Der Schuh des
Manitu
Der Film von und mit Michael "Bully"
Herbig
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Schweiz.
Artikel vom 6. Februar
2002
Abgesehen von der Fernsehserie Kir Royal aus dem Jahr 1986 kommt mir
spontan nichts aus Deutschland in den Sinn - auch nicht von Helmut Dietl -,
das in den letzten sechzehn Jahren Witz und Intelligenz miteinander verbunden
hätte.
In Der Schuh des Manitu jagt ein Gag den anderen, und so bleibt denn - sofern man diese Art Humor
mag -
kein Auge trocken. Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich also nicht
erfüllt. Der Schuh des Manitu bietet zwar keine intellektuellen
Höhenflüge, doch ist er clever geschnitten, sodass er unter den deutschen
Komödien der letzten Jahre - die Messlatte ist nicht sehr hoch - zu den besten
gehört.
1862 war nicht nur das Jahr, in dem die erste Eisenbahnlinie durch die USA
gebaut wurde, sondern damals rettete ein gewisser Ranger (Christian Tramitz)
einem gewissen Abahachi (Bully Herbig) das Leben. Die damalige Tradition
verlangte, dass die zwei daraufhin zu Blutsbrüdern wurden.
Diese enge Verbindung wird auf eine harte Probe gestellt, als der
Apachen-Häuptling Abahachi für seinen
Stamm ein ordentliches
Stammlokal haben möchte. Da ihnen die finanziellen Mittel fehlen, nehmen
Abahachi und Ranger beim Schoschonen-Häuptlingssohn Falscher Hase eine
Hypothek auf, um damit beim zwielichtigen Immobilienhändlers Santa Maria (Sky
Dumont) ein Lokal zu kaufen. Das besteht allerdings nur aus einer Fassade, die
noch hinten kippt, als bei der Taufe ein Korken gegen sie knallt.
Falscher Hase nimmt daraufhin das Geld wieder an sich und versucht zu
flüchten, doch Santa Maria erschiesst ihn von hinten. Abahachi und Ranger
werden vom Vater des Ermordeten, Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch, dafür
verantwortlich gemacht und enden am Marterpfahl. Den zwei gelingt jedoch die
Flucht, da Santa Maria ein Gespräch der zwei belauscht und sie befreit hat.
Abahachi erinnerte sich am Marterpfahl an eine viergeteilte Schatzkarte, die
zu einem Edelstein führt, der ihnen zu den benötigten finanziellen Mittel
verhelfen könnte. Da Abahachi nur einen Viertel der Karte besitzt, geht die
Suche nach den drei fehlenden Teilen los. Verfolgt werden die Blutsbrüder von
Santa Maria und seinen Gangstern sowie von den Schoschonen, die anstelle des
fehlenden Kriegsbeils einen Klappstuhl ausgegraben haben und den Zweien
ebenfalls auf den Fersen bleiben.
Bully Herbig macht sich über die auf Karl May beruhenden Winnetou-Verfilmungen,
aber auch über die US- und Spaghetti-Western lustig. Abahachis schwuler
Zwillingsbruder Winnitouch (Bully Herbig) und die Verwendung des bayerischen
Dialektes sorgen für zusätzliche Unterhaltung. Der Einbau von zeitfremden
Elementen (z.B. eine Radarfalle) sorgen ebenfalls für Lacher. Es sind aber
vor allem der intelligente Filmschnitt sowie die Regie und Kameraführung, die
aus Der Schuh des Manitu eine kurzweilige Komödie machen.
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