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George Benson
Biographie, CD-Kritiken und Konzert am Montreux Jazz Festival
George Benson sheet music / Musiknoten
Artikel vom August 2000
 
George Benson wurde 1943 in Pittsburgh, PA, geboren. Im Alter von acht Jahren begann er in einem lokalen Nachtklub zu singen. Sein Stiefvater, Thomas Collier, lernte ihm das Spiel auf der Ukulele und schenkte ihm später eine Gitarre. Zu seinen frühen musikalischen Einflüssen gehörten Charlie Christian und Wes Montgomery. Doch als Teenager spielte George Benson in einer Rock 'n' Roll Band, ehe er zum Jazz zurückkehrte. Von 1962 bis 1965 war er an der Seite von Jack McDuff, in dessen Band er rockigen Blues spielte. 1964 veröffentlichte George Benson sein erstes Album als Leader, das von Hard Bop und Soul inspirierte The New Boss Guitar. Weitere, von John Hammond produzierte Alben folgten 1965 und 1966.
 
Als seine Vorbilder an der Gitarre bezeichnet Benson neben Charlie Christian auch Django Reinhardt und Hank Garland. In den späten 1960er Jahren arbeitete Benson mit Miles Davis (Miles in the Sky) ebenso wie mit den Beatles, auf deren Album Abbey Road er Gitarre spielte.

1968 war ein hervorragendes Jahr für George Benson. Zu diesem Jahrgang gehören Shape Of Things To Come, ein Album der leiseren Töne, auf dem neben der Titelnummer auch Face It Boy, It's Over und Don't Let Me Lose This Dream überzeugen. Die Version des Klassikers Chattanooga Choo Choo ist keinesfalls kitschig und mit Last Train To Clarksville ist gefälliger Country and Western auf dem Album vertreten. Die Kompilation Talkin' Verve (1997) vereint ebenfalls Nummern, die 1968 aufgenommen wurden und auf den Alben Giblet Gravy und Goodies zu finden waren. Darauf sind mindestens sechs sensationelle Stücke zu finden: Thunder Walk, Song For My Father, Groovin', The Windmills of Your Mind, Giblet Gravy sowie Doobie, Doobie Blues zu finden. Ein Muss für jeden George Benson-Fan (bestellen bei Amazon.de).
 
Ebenfalls noch ohne Schmalz und Sirup ist das Album Verve Jazz Masters, Vol. 21: George Benson (1994), das Titel der Jahre 1968 und 1969 vereint. Darunter sind erneut Thunder Walk und Shape Of Things To Come, aber auch Sack O' Woe, What's New? sowie eine erfrischende Version des Klassikers Tuxedo Junction. Eine hörenswerte Kompilation mit dem George Benson, den wir lieben (CD bestellen bei Amazon.de).
 
1970 spielte der Gitarrist mit so hervorragenden Jazz-Musikern wie Stanley Turrentine, Ron Carter und Freddie Hubbard zusammen. Zu den klassischen Alben, die er damals aufnahm, gehört Beyond the Blue Horizon. Benson spielte Hard Bop mit Herbie Hancock, begleitete Tony Bennett und produzierte sich zusammen mit Quincy Jones. Daneben übte er sich in R&B, Soul und Pop. Den Höhepunkt errreichte er 1976 mit seinem Album Breezin', mit dem er den Grammy als bestes Album des Jahres gewann. Der Titelsong stieg als erste Jazz-Aufnahme bis auf #1 in den Pop Charts in Amerika und begründete Bensons Status als Superstar. Auf dem Album befindet sich auch This Masquerade von Leon Russell, dessen Erfolg auf Georges Scat-Gesang und Gitarrenspiel beruht - und ihm 1976 einen zweiten Grammy einbrachte (CD bestellen bei Amazon.de). Für Theme from Good King Bad gab es im selben Jahr noch einen dritten (als Best R&B Instrumental Performance 1976).

Auf This Masquerade folgten weitere Erfolge mit seinen Versionen von The Greatest Love of All, On Broadway, Give Me The Night und Turn Your Love Around. In den späten 1970er und den 1980er Jahren betonte George Benson den Gesang. 1990 tat er sich erneut mit dem Produzenten Li Puma zusammen und konzentrierte sich wieder mehr auf den Jazz. 1990 erhielt Benson ein Ehrendoktorat in Musik vom renommierten Berklee College of Music in Boston.


