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Super Tuesday
P.S. 7. Februar 2008
Wenn das Rennen bei den Republikanern
schnell entschieden wird, ist dies nicht unbedingt ein Vorteil. Wenn nur noch
der Kampf Hillary Clinton gegen Barack Obama die Nachrichten füllt, könnten viele
parteipolitisch unabhängige Amerikaner John McCain einfach vergessen, der so wie
sein Freund Rudy Giuliani einfach in der Versenkung verschwinden würde...
Hinzugefügt am 7. Februar 2008 um 20:50 Berliner Zeit
Entgegen seiner Ankündigung direkt nach
dem Super Tuesday ist Mitt Romney nun doch aus dem Präsidentschaftsrennen
ausgestiegen. Damit nehmen sich Romney und Huckabee nicht mehr gegenseitig die
konservativen Stimmen weg. Romneys Rede vor dem Conservative Political Action
Committee liest sich allerdings nicht wie eine direkte Unterstützung für
Huckabee. Im Gegenteil lobte er John McCain, ohne ihn jedoch als Kandidaten zu
unterstützen. Huckabee seinerseits hat angekündigt, im Rennen zu bleiben.
Artikel vom 6. Februar 2008, hinzugefügt um 07:55 Rigaer Zeit, zuletzt
aufdatiert um 20:57 Rigaer Zeit
Der
„Super Tuesday“, der 5. Februar 2008, hat bei den amerikanischen Wahlen eine
Fülle von Entscheidungen in über 20 Bundesstaaten gebracht. Bei den Demokraten
sind nach diesem Wahltag bereits 52% aller Delegiertenstimmen vergeben, bei den
Republikanern immerhin 41%.
Bei den Demokraten gilt es zu beachten, dass dort rund 20% oder knapp 800
Delegierte sogenannte Superdelegierte sind. Dabei handelt es sich um Abgeordnete
und Senatoren der Partei, Gouverneure, Mitglieder der Parteiführer und ehemalige
Präsidenten, darunter natürlich auch Bill Clinton. Die Republikaner haben das
System der Superdelegierten für 2008 abgeschafft. In dieser Hinsicht sind die
Republikaner also demokratischer, da sie dem Parteiestablishment keine
Sonderrechte einräumen.
Bei den Republikaner gilt zumeist das System „the winner takes all“, wer die
Vorwahl gewinnt, erhält alle Delegierten des jeweiligen Bundeslandes
zugesprochen. Bei den Demokraten hingegen gilt das proportionale System, bei dem
die Delegierten gemäss dem Wähleranteil vergeben werden, sofern eine Hürde von
15% übersprungen wird. Bei den Republikanern hat John McCain eine
Vorentscheidung am Super Tuesday geschafft, insbesondere weil Mike Huckabee
unerwartet stark abschnitt und einige Bundesstaaten für sich gewinnen konnte,
während dem der Kampf bei den Demokraten bis im April, vielleicht sogar bis zum
Präsidentschaftskonvent der Partei offen bleibt, auch wenn Hillary Clinton ihre
Führung behalten konnte.
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Die republikanische Vorwahl in West Virginia - Wahlresultate
Zuerst kam das Resultat der Republikaner aus West Virginia. Dort fand keine
eigentliche Vorwahl und auch nicht wirklich ein Caucus, sondern eher ein
Parteikonvent statt, bei dem alle 18 Stimmen des Staates nach dem für die
Republikaner zumeist üblichen „the winner takes all“ System statt, bei dem der
Spitzenreiter alle Delegierten des amerikanischen Teilstaates gewinnt.
Im ersten Wahlgang erhielt Mitt Romney 41%, Mike Huckabee 33%, John McCain 15,5%
und Ron Paul immerhin 10%. Gemäss den Konventregeln, die zudem mindestens 50%
für den Sieg voraussetzen, fiel Huckabee im zweiten Wahlgang aus dem Rennen.
John McCain forderte seine Wähler auf, für Mike Huckabee zu stimmen, um zu
verhindern, dass der Staat an Mitt Romney fiel.
