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Tsao Yang
Das chinesische Restaurant im Kempinski Hotel Atlantic in Hamburg

Artikel vom 14. Januar 2004
 
Das chinesische Restaurant Tsao Yang im Kempinski Hotel Atlantic in Hamburg öffnete 2003 seine Pforten. Am ersten regulären Arbeitstag, dem 24. Juni, war der Schreibende dort zu Gast. An jenem Abend schaute übrigens auch Panikrocker Udo Lindenberg vorbei, um zu sehen, was sich in "seinem" Atlantic verändert.

Das Tsao Yang gehört zur "Recreo Group Entertainment", die trendige und elegante Restaurants unter anderem in Madrid, Bilbao, San Sebastian und Genf betreibt. Geschäftsführer in Hamburg ist Philippe Bloch, der zuvor unter anderem als General Manager im Park Hyatt in der Hansestadt gearbeitet hat.
 
Im Tsao Yang arbeiten sieben Köche aus Hongkong und Taipei, die eine authentische und traditionelle chinesische Küche mit Gerichten aus Sichuan (Szetchuan), Schanghai und Kanton garantieren.
 
Sichuan bietet vor allem eine scharfe, pikante Küche. Im Tsao Yang sind zum Beispiel die Wan Tan Suppe und Hühnchen Kon Pao aus dieser Region im Angebot. In Kanton liegt der Hauptakzent der Küche auf Meeresfrüchten. Seezungenfilet gehört dazu. Aus Peking stammen unter anderem die Peking Suppe, Dim Sum und natürlich die berühmte original Peking-Ente. Im Tsao Yang stammen die Enten aus England; Cherry Valley ist der Name der Züchtung. Die französischen Enten seien zu fett und die holländischen zu dünn. Kräuter, Gewürze und Mehl kommen aus China, Fische und Gemüse aus Hamburg.
 
Die Auswahl hervorragender Basisprodukte und die Arbeit in der Küche, nicht die Dekoration, stehen im Vordergrund. Die offene Schauküche erlaubt es den Gästen, bei der Präparation der Speisen in Woks zuzusehen. Die Köche bereiten einzelne Speisen auch direkt vor dem Gast vor, so die original Peking Ente, die am Tisch tranchiert wird.
 
Der 1957 geborene Executive Chef Chin Kam Hoi kommt ursprünglich aus Hongkong und lebt seit den 1980er Jahren in Madrid. Er leitete die Köche im Tsao Yang bis September 2003 an. Seither führt der gleichaltrige Küchenchef Jian Xi Lian, der aus Kanton stammt, alleine das Zepter.

Das chinesische Restaurant bietet Platz für 80 Gäste. Es wurde nach den Prinzipen der Jahrtausende alten Harmonielehre Feng Shui und bewusst in weichen, hellen Farben eingerichtet, da es in Hamburg im Winter früh dunkelt, so Geschäftsführer Philippe Bloch. Die mit weissem Kunstleder bezogenen Möbel sind eine Spezialanfertigung. Das Design ist modern, nimmt aber traditionelle orientalische Elemente und Bilder auf. Die minimalistisch-eleganten Tischdekorationen sowie die Lampions setzen rote Farbtupfer.

Tsao Yang steht chinesisch für Sonnenaufgang. Im Restaurant geniesst der Gast den Blick auf die Aussenalster sowie am Abend zusätzlich auf den Sonnenuntergang.
 
Ein vegetarisches Abendessen im Tsao Yang 
Getestet am 24. Juni 2003
 
Den Auftakt machte eine scharf-saure, aufregende Peking-Suppe. Danach folgten Frühlingsrollen aus Gemüse, darunter Erbsen und Tomaten, Zucker und Früchten an Sojasauce. Sie regten den Appetit weiter an.

Mit den Speisen werden drei Saucen serviert, die der Gast je nach Lust und Laune bzw. je nach Gang verwendet. Die hausgemachte süss-saure Sauce Vieoman mit Fischessenz wird zu Vorspeisen wie Frühlings- und Herbstrollen, zu Garnelen und Salaten gereicht und kommt ursprünglich aus Kanton. Die hausgemachte Sojasauce beinhaltet Lauch, Zitronengras und Ingwer. Sie wird zu vielen Gerichten als Geschmacksverstärker und eine Art Salz-Ersatz gereicht. Die pikante, scharfe Sauce, ebenfalls im Haus zubereitet, kann mit allen Gerichten verwendet werden.

Gebratener Tofu mit Wasserkastanien, Austernpilzen, einer Auswahl asiatischer Pilze und Gemüse setzten das Menu fort. Eine Gemüseauswahl mit Chinakohl, Bambussprossen, Maiskölbchen, Karotten, Morcheln und Shiitakepilzen folgte.

Beim Shiitakepilz handelt es sich um einen den Ritterlingen nahe stehenden mittelgrossen Pilz, der auf morschem Laubholz wächst. Er hat einen rötlich-braunen, bis zehn Zentimeter breiten Hut. Die Lamellen sind weiss, das Fleisch weisslich und fest. Dieser Speisepilz wird in China und Japan seit über 2000 Jahren kultiviert. Im Tsao Yang schmeckte er vorzüglich.

Als weitere Gänge wurden der gebratene Reis "Yang-Tseu" sowie grüne Spinatnudeln mit frischem Gemüse gereicht. Chinesische Küche kann gut und gesund sein.

Zum Dessert gab es karamellisierte Köstlichkeiten vom Sesam, eine Spezialität aus Peking. Schokoladeröllchen mit Banane aus Kanton und exotische Früchte rundeten das Dinner ab.

Neben allerlei chinesischen Teesorten - dem Schreibenden mundete insbesondere der Jasmin-Tee - hat das Restaurant Cocktails und ausgezeichnete Weine aus Europa im Angebot, die auf die angebotenen Speisen abgestimmt sind. Im Tsao Yang im Kempinski Hotel Atlantic in Hamburg werden natürlich nicht nur Vegetarier problemlos und auf hohem kulinarischen Niveau satt.




Blick ins chinesische Restaurant im Atlantic. Foto © Restaurant Tsao Yang.


Executive Chef Chin Kam Hoi am Werk. Foto © Restaurant Tsao Yang.


Blick ins chinesische Restaurant im Atlantic. Foto © Restaurant Tsao Yang.


Blick ins Restaurant. Fotos © Restaurant Tsao Yang.



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