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| Peter O'Toole Biografie, Filme, Filmografie, DVDs Beruhend auf Sibylle Luise Binder: Peter O'Toole. Ein Porträt. Henschel Verlag, Berlin, Juli 2002, 222 S. Buch bestellen bei Amazon.de. Artikel vom 1. April 2003 Biographie von Peter O'Toole Am 23. März 2003 hat Peter O'Toole in Los Angeles, nach sieben erfolglos gebliebenen Nominierungen, seinen ersten Academy Award erhalten: den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Peter O'Toole wurde gemäss Pass am 2. August 1932 geboren. Das Ereignis taucht in einem englischen Unfallkrankenhaus auf. Gemäss der Familienversion wurde er im Juni 1932 in Irland geboren. Die Taufe fand im November 1932 in England statt. Diese sich widersprechenden Daten und Orte hängen mit der Familiengeschichte zusammen. Die O'Tooles reisten mit ihrem Vater, einem Spieler und Buchmacher, in einer Zeit, in der Wetten und Wettannahme in Irland und England illegal waren, von einem Rennplatz zum anderen. Patrick Josef O'Toole war kein treusorgender Ehemann und Vater, sondern "Captain Spats" O'Toole war das schwarze Schaf einer unangepassten irischen Familie, die schon in Cromwells Zeiten unangenehm aufgefallen war und deshalb von der Obrigkeit aus dem fruchtbaren Osten Irlands ins karge Connemara verbannt wurde. Den "Captain" hatte er sich nicht im Militär, sondern auf dem Fussballfeld erworben. Die Mutter, Constance Jane Eliot Ferguson, stammte aus einer gutbürgerlichen schottischen Familie. Früh verweist, wuchs sie in Kinderheimen auf. Die attraktive, selbständige und selbstbewusste Frau arbeitete als Oberschwester in einer Klinik. Mutter und Vater lernten sich in den 1920er Jahren kennen. Sie heirateten, und Tochter Patricia (1930) und Sohn Peter Seamus (1932) liessen nicht lange auf sich warten. Die Protestantin stimmte zu, die Kinder im katholischen Glauben des Vaters, zu erziehen. Kontraste und Gegensätze prägten die Kindheit von Peter O'Toole. Bereits mit vier Jahren konnte er lesen, doch in der Schule versagte der sensible Junge. Gleichzeitig war er ein Raubautz, der sich in den Slums der nordenglischen Stadt Leeds durchprügelte, ein Gassenjunge mit entsprechendem Wortschatz. Gleichzeitig wurde er von der belesenen Mutter früh an die Literatur herangeführt. Später war sein Englischlehrer von Peters Aufsätzen begeistert. Doch nichts deutete sonst in seiner mit Vierzehn früh beendeten Schulzeit auf eine Karriere als Schauspieler hin. Peter O'Toole wuchs in einem Reihenhaus in Leeds auf. Die Stadt war damals ein Zentrum der Grossindustrie und der Grosswebereien, mit starken sozialen Kontrasten. Gleichzeitig war es die "goldene Stadt" der Spieler. An den Renntagen ging Peter O'Toole mit dem Vater auf die Rennbahn. Dann war das Leben für ihn ein Picknick. Weniger schön fand er es in der Schule. In der "Catholic Boys' Infants School". Als er ein urinierendes Wagenpferd mit riesigem Penis malte, das ihn auf der Rennbahn beeindruckt hatte, hatten die Schwestern keine Freude daran. Der sprachlich-literarisch begabte Junge hatte Probleme mit der Mathematik. Demütigungen - auch handfester Art - wegen dieser Schwäche ärgerten ihn noch Jahrzehnte später. Zudem war Peter Linkshänder, zu einer Zeit, als man dies noch als schlechte Gewohnheit betrachtete und z.B. durch Schläge auf die Finger mit dem Lineal bestrafte. Die Folge: Noch als Erwachsener verletzte sich O'Toole immer wieder die rechte Hand. Peter war kein robustes Kind. Er fehlte öfters wegen Krankheit. So auch zu Beginn seiner Schulzeit, als er bei einem Einkaufsbummel wegen einem durchgebrochenen entzündeten Blinddarm zusammenbrach. Die Notoperation kam zu spät. Der Eiter hatte sich in die Bauchhöhle ergossen und dort eine Bauchfellentzündung ausgelöst. Vor der Entdeckung der Antibiotika war eine Peritonitis lebensgefährlich. Peter verbrachte daher einige Wochen auf einer Isolierstation. Nach überstandener Krankheit brachte der Krieg eine weitere Trennung von der Familie. 