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Hillary und Obama nach den Vorwahlen in West Virginia

Hinzugefügt am 15. Mai 2008 um 11:28
In einem kritischen Moment nach der verlorenen Wahl in West Virginia erhielt Barack Obama die Unterstützung von John Edwards, die seiner Kampagne den nötigen Schwung zurückgab.

Hinzugefügt am 14. Mai 2008 um 23:15
Ein genauerer Blick auf das Wählerverhalten in West Virginia zeigt, dass Barack Obama nicht nur Clintons Arbeiter (blue-collar voters), die Frauen und die ärmeren Wähler verloren hat, sondern auch starke Einbussen bei seinen Kernwählern, den jungen, gebildeten und reicheren Urnengängern hinnehmen musste. Viele Befragte gaben an, dass sie Obama - nicht zuletzt wegen Jeremiah Wright - nicht trauten. Sollte dies kein auf West Virginia beschränktes Phänomen bleiben, dürfte es für Obama im November eng werden. Es ist gut denkbar, dass die Demokraten die zwei Parlamentskammern im Sturm nehmen, der Präsident jedoch nochmals von den Republikanern gestellt wird.

Artikel vom 14. Mai 2008 um 18:45 
Die demokratischen Vorwahlen in den USA sind zum Medienzirkus verkommen. Eigentlich steht Barack Obama längst als Präsidentschaftskandidat der Demokraten fest, doch Hillary Clinton will nicht aufgeben.

Natürlich besteht nach wie vor die theoretische Möglichkeit, dass sich genügend Superdelegierte auf die Seite von Hillary Clinton schlagen.
 Superdelegierte können ohnehin jederzeit ihre Meinung ändern und sich für einen anderen Kandidaten aussprechen. Sie sind an kein Wählermandat gebunden. Doch dadurch würden die Millionen von Wählern vor den Kopf gestossen, die sich an die Wahlurnen und in die Wahlveranstaltungen im ganzen Land begeben haben. Ohnehin hat Obama keinen Rückstand mehr bei den Superdelegierten, sondern hat mit Clinton auf dieser Ebene gleichgezogen.

Die Demokraten haben die Superdelegierten nach Jimmy Carters Niederlage gegen Ronald Reagan eingeführt, um notfalls das Resultat der Vorwahlen „korrigieren“ zu können, um den Kandidaten aufs Schild zu heben, der nach Meinung der Parteielite die grössten Wahlchancen im November hat.

Ein unschöner Kampf um die demokratische Nomination fand 1979 zwischen Präsident Jimmy Carter und seinem Herausforderer Ted Kennedy statt. Bereits die Nominationen von Carter 1976 und George McGovern 1972 waren vielen im Partei-Establishment aufgestossen. Mit anderen Worten: Die Demokraten trauen ihrer eigenen Basis nicht. Eine demokratische Kommission unter Gouverneur Jim Hunt erfand deshalb 1982 die Idee der Superdelegierten, die 1984 umgesetzt wurde.

Am 13. Mai 2008 hat Hillary Clinton  wie erwartet in West Virginia den Sieg davongetragen. Ihre 67% oder 239,062 Stimmen sind gegen Obamas magere 26% oder 91,652 Stimmen auf den ersten Blick beeindruckend. Doch das offizielle Endresultat der Vorwahl in West Virginia bedeutet lediglich, dass Hillary Clinton 20 weitere Delegierte auf ihrer Seite hat, während dem sich Barack Obama mit 8 Delegierten zufrieden geben muss. Hillary hat nur 12 Delegierte aufgeholt. Gleichzeitig haben sich allerdings wieder weitere Superdelegierte für Obama ausgesprochen. Kurz und bündig: An Clintons aussichtsloser Lage hat sich nichts geändert.



Warum bleibt Hillary Clinton im Rennen? Ihre einzige Hoffnung dürfte sein, dass der Weg bis zum demokratischen Parteikongress Ende August noch weit ist und bis dann vielleicht weitere Leichen im Keller von Barack Obama auftauchen, die ihn endgültig beschädigen und sie ihn so politisch beerben könnte.

So ein Erdbeben würde ein Video auslösen, auf dem Barack Obama zu sehen ist, wie er Wrights Rede beklatscht, in der dieser die amerikanische Regierung beschuldigt, HIV kreiert zu haben, um die Afroamerikaner mit Hilfe von Aids auszuradieren. Da Obama aber nach eigener Aussage nie bei den schlimmsten „Ausrutschern“ von Wright in der Kirche gewesen sein will, dürfte sich ein solches Video nicht finden lassen. Es wäre wohl schon längst aufgetaucht, denn der Besitzer könnte damit ein Vermögen machen.

Das Jeremiah Wright-Desaster hat der Kandidat mit afrikanischen Wurzeln scheinbar überstanden, obwohl er rund 20 Jahre in dessen Kirche ging. Obama will nie etwas von zweifelhaften Reden Wrights gehört haben. Zu Beginn der Affäre bezeichnete Obama Wright noch als Familienmitglied, ehe er mit ihm brechen musste, weil der Pastor seine teilweise hanebüchenen Aussagen wiederholte.

Wright traute nicht nur Obama und seine Frau Michelle, sondern taufte auch die Kinder des Paares. Zudem entlehnte Obama den Titel seines Buches „Audacity of Hope“ einer Predigt Wrights. Wer so etwas übersteht, der ist mit Teflon beschichtet. Nur ein richtiger Kadaver in seinem Kasten könnte Obamas Nomination durch die Demokraten noch verhindern.

In West Virginia sind aussergewöhnlich viele weisse, ältere und schlecht ausgebildete Wähler an die Urnen gegangen, die alle zu den Kernwählern von Hillary Clinton gehören. Diese Ausgangslage wird sich in den folgenden Primaries nicht wiederholen. Clinton kann nicht alle kommenden Wahlen mit so einer beeindruckenen Marge gewinnen. Im Gegenteil, sie wird einige Wahlen ziemlich sicher sogar verlieren. Hillary spielt also auf Zeit - und damit in die Hände von John McCain.

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