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Restaurant
Bristol Paris
Hinzugefügt am 3. März 2009
Im im März erscheinenden Guide Michelin
2009 wird Eric Frechon mit einem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet sein. Das
neue Buch von Frechon: Éric Fréchon: Un chef dans ma cuisine. Solar, mars
2009. Commandez ce livre chez
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Artikel vom 17. April 2005
Das gastronomische Restaurant im Hôtel
Le Bristol Paris unter der Leitung von Eric Frechon schmückt sich
seit 2001 mit zwei Michelin-Sternen. Seither gehört es zu den Fixsternen am kulinarischen
Firmament der französischen Metropole.
Von Anfang Oktober bis Ende April ist das Winterrestaurant Le Bristol
geöffnet. Mit seinen Régence-Täfelungen aus ungarischem Eichenholz, der
Goldblatt-verzierten Decke und den Malereien von Gustave-Louis Jaulmes, der
ebenfalls die Salle Pleyel und den Palais Chaillot dekoriert hat, offeriert es
ein stilvolles Ambiente, das durch Baccarat-Kristalllüster, eine Tapisserie
der Manufaktur de Lille aus dem 18. Jahrhundert, die eine Landschaft zeigt,
sowie einen Wildtisch von
Trehern ergänzt wird. Das Restaurant d'hiver befindet sich übrigens exakt dort, wo einst das
Privattheater des Grafen Jules de Castellane stand.
Von Anfang Mai bis Ende September
werden die Gäste im Sommerrestaurant bedient, das auf den mit 1200m2
grössten Hotelgarten von Paris hin offen ist, eine Oase der Stille inmitten
der turbulenten Stadt, in der jährlich über dreissig verschiedene Vogelarten
gesichtet werden.
Das Porzellanservice von Bernardeau in Limoges wurde übrigens speziell für das Bristol
kreiert.
Die einfache und klassische französische Küche von Eric Frechon zeichnet sich durch den Respekt des natürlichen
Geschmacks der Produkte aus, die er in den Vordergrund rückt und die bei aller Verfeinerung die Aromen nicht
verlieren, nicht durch Saucen beeinträchtigt werden.
Zu den Klassikern, den Incontournables von Eric Frechon zählen unter
den Vorspeisen die Macaronis truffés, farcis d'artichauts et de foie gras de
canard, gratinés au vieux parmesan sowie unter den Hauptgängen die Poularde
de Bresse für zwei Personen, cuite en vessie au vin jaune, ravioles d'abats
aux truffes noires, die der Schreibende als Vegetarier nicht getestet hat.
Auf Wunsch bereiten die siebzig Köche des Restaurant Bristol Mahlzeiten aus aller Welt zu, so aus Mexiko
und Japan, damit sich insbesondere ausländische Gäste wie zu Hause
fühlen. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf der klassischen französischen
Küche, die sich wie die Sprache in einem ständigen Wandel befindet. Erich
Frechon spricht von einer cuisine de saveurs, d'épices et d'herbes
fraîches. Spezielle vegetarische Menus befinden sich nicht auf der Karte.
Es lohnt sich, solche Wünsche im voraus zu äussern. Eric Frechon bekocht zu
80% Pariser Stammgäste, die wegen seinen Kreationen regelmässig den Weg ins
Restaurant Bristol finden.
Die Grande Carte wechselt dreimal jährlich, das Menu de Saison,
eine eigentliche kleine Karte, wöchentlich. Eric Frechon deckt sich bei den
besten Produzenten ein. So kommt der Grünspargel aus der Region Lubéron, die
Langusten aus Loctudy, die Lämmer aus Lozère, die Hasen aus Poitou, das
Rindfleisch aus Salers, die Fische aus der Bretagne, die Trüffel vom Markt in
Carpentras. Oft wendet sich Eric Frechon an hervorragende Kleinproduzenten wie
Monsieur Pile von der Ile de France für Gemüse oder Monsieur Fabre aus der
Touraine für Ziegenkäse.
Die Bäckerei des Bristol bereitet ab drei Uhr früh täglich mindestens elf
verschiedene Brotsorten vor. Sie erfreut sich internationaler Reputation, denn
die Königin von Thailand lässt sich regelmässig Brot in den königlichen
Palast nach Bangkok liefern.
Der Weinkeller des Bristol unter der Leitung von
Chefsommelier Jérôme Moreau mit seinen 30,000 Flaschen und über 1,000
Positionen gilt als einer der besten in Frankreich. Darunter befinden sich
einige Perlen wie ein Champagner von 1865, ein Château Pétrus 1959 und ein
Mouton Rothschild 1958. Der Hauptakzent liegt - wen wundert's? - auf dem
französischen Wein.
Chefkonditor seit Oktober 1999 Gilles Marchal. Der aus Lorraine stammende Marchal kreiert täglich eine spezielle
und kreative Patisserie, die nur an diesem einen Tag erhältlich ist. Im Oktober
2003 hat Marchal beim Verlag Agnès Vienot sein erstes Buch
herausgegeben: Fraise. Bestellen bei Amazon.fr.
Ein vegetarisches Mittagessen im Restaurant Bristol
Getestet im November 2004
Das Bristol bietet immer eine vorzügliche Auswahl erstklassiger Champagner
und Weissweine offen zum Aperitif an. Meine Entscheidung für einen Elsässer
Riesling bereute ich allerdings und bewog den Sommelier zu einem kaum
wahrnehmbaren, berechtigten Stirnrunzeln. So alte, hervorragende Champagnerjahrgänge im
Offenausschank links liegen zu lassen...
Neben Appetithäppchen - darunter ein Trüffeltoast - überzeugte die eingangs
erwähnte Brotauswahl, zu der eine Butter von Bordier aus Saint-Malo in der
Bretagne gereicht wurde.
Für den Vegetarier zauberte Erich Frechon aus der Hauptspeise Canard à
l'orange et au navets eine Vorspeise, indem er auf die Ente verzichtete
und sich auf die Beilage konzentrierte: Rüben, karamellisiert in Orangensaft, mit
Rosmarin und Ingwer gewürzt, wobei der Ingwer die frische der Orange und den
Geschmack des Kohls hervorhob. Ein vielversprechender Start, subtil, nicht zu
süss.
Auf einen hauchzarten Zwischengang mit Karotten und Fenchel, leicht mit Anis
gewürzt, wobei die Garzeit der entscheidend Faktor war, folgten
"vergessene", von der modernen Küche oft vernachlässigte Gemüse:
Royal Topinambur, Seleri, Edelkastanie und Knollenzist (Crosne). Sie
wurden veredelt durch schwarze Trüffel und auf drei verschiedene Arten
delikat zubereitet: als Bouillon, cuit à blanc sowie à la
boulangère.
Zu diesen leichten Gängen empfahl der Sommelier einen Condrieu 2001 vom
Weingut Georges Vernay, der leicht aromatisch, ausgewogen, nicht vom Zucker
dominiert und diskret war, um die Aromapalette aus dem Gemüsegarten nicht zu
überdecken.
Vor den Desserts optierte der Schreibende für die in Frankreich übliche
Käseplatte und wählte einen Vacherin Mont d'Or, der von einem Chardonnay des
Jahrgangs 2000 vom Burgunder Weingut Michelot begleitet wurde, der sich mit
seinem guten Säuregehalt nicht vom Käse dominieren liess und dennoch elegant
und leicht war.
So richtig ans Schlemmen ging es bei den Kreationen von Chefkonditor Gilles
Marchal. Auf sechs delikate Variationen der Klementine folgten ein gelungenes
warmes Soufflé au Grand Marnier, drei Sorbets (Apfel, Basilikum und Zitrone),
die von Johannisbeeren begleitet wurden. Sie mundeten so sehr, dass ein
Nachschlag mit Klementine- und Erdbeeresorbet folgte.
Sie haben es erraten, da blieb wirklich kein Platz mehr. Allerdings war es
unmöglich, der Versuchung eines winzigen getoasteten pain d'épice mit
Pfefferminzblatt und Orangenmarmelade zu widerstehen, beim dem Gilles Marchal
erfolgreich auf Kontraste setzte. Später war ein Besuch im Hotelpool dringend
angesagt...
Siehe auch die Artikel zum
Hôtel
Le Bristol Paris und die
Pariser
Stadtgeschichte.
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Eric Fréchon.
Photo © Romeo Balancourt / Le Bristol, Paris.