Für John McCain ist es äusserst wichtig, dass Mike Huckabee nicht bereits vor
dem Super Tuesday das Handtuch warf, sondern im Rennen blieb, denn er macht Mitt
Romney die stramm konservativen und insbesondere die evangelikalen Wähler
streitig.
Im zweiten Wahlgang schaffte es Mike Huckabee dann tatsächlich, die Mehrheit des
Parteikonvents in West Virginia für sich zu gewinnen. Mike Huckabee gewann 51,5%
oder 567 der 1100 Stimmen, Mitt Romney kam nur auf 47,4% oder 521 Stimmen, für John McCain verblieben
1% oder 12 Stimmen.
Natürlich schrie Mitt Romney sofort „Zetter und Mordio“, doch gehören bei so
einem Konvent / Caucus Absprachen nach jedem Wahlgang zum
System.
Die demokratischen Vorwahlen finden in West Virginia erst am 13. Mai statt.
Die Wahlergebnisse im Staat New York
Hillary Clinton gelang es wie erwartet bei den Demokraten, den Staat New York
für sich zu gewinnen, den sie als Senatorin vertritt. Bei den Demokraten gilt
allgemein das proportionale System, sofern der Kandidat die 15%-Schwelle überschreitet.
Daher braucht es einen grossen Abstand zwischen den Spitzenkandidaten, um einen
entscheidenden Vorsprung bei den Delegiertenzahlen herausholen, weshalb bei den
Demokraten niemand nach dem Super Tuesday bereits eine Entscheidung um die
Präsidentschaftsnomination erwartet. In New York gewann bei den Demokraten
Hillary Clinton mit 57% vor Barack Obama mit 40% und John Edwards mit 1%. Bei
den Republikanern siegte John McCain mit 51% vor Mitt Romney mit 28%, Mike
Huckabee mit 11%, Ron Paul mit 7% und dem - allerdings längst seinen Freund
McCain unterstützenden ehemaligen Bürgermeister von New York City - Rudy
Giuliani mit 3%.
Bei den Republikanern gilt allgemein das System „the
winner takes all“.
Die Wahlen in New Jersey
Bei den Republikaner gewinnt John McCain die Vorwahl im Bundesstaat New
Jersey mit 55% vor Mitt Roney mit 28%, Mike Huckabee mit 8%, Ron Paul mit 5% und
Rudy Giuliani mit 3%. Bei den Demokraten gewinnt Hillary Clinton mit 54% vor
Barack Obama mit 44% und John Edwards mit 1%.
Die Vorwahl der Republikaner in Alabama
Mike Huckabee gewinnt die republikanische Vorwahl in Alabama mit 41% vor John
McCain mit 37% und Mitt Romney mit 18%. Ron Paul kam auf magere 3%. Barack Obama
heisst der Sieger bei den Demokraten mit rund 56% vor Hillary Clinton mit 42%.
Die Vorwahl in Arkansas
Stand bei der Auszählung von 93% der Stimmen:
Mike Huckabee gewinnt die Vorwahl in seinem Heimatstaat, in dem er als
Gouverneur tätig war, mit 60% vor John McCain mit 20%, Mitt Romney mit 14% und
Ron Paul mit 5% . Bei den Demokraten gewinnt Hillary Clinton den Staat, in dem
einst ihr Mann Bill Clinton Gouverneur war, mit 70% vor Barack Obama mit 27% und
John Edwards mit 2%.
Die Vorwahlen im Bundesstaat Connecticut
John McCain entscheidet bei den Republikanern die Vorwahl im Bundesstaat
Connecticut mit 52% für sich, vor Mitt Romney mit 33%, Mike Huckabee mit 7%, Ron
Paul mit 4% und Rudy Giuliani mit 2%. Bei den Demokraten siegt Barack Obama mit
51% vor Hillary Clinton mit 47% und John Edwards mit 1%.
