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Avatar - Der Film von James Cameron auf
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Artikel vom 1. Juni 2010
Der bei weitem grösste
Kino-Kassenerfolg aller Zeiten
Avatar und kein Ende. Keine Filmkritik kommt umhin zu erwähnen, dass Avatar
- Aufbruch nach Pandora von James Cameron der bei weitem grösste
Kino-Kassenerfolg aller Zeiten ist. Ende Mai liegen die Schätzungen für die
bisherigen weltweiten Einnahmen bei über $2,7 Milliarden! In die Kinos gekommen ist der
Film am 18. Dezember 2009. Die DVD ist erst seit einigen Wochen erhältlich.
Ein Ende der Einnahmen rund um den Globus ist folglich noch nicht abzusehen.
Die Kinokritiken heben die Qualität der Computer generierten Bilder (CGI).
Diese liessen die Produktionskosten laut der Produktionsfirma auf knapp $240
Millionen anschwellen. Alleine deswegen galt es, ein möglichst grosses
Publikum anzusprechen, insbesondere die Teenager. Ein „Qualitätsfilm“ für
fünf Millionen Intellektuelle in aller Welt konnte schon rein aus
wirtschaftlichen Gründen nie das Ziel sein.
James Cameron ist nun mal kein Intellektueller. Mit Terminator,
Aliens - Die Rückkehr und
Titanic - um nur
drei seiner Kassenschlager zu nennen - hat es der aus der kanadischen
Provinz Ontario stammende Filmemacher immer wieder geschafft, die Massen in
die Kinos zu locken. So viel Erfolg kann kein Zufall sein. Immer wieder
stand er für technologische Innovationen, die das Filmgeschäft veränderten.
Wer bei Avatar philosophische Höhenflüge erwartet, sitzt buchstäblich
im falschen Film. Es handelt sich eher um ein Märchen, das für Kinder ab 12 zugelassen
ist. Die visuellen Effekte sieht man am besten auf einem grossen Bildschirm
oder im Kino. Avatar ist nichts für kleine Fernseher oder winzige Computerbildschirme.
Die computergenerierten Effekte in Camerons Film sind (noch) zu teuer, um
anderen Filmemachern als Vorbild zu dienen. Schauspielerinnen und
Schauspieler können weiter ruhig schlafen, sie werden demnächst nicht durch
Kreaturen aus der digitalen Welt ersetzt werden.
Der Erfolg von Avatar erklärt sich allerdings nicht alleine durch
künstliche geschaffene Welten. Die Liebesgeschichte zwischen dem
Ex-Marinesoldaten Jake Sully (Sam Worthington) und der Ureinwohnerin, der
Na’vi
Schönheit Neytiri (Zoë Saldana) fesselt die Zuschauer. Das digitale
weibliche Wesen erobert die Herzen.
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Die Geschichte von Avatar - Aufbruch nach Pandora
Die Geschichte von Avatar ist relativ einfach gestrickt und stammt,
wie bei praktisch all seinen Filmen mit der Ausnahme von Piranha 2, von
James Cameron, der sich erneut als Regisseur und Drehbuchautor betätigt hat.
In der märchenhaften Simplizität liegt ein Grund für den globalen Erfolg des
Films.
Im Jahr 2154 sind die Rohstoffe der Erde erschöpft. Daher baut ein
skrupelloses Konsortium auf dem Planeten Pandora den Rohstoff Unobtanium („Nichterhältlich“)
ab, der $20 Millionen pro Kilogramm kostet. Auf Pandora leben
menschenähnliche Ureinwohner, die Na’vi,
die ihren Lebensraum nicht aufgeben wollen.
Der Rohstoff-Konzern hat extra Avatare genannte ferngesteuerte Körper
kreiert, die aus menschlicher DNS und Na’vi-DNS
gezüchtet werden. Der ehemalige Marinesoldaten Jake Sully (Sam
Worthington) sitzt im Rollstuhl und soll einen Avatar
steuern, nämlich jenen, der mit Hilfe der DNA seines verstorbenen
Zwillingsbruders geschaffen worden war, weshalb er damit gut sollte umgehen
können.
Schon bei der Ankunft auf Pandora sieht Jake in den Reifen eines
vorbeifahrenden riesigen Lastwagens farbige Pfeile stecken. Jake und dem
Zuschauer wird klar, hier läuft wohl nicht alles nach Plan.
Die Leiterin ds Avatar-Programms ist Grace Augustin (Sigourney Weaver), die
übrigens im Film rauchen darf. Die Science Fiction-Ikone ist die einzige
weltbekannte Schauspielerin im Film. Ihr wird künstlerisch nicht viel
abverlangt.
Grace Augustin leitet Jake Sully an. Er hat drei Monate Zeit, die Na’vi
davon zu überzeugen, ihren Lebensmittelpunkt aufzugeben, der über einem
riesigen Unobtainium-Vorkommen liegt. Jakes Militärchef, Colonel Miles
Quaritch (Stephen Land, der 1993 in
Gettysburg die
Rolle von Major General Pickett spielte) verspricht seinem Schützling nach
den drei Monaten neue Beine, damit er wieder ein normales Leben führen kann.
Doch Jake will noch ein letztes Mal zurück zu den Na’vi,
um eine Zeremonie zu erleben, durch die er bei den Ureinwohnern zum Mann
wird. Doch es kommt anders, als geplant... (mehr wollen wir hier von der
Geschichte nicht weggeben; der Film ist hier erst zur Hälfte vorbei).
Avatar ist ein Science Fiction für ein junges und junggebliebenes
Publikum, das sich an einfach gestrickten Geschichten nicht stört.
Angesichts des phänomenalen kommerziellen Erfolgs und wegen der Schlussszene
von Aufbruch nach Pandora werden Fortsetzungen nicht auf sich warten
lassen.
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bestellen. Zu James Cameron siehe auch unsere
Titanic-Kritik.
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