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Die James Bond Story
Die Geschichte von Agent 007 auf DVD



Hinzugefügt am 7. Januar 2007
Der Schreibende hat Casino Royale im November gesehen. Sicher ist noch einiges verbesserungswürdig und die blauen Augen und die Haarfarbe von Daniel Craig sind gewöhnungsbedürftig, doch Casino Royale ist besser als die letzten Bond-Filme, die fast schon reines product placement mit dünnen, dürftigen Storys waren. Daniel Craig ist tatsächlich der männlichste Bond seit Sean Connery. Der beste Bond-Ersatz wäre allerdings Toby Stephens gewesen, der 2002 in Stirb an einem anderen Tag in der Rolle von Gustav Graves als Gegenspieler und Bond-Karikatur Pierce Brosnan an die Wand spielte.
 
Artikel vom November 2000
Die DVD The James Bond Story erzählt die Geschichte des berühmtesten Film-Geheimagenten. Sean Connery als James Bond begründete 1962 in Dr. No den Mythos. In den 1960er Jahren war Bond unwiderstehlich. Nicht umsonst gilt der Schotte noch heute als das männliche Sex-Symbol schlechthin. Der australische Dressman George Lazenby, der 1969 die Rolle übernahm, hatte nicht die Persönlichkeit, um ein Star zu werden. Gleichzeitig hatte er das Pech, dass sein einziger Film, Im Geheimdienst Ihrer Majestät, ein untypischer Bond war. Er war nicht der Held eines Märchens für Erwachsene, sondern ein Mensch mit Gefühlen, der die Frau seines Lebens verliert. Ein völlig unterschätzter Film, aber eben kein "Bond", was sein Scheitern erklärt. Roger Moore dagegen verkörperte in den 1970er Jahren eine leichtere Version des Agenten mit der Lizenz zum Töten. Die Filme wurden zu einer Art sophisticated comedy, was in späteren Jahren auch nötig war, denn Roger Moore verkörperte Bond bis zu seinem 57. Altersjahr. In der Mitte der 1980er Jahre übernahm der 40jährige Timothy Dalton den Part. In seinen zwei Filmen versuchte er dem Charakter von Bond wieder etwas mehr Seriosität und Verletzlichkeit zu verleihen. Seit den 1990er Jahren ist Pierce Brosnan im Dienste seiner Majestät unterwegs. Zu Beginn war er ein eher dünnes Bürschchen, das die Anzüge nur dürftig ausfühlte. Nach jahrelangem Krafttraining hat sich das unterdessen geändert. Allen Darstellern ist gemeinsam, das sie Rollen ausfüllen, die strahlender und intensiver als im realen Leben sind. Eleganz, sophistication, Männlichkeit und Gefährlichkeit verbinden sie mit einem ausgeprägten Sinn für Humor.
 
Die DVD The James Bond Story fasst zusammen, was wir über den Bond-Charakter wissen: Seine Mutter war Schweizerin, sein Vater ein Engländer. Sie wurden durch eine Lawine getötet, als Bond elf Jahre alt war. Er wurde aus Eton geworfen und ging danach an die ehemalige Schule seines Vaters, danach ins Militär, wo ihn der British Secret Service von der Royal Navy rekrutierte - das erfährt der Zuschauer in The Spy Who Loved Me, 1977 - und ihm die Lizenz zu Töten erteilt.
 
Die Bond-Filme verdanken viel von ihrer Popularität den Spezialeffekten und Stunts, die natürlich nicht von den berühmten Schauspielerin ausgeführt wurden und werden. In To Live And Let Die springt ein Stuntman über die Rücken mehrerer richtiger Krokodile, was einem beim einmaligen Hinsehen gar nicht bewusst wird. Was die Spezialeffekte anbelangt, so wurde die Sache teilweise übertrieben und in Moonraker geradezu ins Lächerliche getrieben.
 
Den Kultstatus verdanken die Filme auch dem Umstand, das Bond nie politisch korrekt war. Er übt Gewalt aus und tötet kaltblütig im Namen des Vaterlands, für das er auch mit Frauen schläft, sich also quasi prostituiert, was allerdings nur wenigen auffällt, da er ein Mann ist. Daneben hat Bond unzählige nicht professionell bedingte Affären. Niemand käme wohl auf die Idee, ihm seine Frau anzuvertrauen. Ebenfalls nicht politisch korrekt ist seine Misogynie. Bond ist zudem mondän und extravagant.
 
Der Autor Ian Fleming arbeitete während des Zweiten Weltkriegs für den Nachrichtendienst der Marine. Er war kein Spion und noch weniger eine Art "Bond". Auf der Suche nach einem einfachen, flat name, stiess er auf den Autor des Romans Birds of the West Indies, James Bond. Sein Roman ist sehr British Raj. Daher übernahm Ian Fleming Eigenschaften für seinen Protagonisten, der sich durch die berühmte steife Oberlippe und den britischen Humor auszeichnet. Bond ist ein Archetyp, der Fremde, der in Länder reist, dort Probleme löst und danach wieder fortgeht. Er ist ein Held, der ohne Gefühle arbeitet - Lazenby wurde die Abkehr von dieser Regel nicht verziehen. The James Bond Story ist eine informative DVD, von Miranda Richardson erzählt, die dem Mythos auf den Grund geht. Bestellen bei Amazon.de. Siehe auch den Artikel zu Sean Connery.

29.11.2002: Neue Bücher zu James Bond: James Bond. Die Legende von 007. Scherz Verlag, 2002. Bildband mit 320 Seiten. Bestellen bei Amazon.de. Michael Petzel, Manfred Hobsch: Die Akte James Bond. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2002, 400 S. Mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen von den Dreharbeiten. Bestellen bei Amazon.de.


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