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Restaurant
Quilon London
Authentisch-regionale Küche aus Indien.
41 Buckingham Gate, London, SW1 6AF.
Hinzugefügt am 22. Januar 2011
Es freut mich das Sriram
Vishwanathan Aylur in den Jahren 2008, 2009, 2010 und 2011 einen Michelin-Stern
für seine Küche gewonnen hat.
Artikel vom 2. Mai 2005
Das Restaurant Quilon in London
Das indische Restaurant Quilon in London
gehört zu den Perlen der Gastronomie des Subkontinents. The Quilon öffnete
1999 seine Pforten, benannt nach einem seit den Zeiten des britischen Raj
bedeutendsten Eisenbahnverkehrskreuze Indiens.
Das Quilon gehört zur Taj Hotelgruppe und widmet sich der
authentisch-regionalen indischen Küche der südwestlichen Küstenstaaten
Kerala, Goa und Karnataka. Die Rezepte werden nicht dem europäischen
Geschmack angepasst. Es handelt sich vielmehr um Gerichte, wie sie indische
Hausfrauen aus einfachen und vermögenden Verhältnissen täglich zubereiten.
Die Küche in
Kerala beruht auf frischen, saisonalen Produkten, ist stark gewürzt, benutzt
wenig Öl und keine Sahne. Das Quilon importiert alle wichtigen
Gewürze wie die Chilis, Pfeffer und Tamarind direkt aus Indien. Ein
traditionelles Gericht benutzt über ein Dutzend dieser Geschmacksverstärker.
Gewürze sind das wesentliche Element der Küche aus Kerala.
Goa und Karnataka sind die zwei anderen Regionen, auf die sich Chefkoch Aylur
V. Sriram konzentriert. Nichts ist vorgekocht, die Gerichte werden direkt vor
dem Essen an Ort und Stelle zubereitet. Neben Meeresfrüchten, Huhn und Lamm bietet das Quilon eine Fülle an vegetarischen Gerichten
an.
Gegenüber 2003 (englischer Artikel The
Quilon) befanden sich Ende 2004 eine ganze Reihe neuer Gerichte auf der
Speisekarte, so zum Beispiel unter den Vorspeisen ein Bunt Chicken, unter den
Fischgerichten ein Kerala Fish Curry und ein Fish Steamed in
Colacassia Leaf, unter Lammfleisch das Calicut Lamb Chop Curry und
unter den vegetarischen Gerichten ein Tempered Asparagus and French Beans
sowie Baby Aubergine Masala. Die Küche des Quilon ruht sich nicht auf
vergangenen Lorbeeren aus. L.G.
Ein Dinner im Restaurant Quilon
Ende 2004 von Nadja von Massow getestet
Der Abend begann mit frischen und gepfefferten Garnelen, die würzig und
knusprig zubereitet waren, frittiert und in einer feurigen Masala
serviert wurden. Es folgte ein Coconut Cream Chicken. Das mit grünem Chili,
Kardamom und Kokosnusscreme marinierte und gegrillt Huhn war zart und
schmeckte sehr aromatisch, ohne überwürzt zu sein.
Die erste Hauptspeise,
ein Crab Meat Curry with String Hopppers, war sehr intensiv und
würzig, eine Spur zu salzig. Das Krabbenfleisch hatte im eigenen
Saft leicht geköchelt und überzeugte so mit seinem Eigengeschmack. Bei den String
Hoppers handelt es sich übrigens nicht etwa um Heuschrecken, sondern um
ein typisches Gericht aus Kerala, das aus dünnen Reismehl-Nudeln (Vermicelli)
besteht.
Das folgende Chicken Masala war der zweite
Hauptgang. Es schmeckte erdig, bodenständig. Dabei wurde das gerade richtig gekochte
Huhn im Aroma durch die Zutaten nicht überdeckt. Als Dessert wählte ich Bibinca and
Dodhol, zwei unprätentiöse Spezialitäten aus Goa, die auf Reismehl
aufbauen. Sie kamen leicht und nicht zu süss daher und rundeten ein Gelungenes Abendessen erfolgreich ab.