That's Right, 1996. CD bestellen bei Amazon.de
1996 erschien Bensons zu einfach gestricktes Album That's Right, das seichte, kitschige Unterhaltung bietet. Abgesehen vielleicht vom Titel Johnnie Lee' sollte man das Pop-Album gleich wieder vergessen. 1998 folgte mit Standing Together, auf dem neben R&B und Pop auch karibische Rhtyhmen (Poquito Spanish, Poquito Funk) zu hören sind, ein empfehlenswertes, ruhiges Balladen-Album, das sich wohltuend vom Plastik-Kitsch aus dem Jahr 1996 abhebt (CD bestellen bei Amazon.de).


Standing Together, 1998. CD bestellen bei Amazon.de.


Absolute Benson, 2000. CD bestellen bei Amazon.de.

George Bensons neueste CD, Absolute Benson (2000), ist im wesentlichen ein instrumental Album. Nur auf drei der neun Titel (Nummer 10 ist ein unnötiger und monotoner Remix von Nummer 2, El Barrio) singt Benson: auf seiner Version von Ray Charles' Come Back Baby, auf dem von Benson stammenden, lateinamerikanisch angehauchten El Barrio sowie auf dem Remake des Soul-Klassikers The Ghetto von Donny Hathaway. Bensons eigenständiger und unnachahmlicher Gitarrensound dominiert das Album. Absolute Benson ist keine revolutionäre CD, sondern eher eine Art Quintessenz seines rund dreissigjährigen Schaffens. Einzig der Blues Come Back Baby, von Ray Charles geschrieben, fällt ab. Das kontemplative, entspannende Album bietet angenehme Hintergrundsmusik mit einigen herausragenden Kompositionen wie Jazzenco, Deeper Than You Think, Lately und Medicine Man. Acht der zehn Titel sind hörenswert. George wird auf Absolute Benson vom Bassisten Christian McBride, der die jüngere Generation der Jazzmusiker repräsentiert, begleitet. Daneben spielen Jazz-Veteranen wie der Pianist und Keyboarder Joe Sample, ein Gründungsmitglied der Crusaders, sowie der Schlagzeuger Steve Gadd. Der Percussionist Luis Conte, die Schlagzeugerin Cindy Blackman und der Organist und Keyboarder Ricky Peterson sind weitere Begleitmusiker. Als Gaststars sind in The Ghetto und in El Barrio Carlos Henriquez, Bass, Vidal Davis, Schlagzeug, Luisito Quintero, Percussion, sowie Claudia Acuña, Lisa Fischer und India als Backgroundsängerinnen zu hören. Die zwei Titel wurden von Li Puma zusammen mit "Little" Louie Vega und Kenny "Dope" Gonzalez produziert. Richard Shade und Roy Ayers sind die männlichen Hintergrundsstimmen von The Ghetto. R&B, Blues, Soul, Latin-Jazz und Scat-Gesang, Absolute Benson bietet alles, was man sich von einer George Benson-CD wünscht (CD bestellen bei Amazon.de).


Verve Jazz Masters, Vol. 21: George Benson, 1968-69 (1994). CD bestellen bei Amazon.de.


Am 21. September 2000 hinzugefügt:
Verve hat in der Zwischenzeit auch George Bensons Giblet Gravy erneut herausgebracht. Die Platte wurde 1968 aufgenommen und gehört zu den besten des Musikers. Darauf findet sich nicht nur seine Version des Klassikers Sunny, sondern auch seine Top Hits wie der Titelsong Giblet Gravy, die geniale Ballade Walk on Bay sowie Thunder Walk, Sack of Woe, Groovin', Low Dwon and Dirty, Billie's Bouce. Anders gesagt, praktische alle der zehn Titel sind herausragend. Track 11 und 12 sind alternative takes von What's New? Dieser Titel ist zusammen mit Along Comes Mary "nur" gut und nicht genial. Warum ausgerechnet er dreimal aufs Album durfte, ist unklar. Giblet Gravy gehört in die Sammlung jedes George Benson-Fans. CD bestellen bei Amazon.de. -
George Benson sheet music / Musiknoten.



 


Hinzugefügt am 25 Februar 2012: Neu von George Benson im Oktober 2011: Guitar Man. Concord Jazz. CD bestellen bei Amazon.com oder Amazon.de. - George Benson sheet music / Musiknoten.


