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Mandragore
Der Duft von Annick Goutal

Artikel vom 1. Januar 2006
 
Wie mein Lieblingsduft Eau du Sud so kann auch Mandragore (2005) aus dem Haus Annick Goutal von Damen wie Herren verwendet werden. Das ist kein Zufall, denn die Pflanze Mandragore vereinigt das Weibliche wie das Männliche in sich.

Mandragore - Mandragora officinarum, die Alraunwurzel, englisch mandrake - ist ein Nachtschattengewächs mit grünlich-gelben Blüten und gelben, runden Beeren. Die stark giftige, bereits seit der Antike als Narkotikum, Heil- bzw. Zaubermittel verwendete Wurzel enthält Alkaloide wie Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin. Sie ist oft in zwei Teilwurzeln gespalten, wodurch sie, in Verbindung mit dem Blattschopf, an eine menschliche Gestalt erinnert.

Die Alraune (althochdeutsch: alruna, wohl von alb "Angsttraum" und runen "heimlich flüstern" abgeleitet) sind menschenähnliche bzw. entsprechend zurechtgestutzte Wurzelstöcke der Mandragore. Händler und Gelehrte aus dem Orient verbreiteten den Glauben an die Zauberkraft der als Talisman verwendeten Wurzel.

Der Sage nach wächst der Alraun unter dem Galgen aus dem Harn oder Sperma eines Gehängten, daher auch Galgenmännlein genannt. Seinen Besitzer soll der Alraun Reichtum und Glück bringen. Camille Goutal und Isabelle Doyen, die "Nasen" bei Annick Goutal, verweisen lieber auf eine andere Sage, nach der im Moment, als die Wurzel der Mandragore von der Sonne erwärmt und aus der Erde gezogen wurde, die Geburtsstunde der Menschheit gewesen sei.

Um die Mandragore ranken sich seit der Antike nicht nur allerlei Legenden, sondern sie genoss auch den Ruf eines Aphrodisiakums und Lebenselixiers. Ihr wurde die Fähigkeit zugesprochen, Schmerzen zu lindern und Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Da erstaunt es doch, dass meines Wissens nach  Camille Goutal und Isabelle Doyen 2005 in ihrem Duft Mandragore als erste diese Pflanze in einem Parfüm verwendet haben.

In der Kopfnote von Mandragore verbindet sich die Frische von Bergamotte mit schwarzem Pfeffer. In der Herznote kommen grüne Minze und Sternanis hinzu. Sie vermitteln ein Gefühl von Vitalität, betont durch die holzigen und eleganten Basisnoten von Buchsbaum und Mandragore.

Rosa Pfeffer und Ingwer erinnern an die kräfteverleihenden Zubereitungsriten des Altertums. Salbei stellt eine harmonische Verbindung zwischen Kopf- und Basisnote her und schafft einen anhaltenden Kontrast zwischen frischen und warmen Nuancen, wodurch das Sinnliche und Geheimnisvolle dieses einzigartigen, vibrierenden Parfüms gesteigert wird. Iris und Labdanum erinnern an die Sage des Altertums, wonach die Erde, die Mutter der Menschheit, nicht nur durch männliche, sondern auch durch weibliche Kräfte entstanden ist.




Mandragore. Damen- und Herren-Flacon. Foto © Annick Goutal.

Mandragore Butterfly Bottle EDP. Foto © Annick Goutal.
 

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