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Good Will Hunting (1997)
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Biografie, Biographie und Filmographie von Matt Damon
Regisseur: Gus Van Sant
Matt Damon als Will Hunting
Ben Affleck als Chuckie
Robin Williams als Sean McGuire
Minnie Driver als Skylar 
Stellan Skarsgard als Gerald Lambeau
Casey Affleck als Morgan
 

Cosmopolis Nr. 21, Artikel vom Dezember 2000
Der Regisseur von Good Will Hunting (1997), Gus Van Sant, hatte zuvor Filme wie 1991 My Private Idaho, 1993 Cowgirl Blues  und 1995 To Die For gedreht. Für Good Will Hunting erhielt er 1998 eine Oscar-Nomination als bester Regisseur - dieser Preis ging jedoch an James Cameron für Titanic. Insgesamt erhielt Good Will Hunting neun Oscar-Nominationen, mit denen schlussendlich zwei goldene Statuen gewonnen werden konnten (bestes Drehbuch für Damon und Affleck, bester Nebendarsteller für Robin Williams). Der Film spielte über $138 Millionen ein.
 
Der Titel des Films, Good Will Hunting, spielt auf die Jagd nach "gutem Willen" an, den es braucht, um aus dem brillanten, aber psychisch gestörten Jungen Will Hunting (Matt Damon), der vom Vater als Kind misshandelt worden war, einen Mann werden zu lassen, der mit anderen Menschen normale Beziehungen pflegen kann.
 
Will Hunting arbeitet als Hausmeister am Boston College, wo er die Flure reinigt und dabei mit Leichtigkeit die mathematischen Aufgaben löst, die Professor Gerald Lambeau (vom wie immer herausragenden Schweden Stellan Skarsgard gespielt) seinen Schülern vorlegt. Prof. Lambeau gewann einst die Fields-Medaille, den "Nobelpreis" für Mathematik, der nur alle vier Jahre vergeben wird. Eines Tages verspricht er dem Studenten, der eine besonders knifflige Sache lösen kann, einen Platz am M.I.T. Will findet die Antwort über Nacht. Lambeau erkennt Wills Talent und versucht, ihm zu helfen. Als der junge Mann nach einer Schlägerei im Knast landet, schafft es Lambeau, in rauszuholen, unter der Bedingung, dass Will sich einer Therapie unterzieht und sich wöchentlich mit dem Mathematikprofessor trifft. Der Junge hat wohl seine letzte Chance, einer traurigen Zukunft zu entgehen, denn bereits 1993, 1994 und 1995 war er gewalttätig geworden, hatte Diebstähle und Überfälle zu verantworten.
 
Nach verschiedenen Fehlschlägen erinnert sich Lambeau an Sean McGuire
(Robin Williams), den er aus seiner Jugend kennt. Der Psychologe ist ein halber Aussteiger, der es nach anfänglichen Problemen schafft, zu Wills Innerem vorzudringen und ihm zu helfen. Auch McGuire erkennt die Fähigkeiten von Will, der aus einem Bild, das der Therapeut gemalt hat, dessen gesamte Lebensgeschichte herauslesen kann - McGuire war nach dem Tod seiner Frau sechs Jahre lang krank, zwei davon schwer. Der Durchbruch kommt, als McGuire Will erzählt, dass ihn sein Vater einst ebenfalls regelmässig geschlagen hat. Da öffnet sich Will dem Therapeuten, den er nun als Freund erkennt, der ihm helfen will, und lässt sich umarmen.
 
Die Romanze von Will mit Skylar (Minnie Driver) bleibt blass, ebenso die Beziehung von Will zu seinen drei Freunden, zu denen Chuckie (Ben Affleck) gehört - Chuckie drängt Will, die Arbeit auf der Baustelle aufzugeben und seine Talente zu nutzen. Trotzdem einiger Schwächen, für ein Debüt-Drehbuch ist Good Will Hunting nicht schlecht. Hier und dort wirkt es etwas handgestrickt, unausgereift und zu sehr auf emotionale Effekte ausgerichtet, doch verglichen mit den oft hanebüchenen Storys, die uns Hollywood präsentiert, ist die Geschichte durchaus sehenswert.
 
Übrigens: In Good Will Hunting erwähnt Will Hunting (Matt Damon) das Buch A People's History of the United States, von Howard Zinn, der im richtigen Leben Matts Nachbar bei seinen Eltern in Cambridge, Massachusetts ist.
 
