Paul Simon
Biographie, Biografie,
Diskographie, CDs
Artikel vom 26.
Februar 2001
Paul Simon wurde 1941 in Newark, New Jersey, geboren. Er stammt aus einer
jüdisch-ungarischen Familie. Sein Vater war Bassist. Er war Radiomusiker
und spielte in Fernsehshows in den Orchestern von Arthur Godfrey und
Jackie Gleason. Pauls Mutter war Musiklehrerin.
1955 schrieb Paul Simon seinen erstes Lied, The
Girls For Me. Ein Jahr später nahm er seine erste Solosingle auf, True
Or False. In frühen Jahren wurden er und Art Garfunkel Freunde. Im Dezember
1957 hatten die zwei als Tom and Jerry einen US#54-Song mit Hey! Schoolgirl.
Danach trennten sich ihre Wege für einige Zeit.
Zwischen 1958 und 1963 nahm Paul Anna
Belle, Play Me A Sad Song und The Lone Teen Ranger unter
dem Namen Jerry Landis auf. Zudem arbeitete er mit Tico & The Triumphs
an Motorcycle. Simon komponierte und produzierte auch für Ritchie Cordell, Fashions und Dotty
Daniels. Daneben trat er in Gerde's Folk City Club in New York auf.
Ende 1963 trat er erstmals mit Art als Simon &
Garfunkel auf. 1964 gab Paul das Studium der Jurisprudenz auf und nahm,
erneut als Jerry Landis, He Was My
Brother auf. Mitte der 1960er Jahre etablierten sich Simon & Garfunkel
mit ihrem unverwechselbaren, süss-melancholischen Sound. Sie blieben bis
Februar 1970 zusammen und waren das erfolgreichste Pop Duo jener Zeit.
Zu ihren Hits gehörten die Alben Bookends
(US#1, UK#1, D#40), der Soundtrack zum Film The Graduate
(US#1) mit Dustin Hoffman sowie die dazugehörige Single Mrs. Robinson (US#1,
UK#19, D#39). Ihr grösster Erfolg wurde Bridge Over Troubled Water (US#1,
UK#1, D#1). Auch die Auskloppungen dieses Albums gehören zu den
Meilensteinen ihrer Karriere: der Titelsong Bridge Over Troubled Water (US#1, UK#1,
D#3),
The Boxer (US#3, UK#3, D#19), El Condor
Pasa (US#13, D#1) sowie Cecilia (US#1, D#2). Das Album Bridge Over Troubled Water
gewann mehrere Grammies. 1990 schliesslich wurden Simon & Garfunkel in
die Rock 'n' Roll Hall of Fame aufgenommen.
1970 ging Paul Simon erneut eigene Wege und
lehrte Komposition und Aufnahmetechniken an der New York University. Im
August nahm er am Concert for
Peace in New Yorks Shea Stadium teil und begann kurz darauf mit der Arbeit
an seinem Hitalbum Paul Simon (US#4, UK#1, D#39), das im Februar
1972 auf den Markt kam. Zu den Gastmusikern, die bei der Aufnahme mit von
der Partie waren, gehörten Stephane Grappelli, Ron Carter und Airto
Moreira. Auch die Single-Auskopplungen hielten sich gut in den Hitparaden.
1973 erschien Pauls Album There
Goes Rhymin' Simon (US#2, UK#4). Die Singles Kodachrome (US#1),
Loves Me Like A Rock (US#3) und Take Me To The Mardi Gras
(UK#8) waren ebenfalls erfolgreich. Auf der Promotionstournee spielte Paul
mit einem Gospelchor und einer peruanischen Volksmusikgruppe. Die Frucht
dieser Zusammenarbeit war das Live-Album Live Rhymin' (US#23), das
im März 1974 erschien.
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Paul Simon:
You're The One.
Oktober 2000, Warner.
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Paul Simons Album von Ende 2000, You're The
One, beginnt mit zwei Balladen, That's Where I Belong und Darling
Lorraine, die in einem weinerlich-sentimentalen Ton gehalten sind, der an
seine Zeit mit Art Garfunkel erinnert. Die CD ist homogen, doch die
nachfolgenden Stücke sind besser, da Paul Simon hier nicht mehr seine hohe,
nervende, weil immergleich-jammernde Stimme einsetzt. Die in
"normaler" Tonlage gesungen Balladen gewinnen dadurch viel an
Charme. The Teacher, Love und besonders Pigs, Sheep and Wolves
überzeugen. Auch das lebhaftere Hurricane Eye ist hörenswert. You're
The One ist ein Album für ruhigere Momente und Leute, die hinhören
können.

Paul Simon: 1964-1993.
3 CDs. September 1993, Warner. Bestellen bei Amazon.com,
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Für Still Crazy After All
These Years (US#2, UK#5) erhielt Paul 1976 zwei Grammies. Bei diesem
Album arbeitete er mit Jazzmusikern wie Michael Brecker, Steve Gadd und David Sandburn
zusammen. Die Platte enthielt zudem den ersten Song in fünf Jahren, den er
zusammen mit Art Garfunkel aufnahm, My Little Town.
1978 erschienen Pauls Greatest Hits
(US#22, UK#6), wofür er zwei neue Lieder schrieb, Slip Slidin' Away
(US#11) sowie Stranded Limousine. 1977 spielte Simon in
Woody Allens Film Annie Hall eine kleine Rolle. Er schrieb auch das
Drehbuch, übernahm die Hauptrolle und komponierte die Musik für den Film
One Trick Pony
(US#14, UK#17). Die Single des Soundtracks, Late In The Evening,
schaffte es in den USA auf #9 der Hitparade.
Anfang 1983 nahm Simon mit Randy Newman das
Duett The Blues auf. Im August jenen Jahres heiratete er zum
zweiten Mal. Seine Frau wurde die Schauspielerin und langjährige Freundin
Carrie Fisher. Ebenfalls 1983 brachte Paul das Album Hearts And
Bones (US#35, UK#20) auf den Markt.
1985 nahm er am Projekt USA for Africa
teil, das die Single We Are The World aufnahm. 1986 erschien sein Album Graceland (US#3,
UK#1, D#3), das erfolgreich eine Brücke zwischen amerikanischem Pop und
afrikanischer Musik zu bilden versuchte. Die Auskopplungen waren ebenfalls
erfolgreich. Mit Graceland attackierte Paul offen das
Apartheid-Regime Südafrikas.
1990 setzte sich Simon erneut mit
ethnischer Musik auseinander. Südamerikanische Trommler spielten auf
seinem Album The Rhythm Of The
Saints (US#4, UK#1, D#11) die zentrale Rolle. Paul schrieb auch ein Broadway-Musical, The
Capeman. Als Gaststar trat Annie Lennox auf und interpretierte den
Song Something So
Right. Das 1997-Album Songs From The Capeman beruhte
weitgehend auf dem Musical. Für Simons neuestes Album, You're The One,
siehe den Artikel oben neben dem Cover.
Dieser Artikel basiert weitgehend auf Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusik Lexikon,
Fischer, 1999.
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