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Das Rockmusik Lexikon /
Rockmusiklexikon von Christian
Graf und Burghard Rausch
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Artikel vom 15. November/14. Dezember 1999
Christian Graf und Burghard Rausch, zwei Fachjournalisten, die sich
u.a. bei RIAS Berlin die Sporen abverdient haben, bieten mit ihrem beim
Fischer Taschenbuch Verlag erschienenen vierbändigen Rockmusik
Lexikon eine Übersicht in deutscher Sprache zur Rock-, Pop-, Soulmusik,
etc. In kurzen Artikeln wird der Leser über Lebensläufe, Stilentwicklung
und Plattenaufnahmen von Musikern und Bands orientiert. Ein Register in
Band 2 hilft auch weiter. Ein Wehrmutstropfen ist die Unterteilung in je
zwei alphabetisch geordnete Bände zu Amerika, Afrika, Asien und Australien
einerseits bzw. zu Europa andererseits. Wer nicht weiss, ob ein Künstler
aus den USA oder Grossbritannien stammt, muss so, wenn er mit seiner 50-prozentigen
Chance Pech hat, zweimal nachschlagen.
Das Rockmusik Lexikon zu Amerika, Afrika, Australien und Asien bietet
einen Überblick von Lee Aaron bis zu ZZ Top. Der Titel Rockmusik Lexikon
ist insofern irreführend, als es nicht nur um Rock, sondern auch um
Pop, Soul oder Funk geht, also um eine breite Palette der populären
Musik seit den 50er Jahren, wobei allerdings ein Künstler wie Frank
Sinatra nicht mit einem eigenständigen Artikel bedacht, sondern nur
als Referenz bei andern Künstlern berücksichtigt wurde. Auch
nach Hip Hop Bands oder Rappern schaut man vergebens aus.
Unter Lee Aaron erfahren wir zum Beispiel, dass sie 1962 unter dem Namen
Karen Lynn Greening in Belleville, Ontario, geboren wurde und erstmals
1977 in einer Band zu singen begann. Ihr Werdegang, ihre Zusammenarbeit
mit verschiedenen Musikern, ihre Hochs und Tiefs werden beschrieben. Lee
Aarons Platten werden kurz vorgestellt und Stimmen von Kritiker dazu zitiert.
Eine Discographie schliesst die jeweiligen Artikel ab. Einem Künstler
wie dem Soul-Star Otis Redding widmen Graf und Rausch knapp zwei Seiten.
Lou Reed handeln sie auf gut drei Seiten ab. Querverweise helfen dem Leser,
gegenseitige Einflüsse der Künstler zu verstehen bzw. zu erahnen,
da auf einigen Seiten natürlich keine besondere biographische Tiefe
erreicht werden kann. Als Nachschlagewerk sind die Bände durchaus
empfehlenswert. Über 1000 Biographien erhellen die Musik von Altstars
wie Bob Dylan oder Santana bis zu jüngeren Künstlern wie Lenny Kravitz, wobei der
Akzent eindeutig auf den etablierten Künstlern
und Bands liegt.
Christian Graf, Burghard Rausch: Rockmusik Lexikon. Amerika, Afrika,
Australien, Asien. Fischer Taschenbuch Verlag. 2 Bände (bei Fischer
zusätzlich zwei Bände zu Europa), 1999, Bd 1: 842 S.; Bd 2: S.
843-1757. Rockmusiklexikon von Graf und Rausch bestellen .
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