Das Winter-Restaurant im Salon Saint Honoré.
Foto © Hôtel Le Bristol Paris.
Biografie von Küchenchef Eric Frechon
Eric Frechon erhielt 1993 den Titel Meilleur Ouvrier de France und ist seit September 1999 Küchenchef im Restaurant
Bristol. Der Spitzenkoch wurde 1963 in Corbie, einem kleinen Ort in der
Picardie geboren. Er begann 1980 seine Karriere als Commis de cuisine im
Restaurant La Grande Cascade, das damals einen Michelin-Stern besass und
klassische französische Küche offerierte. Danach
arbeitete Frechon von 1981 bis 1983 ein erstes Mal im Bristol unter
Emile Tabourdiau,
der durch seine Reisen und die Nouvelle Cuisine beeinflusst war. Von 1983 bis
1985 war er Teil der Küchenbrigade von Chefkoch Deligne im berühmten
Gourmet-Restaurant Taillevent in Paris, das sich damals der wirklich
traditionellen französischen Küche widmete. Frechon arbeite im Taillevent
zuerst als Commis, danach als Chef de partie. Nach dem Militärdienst zog er
von 1985 bis 1988 für drei Jahre nach Spanien, wo er als Second de cuisine im
Hotel Byblos Andaluz bei der Hoteleröffnung dabei war, sich grossen
Banketten, Büffets und der spanischen Küche widmete. 1988, im Alter von 25
Jahren, erhielt Frechon im Restaurant Les Ambassadeurs des Pariser Hôtel de
Crillon erstmals die Leitung einer Küche übertragen. Hier lernte er erstmals
das Management und die Verantwortung in der Küche eines Palasthotels kennen.
Im November 1995 eröffnete Eric Frechon im 19. Pariser Arrondissement sein
eigenes Restaurant, La Verrière d'Eric Frechon. Hier widmete er sich der
gastronomischen Bistroküche, mit Produkte eines Bistro, die er
jedoch raffinierter verarbeitete und präsentierte. Im September 1999
wechselte er wie eingangs erwähnt als Chefkoch ins Bristol. - Buch von Eric
Frechon: Tout ce que vous devez avoir gouté au moins une fois dans votre
vie. Bestellen bei Amazon.fr.

Das Sommer-Restaurant mit dem mit 1200m2 grössten Hotelgarten von Paris.
Fotos © Hôtel Le Bristol Paris.

Eric Fréchon.
Photos © Romeo Balancourt / Le Bristol, Paris.
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