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Paul Simon
Biografie - Albums
Shining Like A National Guitar - Greatest Hits
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Biographie von Paul Simon

Nach den erfolgreichen Jahren mit dem Duo Simon & Garfunkel (1965-70) startete der 1941 in Newark, New Jersey, geborene Sohn einer jüdisch-ungarischen Familie, Paul Simon, zu Beginn der 70er Jahre eine Solo-Karriere, die ebenfalls reich an Höhepunkten sein sollte - und noch ist sie ja nicht zu Ende.
 
Sein Vater war Rundfunkmusiker, seine Mutter Musiklehrerin. 1955 schrieb Paul Simon mit The Girl For Me seinen ersten Song. Ein Jahr später nahm er seine erste Solosingle True Or False auf. Mit seinem Jugendfreund Art Garfunkel landete Paul Simon 1957 als Tom & Jerry mit Hey! Schoolgirl einen Nummer-54- Hit in den US-Popcharts. Danach trennten sich ihre Wege. Zwischen 1958 und 1963 nahm Paul Simon mehrere Singles unter dem Namen Jerry Landis auf, ging mit Tico & The Triumphs ins Studio und komponierte und produzierte für Ritchie Cordell. Ende 1963 trat er erstmals im Duo Simon & Garfunkel auf, das mit sanften, melancholischen (ja weinerlichen) und schöngeistigen Liedern zum erfolgreichsten Popduo seiner Zeit wurde und bis Februar 1970 zusammenblieb. Paul Simon hatte fast alle Songs selbst geschrieben. Seine Solo-Projekte fanden wenig Anklang, weshalb er sich aufs Duo konzentrierte.
 
Greatest Hits vereint 19 Songs aus Paul Simons Solokarriere in den Jahren 1971 bis 1997, wobei lediglich zwei der Titel nach 1989 entstanden sind. Bereits 1972 landete der Sänger und Komponist mit dem Album Paul Simon einen Grosserfolg (USA 4, GB 1, D 37). Die Hit-Singles Mother And Child Reunion sowie Me And Julio Down By The Schoolyard repräsentieren das Album in der Sammlung Greatest Hits. Das Album wurde mit bekannten Musikern wie Stéphane Grappelli, Ron Carter und Airto Moreira grösstenteils in Kingston, Jamaika, aufgenommen.
 
Weitere Erfolge in seiner Solokarriere waren die Alben There Goes Rhymin' Simon 1975 mit den Hits Kodachrome (auch auf der Greatest-Hits-CD) und Still Crazy After All These Years mit dem gleichnamigen Titelsong (ebenfalls in der Sammlung Shining Like A National Guitar). 1977 folgte der Single-Hit Slip Slidin' Away, die natürlich auch nicht auf dem Jahr 2000 Rückblick fehlt. Der Singlehit Late In The Evening aus dem Jahr 1980 (USA Nr. 9) aus dem Album One Trick Pony, der Soundtrack zum gleichnamigen Film, fehlt dagegen in der Sammlung.
 
1985 war Paul Simon Teil des Projekts USA for Africa (We Are The World) und im Jahr darauf nahm er das Album Graceland auf, das eine Brücke zwischen schwarzafrikanischer und amerikanischer Popmusik schlug. Die Platte ist mit vier Titeln auf Greatest Hits vertreten: Graceland, You Can Call Me Al, Diamonds On The Soles Of Her Shoes sowie The Boy In The Bubble. Wie bereits für Still Crazy After All These Years (zwei Grammies), gab es auch für Graceland eine Auszeichung (als bestes Album). Das war bis dahin sein elfter Grammy. Das Album ist bis heute sein erfolgreichstes (GB 1, USA 3, D 2).
 
1990 entstand in Zusammenarbeit mit dem Brasilianer Milton Nascimento die Platte The Rhythm Of The Saints. Die Auskopplung The Obvious Child (auch auf der Sammel-CD) stieg in den USA bis auf Platz 15 in den Charts. Das Album verkaufte sich in den ersten zwölf Monaten allein in den USA zwei Millionen Mal. In der Mitte der 90er Jahre widmete sich Paul Simon seinem Broadway-Musical The Capeman mit Gaststar Annie Lennox (Eurythmics). Das Album Songs From The Capeman, das sich an das Musical anlehnte, erschien 1997, und bot ein breites stilistisches Spektrum von Gospel bis Latin Pop. Bernadette und Trailways Bus repräsentieren das schwache Album im Jahr-2000-Rückblick.
 
Insgesamt bieten die Greatest Hits mit ihren 19 Titeln einen guten Überblick über Paul Simons hervorragende Solokarriere - nur Late In The Evening fehlt. Bestellen bei Amazon.de, Amazon.co.uk oder
Directmedia Schweiz (siehe zur Karriere Paul Simons das Fischer Rockmusik Lexikon, auf dem dieser Artikel weitgehend basiert).
 

 

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