Robin Williams bis ins Jahr 2000: Er gewann den Oscar als Best Supporting Actor 1998 für seine Rolle als Sean McGuire in Good Will Hunting. Zu seinen weiteren Filmen gehören Popeye (1980), Good Morning Vietnam (1987), Dead Poets Society (1989), Mrs. Doubtfire (1993), Birdcage (1996) und Patch Adams (1998). Minnie Driver spielte 1995 im James Bond Goldeneye, 1996 in Sleepers, 1998 in Hard Rain, 1999 in Ein perfekter Ehemann sowie in South Park: Der Film. In Ben Afflecks Filmographie gehören 1995 Mallrats, 1996 Glory Daze, 1997 Chasing Amy, 1998 Phantoms sowie Argageddon, 1998 Shakespeare in Love, 1999 Eine Nacht in New York, Auf die stürmische Art sowie Dogma. Im Jahr 2000 kam Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum mit Ben Affleck in die Kinos. - Filme von Robin Williams auf DVD bei Amazon.de.


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Biografie bis 2000: Matt Damon wurde 1970 als Matthew Paige Damon in Cambridge, Massachusetts geboren. Sein Vater kennt war ein pensionierter Investment Banker, seine Mutter eine Professorin für Education am Lesley College. Er hat einen Bruder, Kyle. Matt ging auf die Cambridge Rindge & Latin School. Auf der Schule spielte Matt Theater in der Klasse von Gerry Specca. Mit zehn Jahren traf Matt auf Ben Affleck, der ganz in der Nähe wohnte, und zu seinem besten Freund wurde.
 
Von 1988 ging Matt an die Harvard University. Dort sollte er für die Englischstunden ein Drehbuch schreiben, das er für die Schule nie fertig brachte, aus dem jedoch die Geschichte wurde, mit der er 1998 den Academy Award for Best Original Screenplay gewann. Nach drei Jahren in Harvard, das keine bekannte Filmschule hat, entschied sich Matt dafür, voll auf die Karriere als Schauspieler zu setzen. Bereits 1988 spielte er im Film Mystic Pizza mit.
 
Eine erste richtige Chance kriegte er in Courage Under Fire, mit Denzel Washington und Meg Ryan als Stars. In ihrem Schatten wurde seine Leistung als Drogenabhängiger nicht wahrgenommen, weshalb er frustriert war und fast seine aufs Weitermachen verzichtet hätte. Er kriegte keine guten Rollen offeriert, weshalb er sich an sein angefangenes Drehbuch aus Harvard erinnerte. Im März 1993 zeigte er Ben Affleck sein Roh-Manuskript von 40 Seiten, und die zwei entschieden sich, daraus ein Drehbuch zu machen. Einen Star wie Robin Williams für das Skript zu überzeugen war essentiell, um als Newcomers den Film drehen zu können. Good Will Hunting kam an Weihnachten 1997 in die Kinos und wurde zu einem Überraschungserfolg.
 
Nominationen folgten für Golden Globes, Screen Actors Guild Awards und Oscars. Matt Damon und Ben Affleck gewannen den Oscar für das beste Drehbuch sowie einen Golden Globe, ebenfalls für das beste Drehbuch. Matt wurde zudem in der Kategorie bester Schauspieler für einen Oscar nominiert. Von da an konnte sich Matt nicht mehr über fehlende Angebote beklagen. Dogma, The Talented Mr. Ripley und Spielbergs Saving Private Ryan sind wohl seine bekanntesten Filme.

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Matt Damons Filmographie bis 2000
 
- Mystic Pizza (1988)
- The Good Mother (1988); Rolle als "Extra" (im Abspann nicht erwähnt) 
- Rising Son (1990), TV
- School Ties (1992)
- Geronimo: An American Legend (1993); in der Rolle von Lt. Britton Davis 
- The Good Old Boys (1995), TV; in der Rolle von Cotton Calloway 
- Courage Under Fire (1996)
- Glory Daze (1996)
- Chasing Amy (1997)
- The Rainmaker (1997) 
- Good Will Hunting (1997); in der Rolle von Will Hunting
- "Rounders": Hotel & Casino (1998)
- Saving Private Ryan (1998); in Spielbergs Film in der Rolle von Private James Ryan 
- Dogma (1999)
- Training Day (1999)
- The Talented Mr. Ripley (1999); in der Rolle von Tom Ripley
- Planet Ice (1999); Matt Damon lieh Cale seine Stimme
- All the Pretty Horses (1999); in der Rolle von John Grady Cole