Die Resultate der Vorwahlen im Bundesstaat Delaware
Im Bundesstaat Delaware siegte Barack Obama mit 53% vor Hillary Clinton mit 43%,
Joe Biden mit 3% und John Edwards mit 1%.
Bei den Republikanern gewann John McCain mit 45% vor Mitt Romney mit 33%, Mike Huckabee mit 15%,
Ron Paul mit 4% und Rudy Giuliani mit 3%.
Die Wahlresultate aus dem Bundesstaat Georgia
Mike Huckabee gewinnt den Bundesstaat Georgia bei den Republikanern mit 34% vor
John McCain mit 32%, Mitt Romney mit 30%, Ron Paul mit 3% und dem ausgestiegenen Rudy Giuliani mit
1%. Bei den Demokraten gewinnt Barack Obama mit 67% vor Hillary Clinton mit 31%
und dem ausgestiegenen John Edwards mit 2%.
Die Wahlresultate aus dem Staat Illinois
Nach der Auszählung von 97% der Stimmzettel liegt bei den Demokraten
Senator Barack Obama in seinem Heimatstaat Illinois mit 65% klar vor Hillary
Clinton mit 33% und John Edwards mit 2%.
Die Wahlresultate Vorwahl in Massachusetts
Im Bundesstaat Massachusetts gewinnt Mitt Romney
bei den Republikanern mit 51% vor John McCain mit 41%, Mike Huckabee mit 4%, Ron
Paul mit 3% und Rudy Giuliani mit 1%. Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton
in Führung mit 56% vor Barack Obama mit 41% und John Edwards mit 2%.
Die Wahlergebnisse aus dem Bundesstaat Oklahoma
Senatorin Hillary Clinton gewinnt bei den Demokraten die Vorwahlen in Oklahoma
mit 55% vor Barack Obama mit 31% und John Edwards mit 10%. Bei den Republikaner
siegt John McCain mit 37% vor Mike Huckabee mit 33%, Mitt Romney mit 25%, Ron
Paul mit 3% und Rudy Giuliani mit 1%.
Die Wahlresultate aus Tennesse
Mike Huckabee entscheidet die republikanische Vorwahl in Tennesse für sich.
Er siegte mit 34% knapp vor John McCain mit 32%, Mitt Romney mit 24%, Ron Paul
mit 6%, dem ausgestiegenen Schauspieler Thompson mit 3% sowie Rudy Giuliani mit
1%. Bei den Demokraten gewann Hillary Clinton mit 54% vor Barack Obama mit 41%
und John Edwards mit 4%.
Die Resultate aus Alaska
In Alaska liegt Barack Obama mit 75% klar vor Hillary Clinton mit mageren 25% der Stimmen. Bei den Republikanern liegt
bei ebenfalls 98% der
ausgezählten Stimmen Mitt Romney mit 44% vor Mike Huckabee mit 22%, Ron Paul mit
17% und John McCain mit 15%.
Die Wahlresultate aus Arizona
Stand bei der Auszählung von 93% der Stimmen:
Senator John McCain gewinnt bei den Republikanern erwartungsgemäss seinen
Heimatstaat Arizona mit 48% der Stimmen vor Mitt Romney mit 34%, Mike Huckabee
mit 9%, Ron Paul mit 4% und Rudy Giulani - der gar nicht mehr im Rennen ist - mit
3%. Hillary Clinton gewinnt bei den Demokraten mit 51% vor Barack Obama mit 42%
und dem aus dem Rennen geschiedenen John Edwards mit 5%.
Die Resultate aus Colorado
Bei den Caucuses in Colorada gewann bei den Demokraten Barack Obama klar mit 67%
vor Hillary Clinton mit 32%. Bei den Republikanern lag bei der Auszählung von 95% der Stimmen Mitt Romney mit 60% klar vor John McCain mit 19%, Mike Huckabee
mit 13% und Ron Paul mit 8%.
Die Resultate der Caucuses in Idaho
In Idaho gewinnt bei den Demokraten Obama mit 79% vor Hillary Clinton mit 17%
und John Edwards mit 1%.
Die Republikaner wählen in Idaho erst am 27. Mai.
