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Das Boot (1981)
The Director's Cut (DVD 1997).
Regie und Drehbuch: Wolfgang Petersen.
Nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim. Mit
Jürgen Prochnow (Kapitän), Herbert Grönemeyer (Marine-Kriegsberichterstatter
Leutnant Werner), Klaus Wennemann (Chefingenieur), Marin Semmelrogge (2.
Offizier), Hubertus Bengsch (1. Leutnant), Bern Tauber (Quartiermeister,
Navigator), Martin May (Ullmann), Erwin Leder (Johann), Claude-Olivier Rudolph
(Ario), Joachim Bernhard (Priester), Uwe Ochsenknecht (Bosun), Heinz Hönig
(Hinrich), Ralph Richter (Fronsson), u.a. Die DVD Das Boot bestellen
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Artikel vom Juli 2000
Das Boot gehört
zu den allzu seltenen Höhepunkten im deutschen Filmschaffen der letzten
Jahrzehnte. Dieses Werk erlaubte dem Regisseur Wolfgang Petersen den Sprung nach Hollywood, wo er
Outbreak, In
The Line Of Fire, Air Force One und andere Erfolgsstreifen drehte,
die zwar oftmals viel Geld einbrachten, aber nie mehr an die erzählerische
und psychologische
Dichte von Das Boot heranreichten. Anders ausgedrückt: dieser
Antikriegsfilm ist nach wie vor sein Meisterwerk, nicht zuletzt dank der
Romanvorlage von Lothar-Günther Buchheim, die auf wahren Begebenheiten
beruht, aber fiktive Charaktere verwendet. Auch Jürgen Prochnows (der
Kapitän im Film) internationale Karriere hat hier ihren Ursprung. Der
"Director's Cut" von Das Boot, eine von 149 auf 208 Minuten
gestreckte Version, ist "moderner", von Bild und Ton her gegenüber
der ursprünglichen Kinoversion "verbessert" oder
"geschönt" (je nach Geschmack). Die Fernsehfassung dauerte rund
sechs Stunden.
Der Film beginnt im Herbst 1941 im von
Deutschland besetzten französischen Hafen von La Rochelle. Hitler hoffte, mit
seiner U-Boot-Flotte eine totale Handelsblockade um Grossbritannien legen und
so den Feind aushungern zu können. Doch Deutschland erlitt bereits erste
Rückschläge. Die britischen Frachter überquerten den Atlantik mit einer
stärkeren Zerstörer-Begleitung, weshalb die deutsche U-Boot-Flotte immer
schwerere Verluste hinnehmen musste. Trotzdem bestellte das Generalkommando
weitere Schiffe mit immer jüngeren Besatzungen. Die Schlacht im Atlantik
drehte sich gegen die Deutschen. Von über 40,000 Seeleuten (andere Quellen
sprechen von knapp 50,000), die im Zweiten Weltkrieg auf deutschen U-Booten
dienten, kehrten 30,000 nie zurück.
Betrunkene deutschen Matrosen kreuzen den Weg des Wagens
des U-Boot-Kapitäns (Jürgen Prochnow) und des neuankommenden
Kriegberichterstatters Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer), die sich in ein
Kabarett in La Rochelle begeben. Inwiefern die U-Boot-Besatzung, die sich dort
weitgehend versammelt hat, repräsentativ für Hitlers Unterwasserkrieger war,
bleibe dahingestellt. Nur ein klar überzeugter Nazi ist auf dem Boot im Film
zu sehen, was politisch nicht korrekt ist und der romantischen Verklärung von
Hitlers Unterwasserkriegern Nahrung geben könnte. Dabei ist das gezeichnete
Bild alles andere als schwarz-weiss, aber insgesamt doch etwas zu positiv.
Die Mannschaft von "Kapitän" Jürgen Prochnow
umfasst höchst unterschiedliche, fein gezeichnete Charaktere, die mit ihren
Ängsten im U-Boot-Krieg kämpfen. Überzeugte und weniger überzeugte
Soldaten bekommen Zweifel am Oberkommando, dem Führer, der verfolgten
Strategie und den eingesetzten Mitteln. Doch keinem kommt der Gedanke an ein
Überlaufen zum Feind. Soziale, psychologische, private und andere Probleme
machen den Männern den Kampf wie auch das einfache Zusammenleben schwer.
Nach vielen gemeinsam durchlittenen Abenteuern -
darunter Feindkontakte, ein versenktes Schiff und eine heil überstandene
Attacke beim Durchqueren der Strasse von Gibraltar - schafft es die Crew
zurück in den scheinbar sicheren Heimathafen von La Rochelle, wo Teile der Mannschaft zum
Schluss doch noch unerwartet einem Luftangriff zum Opfer fallen. Der Feind mag
dich auf den Weltmeeren nicht kriegen, doch selbst zuhause bist du nicht mehr
sicher - der Krieg ist endgültig verloren (am
26.6.2001 überarbeitet).
Der Film lebt von der zumeist beklemmenden Atmosphäre
im U-Boot, die auf die Besatzung abfärbt. Die Geräusche unter Wasser,
Ventile die Pfeifen, Metall das Quietscht, Töne von technischen Geräten und
Motoren sowie Wasserbomben, die neben dem Boot explodieren, machen Das Boot
zu einem beunruhigenden Erlebnis. Zum Erfolg tragen natürlich nicht
zuletzt die hervorragenden Leistungen aller Darsteller bei, von Prochnow über
Wennemann und Grönemeyer bis zu den Schauspielern in kleineren Nebenrollen.

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Neu im September 2006: Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96.
Buch aus dem Henschel Verlag, September 2006, 224 Seiten, ca. 200 Farb- und s/w-Abbildungen.
Katalog zu den Ausstellungen im Deutschen Filminstitut/Deutschen Filmmuseum,
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