Restaurant La Rocca
Das italienische Restaurant in Kopenhagen
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Kong
Arthur online.
La Rocca, Vendersgade 25, 1363
Kopenhagen.
Artikel vom 8. März 2004
Manager: Dzelai Kadriev. Küchenchef:
Vincenzo Micheli.
Am 16. Oktober 2003 war der Schreibende
im italienischen Restaurant La Rocca zu Gast. Der Besitzer, Dzelai Kadriev,
kurz "Gerry" genannt, hat einen sizilianischen Vater und eine mazedonische
Mutter.
Eigentlich hatte Gerry Maschinenbau und Geometrie studiert. Als sein
Bruder in einem Restaurant arbeitete, half er dort im Sommer aus. 1991 begann
er mit einem sizilianischen Freund zusammen italienische Produkte nach Kopenhagen zu importieren.
1994 eröffnete die zwei einen kleinen
Laden, in dem sie neben italienischen Importgütern auch selbstgemachte
Eiscreme und frische Pasta verkauften.
Von 1996 bis 1999 arbeitete Gerry als
Küchenchef im der italienischen Küche verpflichteten Restaurant Frascati.
1999 schliesslich packte Gerry die sich ihm eröffnende Chance, ein eigenes
Restaurant zu eröffnen. Im La Rocca stand er zu Beginn noch selbst in der Küche, heute leitet
er das Restaurant "nur" noch.
Seit Mai 2001
arbeiten im La Rocca drei Köche unter der Leitung des sizilianischen Küchenchefs
Vincenzo Micheli, der 1966 in Catania geboren wurde. Micheli war bereits in
Italien als Koch tätig, ehe vor rund fünfzehn Jahren nach Dänemark kam. Vor
dem La Rocca kochte er zuletzt im Moltkenpalais in Kopenhagen. Micheli
verwendet nur frische Zutaten (Fisch, Fleisch, Gemüse). Alles wird täglich
neu zubereitet, die Pasta, das Brot, die Desserts.
Das Restaurant bietet für 90 bis 100 Personen Platz. Gruppen können in
separierbaren Räumen untergebracht werden. Im Sommer ist die an der Rückseite des Restaurants gelegene
Gartenterrasse empfehlenswert. Dort stören keine Autos.
Das La Rocca hat viele Stammgäste
aus Kopenhagen. Es kommen aber auch Touristen aus dem In- und Ausland, die in
den Hotels Ibsens und
Kong
Arthur absteigen, in deren Gebäude das Restaurant ist.
Speziell am La Rocca ist das Spielzimmer.
Familien mit kleinen Kindern sind im Restaurant also herzlich willkommen und
stören weder die Eltern noch die anderen Gäste, auch wenn sie nicht gerade
essen wollen.
Das dreigängige weekly menu im La Rocca ändert, wie der Name schon
sagt, wöchentlich. Ebenso das surprise menu mit vier Gängen. Teile
der antipasti und der pasta, die auf der normalen Karte
angeboten werden, ändern alle zwei bis drei Wochen.
Ein Abendessen im "La Rocca, bar & ristorante", Oktober 2003
Die im La Rocca angebotenen Speisen kommen aus allen Regionen Italiens. Zu
seinen Spezialitäten zählt Gerry die Linguine alla pescatora. Als Vegetarier konnte der
Schreibende die Hausspezialität allerdings nicht testen. Das Abendessen
begann stattdessen mit einem Bellini als Aperitif (Pfirsich, Schaumwein und
Himbeere, typisch für Venedig).
Für den Hauptgang wurde ein Barbera aus dem Piemont gewählt. Der "Altea"
aus dem Jahr 2000 ist ein Barbera d'Asti der Cantine Sant'Agata. Der fruchtige
Rotwein mit leichter Säure sollte wie alle Barbera d'Asti jung getrunken werden. Er ist ideal, um
Pasta und Fleisch zu begleiten.
Als Appetithäppchen wurden dreierlei Bruschette serviert: geröstete
Knoblauchbrötchen mit Tomaten und Basilikum, mit Pilzen sowie mit Auberginen und
Mozzarella. Die
letzteren erwiesen sich als die besten, geschmackvoll und saftig.
Danach folgten dreierlei Teigwaren als Hauptgang: Die Tortellini dell nonna
(tortellini
giganti mit Spargeln, Butter und Sagasauce) überzeugten geschmacklich.
Bei den mit Pesto, Knoblauch und Tomaten gefüllten Panzerotti war der
Pestogeschmack eine Spur zu schwach. Die nachfolgenden Tagliolini mit
Cherrytomaten und Spinat waren bewusst vorsichtig gewürzt, damit bei der
Zugabe von Parmesan die Speise nicht zu salzig wurde.
Tags darauf besuchte der Schreibende nochmals das La Rocca, diesmal um eine Pizza al
Gorgonzola zu testen. Da oft Gäste nur für eine Pizza ins Restaurant kommen
und Gerry seine Kunden nicht hungrig ziehen lassen will, füllen
die Pizze einen ordentlichen Teller. Die Pizza al Gorgonzola war kräftig im Geschmack, aber nicht zu schwer, mit nicht zu dickem Teig, kurzum
ausgezeichnet.
Zurück zum Vortag: Zum Dessert empfahl der Kellner einen "Degani",
Recioto della Valpolicella aus dem Jahr 1999. Dieser Dessertwein aus dem Veneto sollte kalt, bei 12 bis 14
Grad Celsius serviert werden. Beim Degani handelt es sich um eine Spätlese,
die drei Monate lang getrocknet wird. Die reifen Früchte ergeben einen besonders fruchtigen und
angenehm gezuckerten Wein. Die Fermentation wird nach einigen Tagen gestoppt, wodurch der frische
und süsse Geschmack der Früchte bewahrt wird. Der Wein besteht aus drei
verschiedenen Traubensorten, den gleichen wie beim Amarone. Beim Degani werden
die Trauben allerdings zwei bis drei Wochen später geerntet.
Der süsse Degani ist ausgezeichnet zur Begleitung von
Schokoladendesserts. Im Fall des Schreibenden passte er ideal zum Gianduiotto,
einem Eisdessert mit Schokoladenüberzug aus dem Piemont. Die Pannacotta al
caffè, ebenfalls aus dem Piemont, war deliziös, die Mousse al lampone
zart, leicht und luftig. Den
Höhepunkt einer Reihe ausgezeichneter Desserts bildete das Tiramisù, feucht und leicht, ein Traum, der wie alle
Desserts natürlich hausgemacht war. La Rocca ist eines jener italienischen
Restaurants, das wir guten Gewissens, ja mit Begeisterung weiter empfehlen
können.
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Foto © Restaurant La Rocca.

Foto © Restaurant La Rocca.
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