Weile, ehe er in den USA Fuss fassen konnte. Der Durchbruch kam mit Rumble in the Bronx (1994). Der Film wurde in Kanada gedreht und in Hongkong produziert. Rush Hour (1998) war Jackie Chans erster amerikanischer Big Bugdet Movie.
 
Chris Tucker spielte 1997 in der Komödie Money Talks an der Seite von Charlie Sheen. In Quentin Tarantinos Jackie Brown spielte er einen Kleinkriminellen. In Luc Bessons Fifth Element glänzte Chris Tucker schliesslich als Transvestit Ruby Rhod. In Rush Hour ist er der Co-Star von Jackie Chan, hat aber nur einige wenige wirklich komische Dialoge wie: "Johnson, dies ist das LAPD [Los Angeles Police Department]. Wir sind die meistgehassten Polizisten der freien Welt. Meine eigene Mutter schämt sich für mich. Sie sagt allen, ich sei ein Drogendealer."

Rush Hour
 
Rush Hour handelt vom Hongkonger Polizeiinspektor Lee (Jackie Chan), ein integrer und prinzipientreuer Polizist, den die Umstände dazu verdammen, mit dem Schwarzen LAPD-Polizisten James Carter (Chris Tucker) zusammenzuarbeiten, der eine Art Eddie Murphy-Beverly Hills Cop-Verschnitt ist. Die zwei völlig gegensätzlichen Charaktere kämpfen zudem mit kulturellen Unterschieden. Die Tochter des Hongkonger Konsuls in Los Angeles (Tzi Ma) wurde während der Stosszeit, daher der Titel Rush Hour, entführt. Die Kidnapper verlangen 50 Millionen Dollar Lösegeld. Der dafür Verantwortliche Chinese ist ein Mann, den Inspektor Lee in Hongkong nicht zu fassen kriegte. Doch hinter dem Entführer steht ein noch mächtigerer Mann, der lediglich dem Namen nach bekannt ist: Juntao. Er dominierte die südostasiatische Verbrecherwelt während 15 Jahren, bis die Briten die Kolonie den Chinesen übergaben (eine Anbiederung seitens der Produzenten an die neuen Machthaber?). Zudem tötete Juntao Lees Partner. Doch niemand weiss, wie er aussieht. Die Aufdeckung seiner Identität gehört zu den Überraschungen im Film.
 
Die Charaktere, die Geschichte und selbst die Leistungen der Schauspieler sind alles andere als atemberaubend. Trotz dieser Fakten spielte der Film über 120 Millionen Dollar ein. Rush Hour ist eher etwas für einfachere Gemüter und verdankt seinen kommerziellen Erfolg wohl vor allem Teenagern. Jackie Chan ist noch immer nicht zum richtigen Schauspieler gereift, doch er ist und bleibt ein toller Stuntman.
 


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