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Marilyn Manson
Biographie, Biografie, CD Holy Wood

Artikel vom 11. März 2001
 
Marilyn Manson ist vor allem ein visuell begnadeter Selbstdarsteller. Seine Platten sind musikalisch und von den Texten her über dem Durchschnitt, ohne jedoch zu begeistern. Sein neuestes Album, Holy Wood, wird nicht in die Musikgeschichte eingehen. Mehr denn je sind seine auf Schock gestylten Videos der beste Teil von Marilyn Manson.
 
Holy Wood vom November 2000 ist als letzter Teil der 1996 mit Antichrist Superstar begonnenen und 1998 mit Mechanical Animal fortgesetzten Trilogie gedacht. Doch das Album ist eigenständig. Live kann Manson noch nicht halten, was seine Videos versprechen. Doch er hat sich kontinuierlich verbessert. Natürlich sind Texte und Aussehen weitgehend gezielt marktfördernde Provokation, doch Marilyn Manson ist mehr als nur ein "Alice Cooper für Arme", wie ihn einige Kritiker bezeichnet haben.
 
Marilyn Manson wurde 1969 als Brian Hugh Warner in Canton, Ohio, geboren. Sein Vater verkaufte Möbel, seine Mutter war Krankenschwester. Mit 18 zog er nach Tampa Bay, Florida, wo er als Musikjournalist arbeitete. 1989 freundete er sich mit dem Gitarristen Scott Mitchell (alias Daisy Berkowitz) an. Zusammen gründeten sie Ende 1989 die Band Marilyn Manson and the Spooky Kids. Brian Warner nahm den Vornamen vom Sex-Symbol Marilyn Monroe sowie den Nachnamen vom Massenmörder (der 1960er Jahre) Charles Manson an - diese Kombination von Vor- und Nachnahmen galt für alle Bandmitglieder.
 
Zsa-Zsa Speck (Keyboard) und Olivia Newton Bundy (Bass) stiessen kurz nach der Gründung zur Gruppe, wurden jedoch rasch von Gidget Gein (Bass) und Madonna Wayne Gacy (Keyboard) ersetzt. Im Sommer 1990 wurde die bis dahin eingesetzte Schlagzeugmaschine durch einen Musiker, Sara Lee Lucas, ersetzt. Am 1. August 1992 (zufälligerweise der Schweizer Nationalfeiertag) kürzte die Band ihren Namen zu Marilyn Manson. 1993 erhielt die Gruppe von Nothing Records von Trent Reznor von den Nine Inch Nails einen Vertrag. Gidget Gein wurde wegen seiner Heroinsucht Ende 1993 durch Twiggy Ramirez ersetzt. 1994 erschien das Debütalbum Portrait Of An American Family. Bald verliess Sara Lee Lucas die Band und wurde durch den Schlagzeuger Ginger Fish ersetzt. Nach einer längeren Tour und einigen Singles erschien 1995 Smells Like Children.
  
1996 kam das dritte Album, Antichrist Superstar, auf den Markt, das gleich auf  #3 in den Charts einstieg. Die Single The Beautiful People schaffte es in den Billboard Album Charts bis auf #3. Berkowitz verliess im Juni die Band und wurde durch Zim Zum ersetzt. Eine Welttournee folgte.
 
Marilyn Mansons Autobiographie The Long Hard Road Out Of Hell erschien 1998 (bestellen bei Amazon.de oder Amazon.com). Die Schauspielerin Rose McGowan wurde Manson Freundin (von der er sich scheinbar Anfang 2001 getrennt hat). Sie lebten zusammen in einem Haus in den Hollywood Hills. 1998 erschien das zweite Album der mit Antichrist Superstar begonnen Trilogie: Mechanical Animals. Während der Aufnahme war Zim Zum durch Johnnie 5 ersetzt worden. Mechanical Animals verkaufte sich bis heute millionenfach. 1999 kam das Live-Album The Last Tour On Earth heraus.
 
Marilyn Mansons neues Album Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death) ist eine Spur zu clever gemacht - weshalb es kein kommerzieller Erfolg wurde. Obwohl der Künstler von der religiösen und konservativen Rechten als Teufel gegeisselt wurde und wird - was natürlich seine Bekanntheit und Anziehung bei einem Teil des jungen Publikums nur noch steigerte - ist das neue Album musikalisch fast tauglich für den Mainstream. Es ist ein Mix von Shocker-Rock und Pop. Die Einflüsse reichen bei Marilyn Manson von Alice Cooper, KISS und Black Sabbath über David Bowie und Iggy Pop bis zu den Beatles und Blur. Die in Holy Wood behandelten Themen umfassen eine nihilistische Endzeitstimmung, sexuelle Abartigkeiten, Drogen, Frust der Jugend und Religionskritik - der Gründer der das Christentum ablehnenden Church of Satan, der unterdessen verstorbene Anton LaVey, verlieh Mitte der 1990er Marilyn Manson, der einst auf eine katholische Privatschule gegangen war, den Titel eines "Reverend".
 
Hinter Marilyn Manson steht - wie hinter Madonna und vielen anderen Künstlern - ein ausgeklügeltes Marketing-Konzept. Doch seine Texte enthalten auch Autobiographisches. Verletzungen aus der Kindheit und den Teenagertagen sprechen aus ihnen. Als reinen Kommerz kann man den Künstler nicht abtun. Seine Musik und Texte sind zu intelligent, ob sie einem gefallen oder nicht. Ohne Gruppen wie Marilyn Manson wäre die Szene der populären Musik noch ärmer und eintöniger.


Marilyn Manson, 2005. Foto © Copyright Universal.






Marilyn Manson. Foto © Copyright Universal.


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Marilyn Manson: Holy Wood. CD, November 2000, Interscope/Universal. Bestellen bei
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Marilyn Manson. Photos © Copyright Universal.
 

Marilyn Manson. Fotos © Copyright Universal.


Marilyn Manson, Pressefoto. Photo © Copyright Universal.

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