1941 wurden die Kinder in England aufs Land evakuiert. Peter landete bei der Familie Steeple. Der Mann war Müller, die Frau gab Sprech- und Klavierunterricht. Der Sohn war im Krieg gefallen. Vielleicht kümmerte sich das Paar darum nicht so sehr um den kleinen Gast, der im Zimmer des Sohnes logierte. Der katholische Peter hatte sich bereits nach wenigen Tagen mit seiner anglikanischen Lehrerin verkracht und schwänzte die Schule. Dies bemerkte erst die Mutter bei einem Besuch. Sie nahm in zurück nach Leeds, wo Peter den Rest des Krieges verbrachte. Der Vater war als Werftarbeiter in den Krieg verpflichtet worden. In seinen Memoiren (Loitering with Intent - The Child, London, 1993) schreibt Peter O'Toole, dass er bei Kriegsende traurig war, denn der "Bogeyman", der "schwarze Mann" jener Zeit, Adolf Hitler, hatte seine Fantasie beflügelt. In seinen Tagträumen versuchte er als "Geheimagent O'Toole" den Diktator durch ein Attentat zu erledigen. Jahre später, in Geoffrey Households Thriller Rogue Male, spielte Peter im Film genau jene Rolle und erinnerte sich an seine Kindheitsfantasien zurück. Im ersten Teil seiner Memoiren zieht er immer wieder Parallelen zwischen seinem und Hitlers Werdegang. Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus hat ihn bis heute nicht logelassen. Peter O'Toole: Biografie Teil 2. |
![]() Filmographie von Peter O'Toole The Savage Innocents (dt.: Im Land der langen Schatten bzw. Weisse Schatten), 1959 Kidnapped (Entführt - Die Abenteuer des David Balfour), 1960 The Day They Robbed The Bank of England (Bankraub des Jahrhunderts), 1960 Lawrence of Arabia (Lawrence von Arabien), 1962 Becket (Becket), 1964 Lord Jim (Lord Jim), 1965 What's New, Pussycat? (Was gibt's Neues, Pussy?), 1965 The Sandpiper (... die alles begehren), 1965 How To Steal a Million (Wie klaut man eine Million?), 1966 The Bible (Die Bibel), 1966 Casino Royale (Casino Royale), 1967 The Night of the Generals (Die Nacht der Generäle), 1967 Present Laughter, TV, 1968 The Lion in Winter (Der Löwe im Winter), 1968 The Great Catherine (Die grosse Katherina), 1968 Goodbye, Mr. Chips (Goodbye, Mr. Chips bzw. Auf Wiedersehen Mr. Chips), 1969 Murphy's War (Murphy's Krieg bzw. Das Wiegenlied der Verdammten), 1971 Man of La Mancha (Der Mann von La Mancha), 1972 The Ruling Class, 1972 Under Milk Wood, 1973 Rosebud (Unternehmen Rosebud), 1975 Man Friday (Freitag und Robinson), 1975 Foxtrot (Tödliches Inselparadies), 1975 Rogue Male, TV, 1976 Power Play (Power Play), 1976 Zulu Dawn (Die letzte Offensive), 1979 Caligula (Caligula), 1979 The Stuntman (Der lange Tod des Stuntman Cameron), 1980 Strumpet City, TV, 1980 Masada (Masada Teil 1-4), TV, 1981 My Favorite Year (Ein Draufgänger in New York), 1982 Svengali (Obsession - Die dunkle Seite des Ruhms), TV, 1983 Sherlock Holmes and the Valley of Fear, 1983 Sherlock Holmes and the Sign of Four, 1983 Sherlock Holmes and the Baskerville Curse, 1983 Sherlock Holmes and a Study in Scarlet, 1983 Pymalion, TV, 1983 Kim (Kim), TV, 1984 Supergirl (Supergirl - The Movie), 1984 Creator (Der Professor oder Wie ich meine Frau wiedererweckte bzw. Creator - Der Professor und die Sünde), 1985 Club Paradise (Club Paradise), 1986 The Last Emperor (Der letzte Kaiser), 1987 Dark Angel (Dark Angel), TV, 1987 High Spirits (High Spirits - die Geister sind willig), 1988 Wings of Fame (Hotel zur Unsterblichkeit), 1989 So Long As It's Love, In una notte die chiaro di luna (Diese vitale Wut), 1989 Crossing To Freedom (Der Rattenfänger), TV, 1990 The Nutcracker Prince (Der Nussknacker-Prinz), 1990 A Salute to David Lean, TV, 1990 The Rainbow Thief, 1990 King Ralph (King Ralph), 1991 Isabelle Eberhardt (Isabelle Eberhardt), 1992 The Seventh Coin (Die siebente Münze), 1992 Rebecca's Daughters (Rebeccas Töchter), 1992 Heaven & Hell: North & South, Band III (Fackeln im Sturm), TV, 1994 Heavy Wheater, TV, 1995 Gulliver's Travels (Gullivers Reisen), TV, 1996 Fairy Tale: A True Story (Fremde Wesen bzw. Zauber der Elfen), 1997 Phantoms (Phantoms), 1998 Coming Home 1 + 2 (Rosamunde Pilcher: Heimkehr Teil 1 + 2), TV, 1998 The Manor, 1999 Molokai: The Story of Father Damien, 1999 Joan of Arc 1 + 2 (Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends, Teil 1 + 2), TV, 1999 Jeffrey Bernard Is Unwell, TV, 1999 Sinister Saga Of Making "The Stunt Man", 2000 Global Heresy, 2003 The Final Curtain, 2003 |