Ein vegetarischen Dinner im Restaurant Quilon
Ende 2004 von Louis Gerber getestet
Die Weinkarte des Quilon hält eine Reihe an "Exoten" bereit, darunter
einen Grover La Réserve aus den Nandi Hills, die im Grossraum der indischen
Hightechhochburg Bangalore liegen. Wie bei fast allen Positionen der Karte handelt
es sich dabei um einen leichten (Rot-) Wein. Der Jahrgang 2002 war durchaus
interessant, und das hat seinen Grund, denn die Grover Wineyards arbeiten seit
einigen Jahren mit Michel Roland aus Bordeaux zusammen, der als beratender
Winzer auch für die Champagnermarke Veuve Clicquot tätig ist. Seitdem hat sich die Qualität der Grover
Weine substantiell verbessert. Übrigens wurde zufälligerweise der Besitzer
des Weingutes an jenem Abend zu einem Höflichkeitsbesuch im Quilon erwartet.
Mein vegetarisches Dinner begann mit einem Mixed Vegetable Green Curry.
Das frische Gemüse - darunter Blumenkohl und Erbsen - wurde in frischem
Koriander sowie Cashew- und Kokosnusssauce sanft geköchelt. Der
Höhepunkt folgte kurz darauf mit dem Baby Aubergine Masala. Die geschnittenen
Auberginen waren mit Zimt, Gewürznelken, Zwiebeln, Tomaten und zusätzlichen Gewürzen gekocht
worden. Das Resultat war ein kulinarisches Gedicht!
Daneben tat sich der Schreibende an einem feurigen Sambhar gütlich, einem
typischen Taubenerbsen-Linsengericht, das unter anderem mit Senfkörnern,
rotem Chili, Tomaten, Korianderpulver und Tamarindenmark zubereitet wird.
Kein Wunder bei diesen Zutaten, dass sich die Wahl eines Pineapple
Pachadi als Beilage als Weise erwies, denn das auf Yoghurt und Ananas
aufbauende Gericht aus Kerala dient der Abkühlung des Gaumens. Den Abschluss
des Abends bildeten ein geschmackechtes Bananen- sowie ein subtiles
Lycheesorbet.
Biografie von Küchenchef Aylur V. Sriram
Aylur V. Sriram ist seit der Eröffnung 1999 der Executive Chef
im Restaurant The Quilon in London, wo er erfolgreich eine Brigade von sieben
Köchen leitet. Er wurde 1963 in Bombay (heute Mumbai) geboren, wo er auch
aufwuchs. Seine Eltern stammen aus der Stadt Palghat im Bundesstaat Kerala. Aylur V. Sriram
studierte zuerst Jurisprudenz, doch er entschied sich danach dafür, seinem
Vater ins Hotelgeschäft zu folgen. Er begann die Ausbildung zum Koch unter
seinem Vater im Hotel Sriram. Nach zwei Jahren wechselte er zur Indian Hotels
Company Ltd, heute Taj International. Er durchlief dabei alle Positionen in
der Küche, ehe er Chefkoch in den Luxushotels der Taj-Gruppe wurde. 1986
erkannte die Firma, dass die authentische indische Küche dabei war,
ausgelöscht zu werden. Aylur V.
Sriram wurde deshalb - zusammen mit einer handvoll weiterer Köche - nach Kerala
gesandt, um die authentische ethnische Küche der Region von Hausfrauen zu
lernen.
1988 eröffnete Aylur V. Sriram das Karavalli
Restaurant der Taj-Gruppe in Bangalore; "Karavalli" bedeutet
übersetzt einfach nur "Küste". Das Karavalli mit seiner ethnischen
Küche der südindischen Westküste brachte dem Koch eine Reihe von
Auszeichnungen ein. So wählte es The Statesman als "eines der
fünf besten Restaurants in Indien", The
Daily Telegraph bezeichnete ihn als "einen der fünf besten
Chefköche in Indien" und das Hotel and Food Service Monthly Magazine
wählte das Karavalli zum "besten indischen Restaurant in Südindien".
Aylur V. Sriram ist seit 1998 mit Leena verheiratet. Ihr
gemeinsamer Sohn Sidu wurde im folgenden Jahr geboren. L.G.

Ein Blick ins Quilon. Photos © The Quilon.
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Küchenchef Aylur Sriram am Werk. Photos © The Quilon.

Der Eingang zum Quilon. Photos © The Quilon.
Siehe auch die englische Restaurant-Kritik aus dem Jahr 2003: The
Quilon.
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