Tomb Raider
Angelina Jolie als Lara Croft
Fotos von Tomb Raider und Filmkritik.
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Schweiz.
Soundtrack: Elektra/Warner, 2001,
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Artikel vom 25. Juni 2001
Lara Croft - Tomb Raider - Filmkritik
Regie: Simon West. Besetzung: Angelina Jolie (Lara Croft), Jon Voight
(Lord Croft), Iain Glen (Manfred Powell), Noah Taylor (Bryce), Daniel Craig
(Alex West).
Lara Croft ist die weibliche
Antwort auf Indiana Jones und James Bond. Es handelt sich also nicht um einen
subtilen Streifen für ein intellektuelles Publikum, sondern um Action von
Anfang bis Ende. Als erfolgreichster Film, der auf einem Videospiel beruht,
wird Lara Croft - Tomb Raider in die Filmgeschichte eingehen. Mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist dies der Auftakt zu einer Reihe
von Filmen mit Angelina Jolie als Lara Croft.
Der 1961 in England geborene Regisseur
Simon West hat
schon einiges in seiner Karriere verbrochen, so den unsäglichen Megaerfolg Con
Air mit Nicolas Cage, John Cusack und John Malkovich sowie den
Militärthriller Wehrlos - Die Tochter des Generals mit John Travolta
und Madeleine Stowe. Zuvor war er als Werbefilmer bekannt und gefragt. Simon
West versteht es also, ein Produkt an den Mann zu bringen.
Für Lara Croft - Tomb Raider war also
das Schlimmste zu
erwarten. Natürlich ist es kein anspruchsvoller Film geworden, doch für den Mix
aus Action, Cyberaction, Indiana Jones und James Bond war Simon West gerade der richtige
Mann. Vor allem aber scheint die Rolle von Lara Croft der attraktiven Angelina Jolie
auf den Leib geschrieben zu sein.
Man muss nicht das von Core Design für
Eidos Interactive
entwickelte Videospiel kennen, um den Film zu sehen. Die digitalen Effekte
dominieren nicht den Film und wirken zudem weitgehend überzeugend. Tomb
Raider ist kein lächerliches Videospiel mit Schauspielern geworden.
Angelina Jolie veranstaltet auch keine künstlichen Kampfshows, sondern wenn
sie zuschlägt, dann bewusst knallhart, wirklichkeitsnah und daher
überzeugend.
Der Zuschauer erfährt, dass Lara die
Tochter
des Archäologen Lord Croft ist, der am 15. Mai 1985 auf mysteriöse Weise
gestorben ist. Lara stammt also aus bestem Haus, besuchte die feinsten Schulen
(darunter ein Internat in der Schweiz) und kennt keine finanziellen Probleme,
doch das Schicksal ihres Vaters hat sie traumatisiert. Einen Flugzeugabsturz auf
dem Rückflug vom Himalaja hat sie als Einzige überlebt. Als Schatzjägerin (Tomb
Raider) ist sie unterwegs, doch nicht, um damit Geld zu verdienen. Als
Photojournalistin - ihr offizieller Beruft - hat sie bereits mehrere Pulitzer-Preise
gewonnen. Sie lebt in einem monumentalen Landhaus in Surrey (Drehort war das
1655 errichtete Hatfield House).
Der Film beginnt mit einer Actionszene, in der
Lara Croft gegen eine riesige, insektenähnliche Maschine, die aus der Zukunft
zu kommen scheint, um ihr Leben kämpft. Erst am Ende der Sequenz wird klar,
dass dies zum Training der Schatzjägerin gehört, die sich so in Form hält.
Der tüftelnde Computerfreak Bryce (Noah Taylor) hat die Kampfmaschine für
Lara gebaut.
In der Nacht wird Lara durch eine
geheimnisvolle Uhr geweckt, die in dem Moment zu Ticken beginnt, als sich die
ersten Planeten für eine kommende Sonnefinsternis in einer linearen
Konstellation aufreihen. Lara entschlüsselt von ihrem Vater hinterlassene
Hinweise und erfährt, dass sie den ersten Stein zu einer ungeheuren Macht in
der Hand hält.
Vor Tausenden von Jahren war ein Himmelskörper
auf der Erde gelandet, der eine Substanz enthielt, die von Menschen zu einem
