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La Brasserie im
Montreux Palace
Das Restaurant unter der Leitung von
David Ettwiller
Hinzugefügt am 25. Juni 2007
Seit Juni 2007 gehört das Montreux Palace
zur Fairmont-Hotelgruppe.
Artikel vom 1. Dezember 2006
2005 wurde die Brasserie im Montreux
Palace mit 13 Punkten im Gault Millau geführt. Seither haben das Konzept und der Koch gewechselt,
denn das Hotel führt das Restaurant nun in Eigenregie. Seit Juni 2006 heisst der neue Chef
David Ettwiller, stammt aus dem Elsass und kocht mit einer neuen Küchenbrigade.
Die fixe Karte wechselt lediglich zweimal jährlich. Ergänzt wird sie durch eine
alle zwei Wochen wechselnde Themenkarte, die zur Zeit unseres Besuchs den Pilzen
gewidmet war. Danach waren Wild und elsässische Spezialitäten als weitere Themen
vorgesehen. Zudem offeriert David Ettwiller noch ein Tagesmenu, je nach Angebot
auf dem Markt.
Der Küchenstil ist traditionell und orientiert sich am Vorbild der Pariser
Brasserie der Belle Epoque. Die Karte ist gegliedert in Spezialitäten, Fleisch,
Fisch sowie drei vegetarische Gerichte (im September 2006).
Aus seiner elsässischen Heimat nahm der Chef bereits einige Gerichte in die fixe
Karte auf, so das Sauerkraut, die Schweinefüsse und den Kalbskopf. Der
Flammenkuchen oder Tarte flambée war leider noch nicht erhältlich, doch der Plan
zur Aufnahme in die Karte bestand bereits. Weitere Klassiker auf der Karte sind
die in der Schweiz unumgänglichen Rösti sowie das Steak Tartare. L.G.
Ein Dinner in
der Brasserie des Montreux Palace
Im September 2006 getestet von Stefan Zeller
Auf der westlichen Seite des Haupteingangs direkt
zur geschäftigen Strasse hin gelegen lädt 'La Brasserie du
Palace' sowohl den einfachen Passanten wie auch den verwöhnten Hotelgast zum
Besuch ein. Sei es am Mittag zu einem kleinen Lunch oder auf ein Stück Kuchen
nachmittags, insbesondere aber zu einem netten ungezwungenen Diner, darf ein
Besuch auch jüngeren Gaumen durchaus empfohlen werden.
Das Entreé besteht aus
einer hausgemachte Foie gras-Terrine und wird in einem offenen Einmachglas auf
durchsichtigen Gelatinewürfelchen und vor zwei gerösteten Scheiben Baguette
aufgetragen. Die Vorspeise steht dabei inmitten eines grossen Tellers in einem „Eierbecher“,
indem sich eine bittersüsse Winejelly-Sause befindet. Diese verschmilzt mit
dem gereichten Toast oder dem Baguette zu einer verführerisch harmonierenden
Gesamtkomposition.
Als Hauptgang habe ich
mir die Kalbskeule ausersehen, überbacken mit einer Komposition aus wilden
Pilzen und Saint-Nectaire, einem Käse aus der Auvergne. Das Fleisch liegt auf
einer aromatisierten Grundsauce. Als Beilagen finden sich leicht pikant gewürzte
und gebackene halbe Frühkartoffeln, gedämpfte Gemüse und wilde Pilze an einer
Rahmsauce auf Blätterteig. Die schmale Kalbskeule fügt sich mit dem Saint-Nectaire
und den Pilzen zu einem ausserordentlichen Ensemble und ist damit das Highlight
dieses Diners.
Aus der regulären Karte
kostete ich zudem Schweinefüsse mit seinem "Wädli" und Rösti. Im Ofen
gebacken tritt der fettige Geschmack dieses Gerichts in den Hintergrund, ohne
dass das auf brauner Sauce servierte Gericht dabei seinen Charakter verlieren
würde. Dem Kenner ist dieser Klassiker der Elsässer Küche unbedingt zu empfehlen.
Dazu passt der Château de Barbe Blanche, ein kräftiger Bordeaux aus der
Appellation Lussac - St.-Emilion, der die Dominanz dieses Gerichts diskret zu
zügeln vermag.