Hinzugefügt am 9. November 2009
George Benson's album Songs and Stories
Das Album Songs and Stories erschien im September 2009 bei Decca. Es enthält was der Titel verspricht: Zwölf Lieder und Geschichten, geschrieben von Komponisten und Geschichtenerzählern wie James Taylor, Rod Temperton, Catero Colbert, David Pach, Steve Lukather, Bill Withers, Roger Trautman, Marcus Miller, Tony Joe White, William Smokey Robinson, Lamont Dozier und anderen. George Benson bleibt seinem Schmusestil treu. Seine soulgetränkte, warme Stimme offeriert Unterhaltung und Gedanken. Mein Lieblingssong Come in from the Cold. Ein elegantes und ruhiges Album. Die CD bzw. MP3 Songs bestellen bei Amazon.com, Amazon.de oder Amazon.co.uk.


Shape of Things To Come, 1968 (1987). CD bestellen bei Amazon.de.


Talkin' Verve, 1968 (1997). Bestellen bei Amazon.de.


Breezin' (This Masquerade), 1976. CD bestellen bei Amazon.de.





George Benson am Montreux Jazz Festival, 18. Juli 2000
George Benson: voc, g
Thom Hall: kbds
Dio Sacedo: perc, voc
Michael O'Neil: g, voc
David Whitman: kbds
Michael White: dr
Stanley Banks: b
 
Von Beginn an war klar, dass George Benson keinen Verve-Jazz-Abend vorgesehen hatte. Bereits seinem Gastauftritt bei Diana Krall, die vor ihm im Auditorium Stravinsky aufgetreten war, hatte er den Stempel seines unnachahmlichen R&B-Stils aufgedrückt. Sein Konzert begann er mit der Seal/Dubin-Nummer Standing Together, die er auf seinem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1998 eingespielt hat. Erst in den darauffolgenden Instrumentals Collaboration und Stevie Wonders Lately griff er zur Gitarre. Es war etwas gar viel Easy-Listening zu Beginn, geradezu ein Schock im Vergleich mit den künstlerischen Höhen, die Diana Krall zuvor erreicht hatte, doch die Mehrzahl des Publikums war für George Benson gekommen und goutierte voll und ganz sein Tun auf der Bühne. Spätestens als er seinen von Bobby Womack geschriebenen Superhit Breezin' darbot und mit einem Solo-Scat beendete, konnte er allerdings auch die Kritiker auf seine Seite ziehen. Der Sound war zwar noch immer eine Spur zu laut, und bei einigen der doch gestandenen Musiker fragte man sich, ob sie unplugged bestehen würden, doch das soulige Turn Your Love Around gefiel trotzdem, nicht zuletzt wegen Bensons Qualitäten als Live-Performer.
 
In Somewhere Beyond The Sea von Charles Trenet bot George Benson gefälligen, ja mitreissenden, swingenden Jazz-Pop. Darauf folgte die soulige Ballade In Your Eyes. Je länger, je klarer wurde das Faktum, dass Benson es versteht, ein Programm zusammenzustellen. Aus seinem neuen Album spielte er The Ghetto und El Barrio in einem Medley. Auf funkige Töne folgte die in der Interpretation von Ray Charles weltberühmte Ballade Giorgia On My Mind. Bensons Gesang überzeugte, doch der von der Band erzeugte Sound war eine Spur zu billig, wie auch im nachfolgenden Rock 'n' Roll Little Sweet Sixteen von Chuck Berry.
 
In Deeper Than You Think beeindruckte, neben Bensons wie immer dominierenden Gitarrenspiel, die Keyboard-Einlage. Das Konzert wurde immer besser und nun folgte, geschickt platziert, Bensons Megahit Masquerade, bei dem neben dem Scat-Gesang des Leaders erneut der Keyboarder herausragte. Das Publikum stand und war völlig aus dem Häuschen, als er Give Me The Night folgen liess. Als Zugaben spielte die Band Never Give Up On A Good Thing, The Greatest Love Of All sowie Tempertons funkiges On Broadway. George Benson bewies einmal mehr, dass er ein Stimmungsmacher erster Güte ist, der es versteht, das Publikum mitzureissen.

Die von George Benson bis 2000 gewonnen Grammies:
- This Masquerade, Record of the Year, 1976
- Breezin', Best Pop Instrumental Performance, 1976
- Theme from Good King Bad, Best R&B Instrumental Performance, 1976
- On Broadway, Best R&B Vocal Performance, Male, 1978
- Give Me The Night, Best R&B Vocal Performance, Male, 1980
- Off Broadway, Best R&B Instrumental Performance, 1980
- Moody's Mood, Best Jazz Vocal Performance, 1980
- Being With You, Best Pop Instrumental Performance, 1983
 

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