allsehenden Auge geformt wurde, das überirdische Macht verlieh. Der damalige
Priester erkannte die Gefahr und liess das "Triangle of Light", das
dreieckige Auge des Lichts, teilen und die Bruchstücke an geheimen Orten
verstecken. Doch einmal zusammengesetzt kann es alle 5000 Jahre, bei der
totalen Sonnenfinsternis, die nun erneut bevorsteht, zusammengesetzt werden
und seine Macht erneut entfalten.
Für Lara Croft beginnt das Rennen um die
Bruchstücke, an dem sich auch Manfred Powell (Iain Glen) sowie Alex Mars
(Daniel Marrs) beteiligen. Powell ist ein Anwalt und angeblicher Experte für
antike Artefakte. Einst war er scheinbar ein Freund von Laras Vater. Doch bald
stellt sich heraus, dass Powell ein Mitglied der venezianischen
Geheimgesellschaft der "Illuminati", der Erleuchteten, ist, die
nichts Gutes im Schilde führen.
Das "Dreieck des Lichts" erlaubt es,
die Zeit zurückzudrehen. Lara erhofft sich, nicht nur die Welt zu retten,
sondern auch ihren Vater wiederzusehen. Da Angelina Jolies leiblicher Vater,
Jon Voight, die Rolle von Lord Croft spielt, erhält der Film eine spezielle
Note. Angelinas Eltern trennten sich, als sie noch klein war. Mit ihrem Vater
verstand sie sich danach scheinbar jahrelang nicht sehr gut. Wie es im Film
ausgeht, sei hier natürlich nicht verraten.
Zu den Höhepunkten von Tomb Raider
gehört die Szene, in der Lara Croft zu einem Bachkonzert in der riesigen
"dining hall" ihres Landhauses an Bungee-Seilen ballettähnliche,
poetische Übungen macht - die Szenen drehte Angelina Jolie ohne Double.
Plötzlich wird sie von einem Überfallkommando, das ihren Puzzlestein des
"Triangle of Light" in Besitz bringen will, angegriffen.
Wie bereits erwähnt, bietet Tomb Raider
Spannung von Anfang bis Ende. Niemand langweilt sich, auch wenn die Geschichte
auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten ist. Schade nur, dass einem so
glänzenden Schauspieler wie Daniel Craig als Alex Marrs nicht die Chance
gegeben wurde, sein schauspielerisches Können zu zeigen. Der Film
privilegiert einseitig die Action. Der Sex-Appeal von Angelina Jolie wird
nicht voll ausgespielt - bei der Oscarverleihung 2001 war sie im weissen Hosenanzug von Dolce &
Gabbana attraktiver als alle anderen, zum Teil sehr spärlich bekleideten Schauspielerinnen.
Der Film verzichtet auf eine echte
Liebesgeschichte und kommt auch ohne (selbst nur angedeutete) Sexszenen aus -
ein Gegensatz zu James Bond. Zu Beginn sieht man nur einmal den Kopf von Lara
Croft, die eine Dusche nimmt. Später wird die Szene humorvoll wiederholt,
wobei zuerst jeder annimmt, es handle sich erneut um Lara, ehe klar wird, dass
sich hier Alex duscht.
Der aufwendige Film entstand im berühmten
Pinewood Studio in der Nähe von London sowie an weiteren Drehorten in
England, in Kambodscha auf dem weiträumigen Areal des Weltkulturerbes von
Angkor Wat sowie in Island, das als Sibirien-Ersatz herhalten musste.
Eindrückliche Aufnahmen sind das Resultat. Trotz der oben erwähnten
Schwächen dürfte Lara Croft - Tomb Raider die Geburtsstunde einer
Serien-Superheldin sein, die uns noch längere Zeit unterhalten wird.
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Fotos von Lara Croft -
Tomb Raider

Tomb Raider. Angelina Jolie als Lara Croft.
Foto: Copyright.

Tomb Raider. Angelina Jolie als Lara Croft. Foto: Copyright.

Tomb Raider. Angelina Jolie als Lara Croft. Foto: Copyright.

Tomb Raider. Angelina Jolie als Lara Croft. Foto: Copyright.

Tomb Raider. Angelina Jolie als Lara Croft. Foto: Copyright.
Biographie
und Filmographie von Angelina Jolie.
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