Ein Stück
Pflaumen-Fladen neben einer Erdbeersauce und Schlagrahm rundete den Abend
einfach aber überzeugend ab.
Die Karte und die gut präsentierten Gerichte kommen genauso ehrlich und
unkompliziert daher wie David Ettwiller. Den elsässischen Einfluss spürt man bei
den Saisongerichten am stärksten. Man darf gespannt darauf
sein, welche Ideen der Chef nächstens auf den Teller zaubern wird. Die Speisekarte ist
schnörkellos und bietet allen etwas – also genau so, wie es in einer guten Brasserie erwartet werden darf. Der gehobene Service,
die Lage und die Ambiance
rechtfertigen die Preise.
Ein vegetarisches Dinner in La Brasserie
Im September 2006 getestet von Louis Gerber
Der Abend in der Brasserie begann mit einem Glas Weisswein
aus Yvorne der zum hundertjährigen Bestehen des Palace kreiert wurde, aber
leider keinen solch dauerhaften Eindruck hinterliess.
Dass gerade zwei Wochen lang
spezielle Pilzgerichte zusätzlich auf der Karte standen, passte dem Vegetarier
ausgezeichnet. Nahrhaft, empfehlenswert und originell präsentiert wurde der
erste Gang, eine Pilzcremesuppe, die in einem ausgehöhlten Brot gereicht wurde,
das bereits einige Tage alt war und daher dicht hielt.
Auf einen einfachen Pfifferlingssalat folgten gut abgeschmeckte chinesische
Morcheln mit gemischtem Gemüse und Tofu. Chinesisch angehaucht ging es auch
weiter, mit dünnen Vermicelles, allerlei Gemüse und erneut Tofu, die harmonisch
aufeinander abgestimmt waren.
Zum Dessert wählte der Schreibende ein Opera, das zart und subtil den Gaumen
umschmeichelte, sowie ein Zitronen- und ein Birnensorbet, die erstaunlicherweise
nicht hausgemacht waren, sondern von Mövenpick stammten.
La Brasserie will keine kulinarischen Gipfel stürmen, sondern einfachere
Gerichte mit etwas Pfiff dem durchaus nicht völlig anspruchslosen Gast
offerieren, der zudem eine gelungene Präsentation zu schätzen weiss. Die
Weinkarte orientierte sich vor allem an lokalen Weinen.
Biografie von David Ettwiller
David Ettwiller wurde am 17. November 1971 in Ingwiller im Elsass geboren. Er
ist verheiratet und hat zwei, bald drei Töchter. Von 1986 bis 1989 wurde David
Ettwiller im Elsass zum Koch ausgebildet und erhielt 1989 das Certificat
d'Aptitude Professionelle (C.A.P.) Gleichzeitig arbeitete er von 1986 bis 1989
im Restaurant Anthon in Obersteinbach. 1990-91 leistete er elf Monate
Militärdienst als Koch in der U-Boot-Basis in Lorient. Bereits mit 20 Jahren
wurde er Chefkoch in der Société Hôtelière de Restauration (von 1991 bis 1998),
weshalb er nie ein Vorbild und keinen ihn prägenden Chef hatte. Von 1998 bis
2000 war er als Chef-Poissonier im Hotel-Restaurant Muller in Niederbronn tätig.
Sein schönster Posten kam von 2000 bis 2002, als er das Elsass verliess und im
Restaurant Bellevue im schweizerischen Braunwald arbeitete. Dabei handelt es
sich um das berühmte Märchenhotel ('Märlihotel') für Kinder, in dem am Abend für
60 bis 70 Kinder siebengängige Menus zubereitet werden. Von 2002 bis 2004 war er
Chefkoch im Restaurant La Couronne in Attenschwiller und von 2004 bis 2006
Chefkoch im Restaurant Le Bristol in Niederbronn, wo er eine Brasserie
semi-gastronomique führte. Seit dem 15. Juni 2006 ist er Chefkoch in der
Brasserie im Raffles Le Montreux Palace. L.G.
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La Brasserie du Palace. Photo © Raffles Le Montreux Palace.

La Brasserie du Palace. Photo © Raffles Le Montreux Palace.

La Brasserie du Palace. Photo © Raffles Le Montreux Palace.
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