Die Ernst Fuchs Bar
im Hotel Erzherzog Johann in
Graz
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Artikel vom 27. September 2003
Die Ernst Fuchs Bar im Hotel Erzherzog Johann ist nach dem
zeitgenössischen österreichischen Maler, Graphiker und Bildhauer
Professor Ernst Fuchs (*1930)
benannt, der die Bar gestaltet hat. Er gilt mit seinen von religiöser und
mythologischer Symbolik durchdrungenen Werken als einer der Hauptvertreter
der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Von ihm stammen der
weltweit grösste geätzte Spiegel Das
Paradies, mit Glas aus Essaouira (früher Mogador), die Bronzeskulptur König David, die handkolorierten Lithographien,
die Tische mit geätzten Glasmotiven sowie die Vorlagen für die geätzten
Tischplatten. Daneben zeigen Fotos Fuchs bei der Einweihung
der Bar am 21. April 1982.
Die Ernst Fuchs Bar wartet nicht nur mit dem Namen eines berühmten
Künstlers auf, sondern auch mit einem Star hinter der Theke: Barmann
Manfred Goger (*1946) wurde vom Gault Millau Österreich 2002 als Barkeeper des Jahres
gefeiert. Zuvor hat er schon einige Preise gewonnen, darunter zweimal den
ersten an den österreichischen Meisterschaften. Ein Gewinn kam mit dem Pre Dinner
Cocktail Das Lächeln des Wolfi B., benannt nach dem Stammgast
und Autor Wolfgang Bauer (4 cl Wodka, 1 cl Red Curacao, 1 cl Lime Juice, 1
cl Zitronensaft). Den anderen Sieg verdankt Goger dem After Dinner Cocktail
Gipsy
Rose (2 cl Bananencreme, 2 cl Aprikosen Brandy, 2 cl Sahne, 2 cl
pürierte Himbeeren). Gelernt hat Goger u.a. beim legendären Egon
Fodermayer im Wiener Nobelrestaurant Zu den 3 Husaren.
Neben Manfred Goger arbeitet der Oberkellner Lahsen Lalej seit 1982 in der
Ernst Fuchs Bar. Sein Familienname bedeutet konvertierter Christ. Er kam 1972
aus Marokko nach Österreich, wo er unter anderem im Imperial in
Wien arbeitete, ehe er ins Erzherzog Johann kam. Lalej servierte dem
Schreibenden einen vom Fuchs-Team kreierten Cocktail mit dem treffenden Namen Kalaschnikoff.
Das süss-saure Getränk fuhr dem höchstens Mal ein Glas Wein Trinkenden wie ein Kugelhagel
brutal rasch ein. Was Crème de Cacao,
frisch gepresster Zitronensaft und Wodka, in drei Stufen getrennt, langsam getrunken und erst im Mund
gemischt, so alles anrichten können, ist erstaunlich.
Lalej hat schon viele berühmte Gäste in Hotel und Bar begrüsst,
darunter Hildegard Knef, Maria Schell, den Schriftsteller Eugène Ionescu,
die Crew des Musicals Cats und Monsterrat Caballé. Bei ihrem
Besuch 1996 blieb die Operndiva im Hotellift stecken, wo sie ziemlich in
Panik geriet, weil sie an jenem Abend in der Oper
Graz singen sollte. Im Opernhaus erzählte Montserrat Caballé
danach dem Publikum von ihrem Missgeschick, woraufhin sich die Besitzer
des Hotels Erzherzog Johann entschlossen, einen neuen Lift einzubauen.
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Die Fuchs-Bar. Foto: © Hotel Erzherzog Johann.
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Zwei
Cocktails in der Fuchs-Bar. Foto: © Hotel Erzherzog Johann.
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