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Die Auslöschung ist bei Arnulf Rainer ein Akt
permanenter Verbesserung. Seit den frühen 1970er Jahren arbeitet er meist mit
Fotografien, die er überarbeitet und künstlerisch paraphrasiert: Totenmasken
und Botanik, Messerschmidts Charakterköpfe und gotische
Christusbilder, Leichen und Selbstporträts.
Entgegen dem ersten Eindruck der Mannigfaltigkeit seines
Schaffens, so Brugger und Schröder, verfügt Arnulf Rainer nicht über eine
Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten, künstlerischen Darstellungs- und
Interpretationsweisen. Sein Werk habe nicht mit dem "Kontinent
Picasso" und der gleichzeitigen Verfügbarkeit unterschiedlicher
Ausdrucks- und Darstellungsmodi zu tun. "Vielmehr unterliegt das
scheinbar widersprüchlich Vielgestaltige einem homogenen System, einer
einheitlichen und in sich kohärenten Vorstellung dessen, was Kunst zu sagen
und wovon sie zu schweigen hat."
Katalog: Arnulf Rainer. Gegen.Bilder. Retrospektive zum 70. Geburtstag.
Gebundene Ausgabe, Kunstforum Wien und Edition Minerva, Wolfratshausen, 2000,
252 S. Mit Essays zu Rainer als Existenzialist der Spätmoderne, zur Funktion
der Rhetorik in seinem Frühwerk, einer Analyse seiner Übermalungen sowie
einer Annäherung an den Mystiker Arnulf Rainer. Bestellen
bei Amazon.de. Für den Website des Museums, Kunstforum Wien: Links.
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Arnulf Rainer: Cadaveri, 1980.
Foto: Katalog.
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