Die Wahlergebnisse aus Kalifornien - California
Im bevölkerungsreichen Bundesstaat Kalifornien haben nach der Auszählung von 97% der Stimmen bei den Demokraten Hillary
Clinton und bei den Republikanern der von Gouverneur Arnold Schwarzenegger
unterstützte John McCain gewonnen. Alle Wahllokale sind geschlossen. In
Kalifornien stimmten viele per Brief schon früher ab, weshalb Barack Obama von
dort kaum Hilfe erwarten kann, weil im Moment der Briefwahl seine Wahlkampagne noch weniger
Schwung hatte, insbesondere bei den Latinos in Kalifornien. Hillary Clinton
kommt auf 52% vor Barack Obama mit 42% und dem bereits ausgestiegenen John Edwards mit
4%. John McCain
gewinnt bei den Republikanern mit 42% klar vor Mitt Romney mit 34%, Mike Huckabee mit 12%, Rudy Giuliani mit
5% und Ron Paul mit 4%.
Die Wahlen in Kansas
Barack Obama gewinnt bei den Demokraten die Vorwahl in Kansas mit 74% vor
Hillary Clinton mit 26%. Die Republikaner halten hier am 9. Februar ihre
Caucuses ab.
Die Vorwahl in Minnesota
Nach der Auszählung von 82% der Stimmen liegt in Minnesota bei den Republikanern
Mitt Romney mit 41% vor John McCain mit 22%, Mike Huckabee mit 20% und Ron Paul
mit 16%. Bei den Demokraten liegt Barack Obama mit 67% vor Hillary Clinton mit
32%.
Die Vorwahl in Missouri
John McCain kann bei den Republikaner Missouri mit 33% vor Mike Huckabee mit
32%, Mitt Romney mit 29%, Ron Paul mit 4% und Rudy Giuliani mit 1% gewinnen.
Barack Obama gewinnt bei den Demokraten mit 49% vor Hillary Clinton mit 48%.
Die Caucuses in Montana
In Montana fanden nur Caucuses bei den Republikanern statt. Die Demokraten
halten hier erst am 3. Juni Primärwahlen ab. Mitt Romney gewann mit 38% vor Ron
Paul mit 25%, John McCain mit 22% und Mike Huckabee mit 15%.
Die Vorwahlen in New Mexiko
Nach der Auszählung von 98% der Stimmen im
Bundesstaat New Mexico liegt Barack Obama mit 49% vor Hillary Clinton mit 48%,
John Edwards mit 2% und Bill Richardson mit 1%. Die Republikaner halten hier
erst am 3. Juni Primärwahlen ab.
[Hinzugefügt am 16. Februar 2008: Nun liegen endlich die definitiven Ergebnisse
der Vorwahlen in New Mexico vor: Hillary Clinton gewann überraschend 14 der 26 Delegierten
des Bundesstaates. Insgesamt erhielt sie 73'105 Stimmen, 1709 mehr als ihr
Konkurrent Barack Obama, der jedoch im Gesamtrennen um die demokratische
Präsidentschaftsnomination nach wie vor die Nase vorne hat].
Die Resultate der Vorwahl in North Dakota
Barack Obama gewinnt bei den Demokraten die Vorwahl in North Dakota mit 61% vor
Hillary Clinton mit 37% und John Edwards mit 2%. Bei den
Republikanern heisst der Sieger Mitt Romney mit 36% vor John McCain mit 23%, Ron
Paul mit 21% und Mike Huckabee mit 20%.
Die Wahlen in Utah
Mitt Romney gewinnt erwartungsgemäss die republikanische Vorwahl in Utah, in dem
seine Religionsgemeinschaft, die Mormonen, eine entscheidende Rolle spielt.
Romney erhielt sagenhafte 90% der Stimmen, John McCain 5%, Ron Paul 3% und Mike
Huckabee 2%. Bei
den Demokraten in Utah gewann Barack Obama mit 57% vor Hillary Clinton mit 39%
und John Edwards mit 3%.
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