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Magritte
Der Katalog Magritte A-Z
und die Wiener Albertina-Ausstellung René Magritte. Das Lustprinzip.
Katalog bestellen bei
Amazon.de.
Artikel vom 26. Februar 2012
Heute geht in der Wiener Albertina die Ausstellung
René Magritte. Das Lustprinzip mit 150 Werken
in allen Medien und aus allen
Werkphasen des Belgiers zu
Ende. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Tate
Liverpool organisiert. Der Katalog dazu aus dem Belser Verlag nennt sich Magritte A bis Z
(bestellen bei
Amazon.de) und ist, wie der Titel verheisst, nach
alphabetischen Stichworten gegliedert.
Die Ausstellung in der Albertina beschäftigt sich mit den künstlerischen
Methoden von René Magritte (1898-1967) wie dem wiederkehrenden Gebrauch der
immer gleichen Gegenstände, dem Verhüllen und dem Enthüllen, der
Auseinandersetzung mit dem Banalen und Alltäglichen sowie dem Erotischen.
Die Ausstellung untersucht zudem die inhaltliche und formale Beziehung
zwischen Magrittes früherer Tätigkeit als Webegraphiker und seiner Kunst
anhand von Hauptwerken und frühen Werbearbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt
der Ausstellung in der Albertina war Magrittes Lebens- und Arbeitsweise
gewidmet, dokumentiert durch originale Schriften, Fotografien und
Amateurfilme.
Der 279-seitige, grossformatige Begleitband
Magritte A bis Z
(bestellen bei
Amazon.de) wurde von Christoph Grunenberg und Darren Pih
herausgegeben. Er stellt den belgischen Surrealisten in all seinen Facetten
vor. Über 200 Meisterwerke aus allen Schaffensperioden des Künstlers werden
präsentiert. Das Buch ist nach wichtigen Stichworten, Themen und Motiven
gegliedert. Dazu gehören zum Beispiel der Apfel und die Pfeife.
Das Gemälde Das Reich der Lichter / L'Empire des lumières, das zu
meinen Lieblingswerken von Magritte gehört, ist in mehreren Versionen im
Begleitband Magritte A bis Z abgedruckt. Von den späten 1940er bis zu
den 1960er Jahren stellte Magritte laut den Autoren 17 Ölgemälde und 10
Gouachen mit dem Thema her. Das Bild ist verstörend, wenn auch auf den
ersten Blick nicht gleich klar wird, warum. Die untere Hälfte des Bildes
zeigt Häuser und Bäume bei Nacht mit einer brennenden Laterne, während dem
die obere Hälfte einen strahlend blauen Tag mit weissen Wölkchen zeigt. René
Magritte selbst schrieb dazu im April 1956, das (gleichzeitige) Wachrufen
von Tag und Nacht scheine ihm das Potenzial zu haben, uns zu überraschen und
zu bezaubern. Magritte schreibt vom
„poetischen Potenzial“ des Bildes. Ich würde das Stichwort
„verstörend“ hinzufügen.
Der Einband von
Magritte A-Z zeigt einen Ausschnitt aus Die Liebenden / Les Amants
von 1928. Die verhüllten Gestalten in Les Amants und anderen Bildern
könnten laut den Autoren auf ein traumatisches Erlebnis im Leben Magrittes
verweisen. Seine Mutter verschwand plötzlich. Ihre Leiche wurde 1912
gefunden. Bei der Bergung der Leiche soll Magritte zugegen gewesen sein. Ihr
Nachthemd war um ihren Kopf gewickelt gewesen.
Magritte stellte die konventionelle Rolle der Kunst in Frage, Anwesenheit
und Zeitlosigkeit zu beteuern. Laut den Autoren deckte er auf, das Kunst in
Wahrheit eine Bekräftigung von Abwesenheit und Vergänglichkeit sei.
Die Welten des Surrealisten René Magritte sind nicht wirklich „absurd“. Der
belgische Künstler bemühte sich vielmehr um Klarheit der Gedanken, wie
Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder in seinem Katalog-Vorwort
schreibt. Die Unsicherheit und Unklarheit zwischen den zwei Weltkriegen, die
Welt von Film und Comic, die analytisch-logischen Überlegungen der
Sprachphilosophie griff er in seinem Werk auf. Magritte sah sich laut Klaus
Albrecht Schröder mehr als denkender Mensch denn als Maler oder Künstler.
Der Belgier war auf der Suche nach der Wahrheit über die „Poesie der
Gedankenklarheit“. Er nutzte die Widersprüchlichkeit um auf Gleichförmigkeit
und Konformität hinzuweisen. Magritte nutzte das Prinzip der Verschiebung.
Alltagsobjekten gab er zum Beispiel einen scheinbar fremden Sinn.
Verschleierung und Enthüllung, Verzerrung, Wiederholung und Isolierung
gehörten zu seinen Methoden. Unsere Wahrnehmung entlarvte er so als Resultat
von Übereinkünften und Konvention, ohne Antworten oder Lösungen anzubieten,
so Klaus Albrecht Schröder.
Magritte A-Z. Der offizielle Katalog zur
Wiener Albertina Ausstellung René
Magritte. Das Lustprinzip. Das Buch aus dem Belser Verlag mit
279 Seiten enthält am Ende eine übrigens eine mehrseitige Biografie von René
Magritte. Bestellen bei
Amazon.de.
Siehe auch den Artikel von 1999 (mit einer
Biografie Magrittes) zur
Ausstellung im
Louisiana Musseum of Modern Art in Dänemark. -
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Kindle eBooks.
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Magritte A-Z. Der offizielle Katalog zur
Wiener Albertina Ausstellung René
Magritte. Das Lustprinzip. Belser Verlag, 279 Seiten.
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