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Hannelore Kraft ist
Ministerpräsidentin in NRW
Artikel vom 14. Juli 2010 um 13 Uhr 32
Heute am 14. Juli 2010 liess sich Hannelore Kraft mit
Hilfe der LINKEN zur Ministerpräsidentin in NRW wählen. Sie steht nun einer
Minderheitsregierung von SPD und Grünen vor.
Jürgen Rüttgers hatte die
NRW-Wahlen 2010 vergeigt, doch die SPD eben auch nicht gewonnen, sondern
nochmals Federn gelassen.
Ein Blick noch weiter zurück zeigt, wie weit die SPD abgestiegen ist.
Dennoch strebte die SPD-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft,
an die Macht.
Die Linke schien Grünen und SPD nicht reif für eine Koalitionsregierung.
Daher wurde nichts aus Rot-Rot-Grün. Doch bei einer Minderheitsregierung von
Rot-Grün bleiben Sozialdemokraten und Grüne von den Stimmen der Linken
abhängig, ohne dass diese für die Politik der Koalitionäre in Haftung
genommen werden kann.
In
Hessen stoppten die Wähler 2009 den Drang von Ypsilanti und SPD nach
Links. In NRW könnte der Souverän rascher als Sozialdemokraten und Grüne
denken, wieder an die Wahlurne gerufen werden. Die Linke kündigte nämlich
bereits vor der Wahl an, sie werde von Fall zu Fall entscheiden, ob sie die
Regierung bei Abstimmungen unterstützen werde. Kanzlerin Merkel wies daher
zurecht auf den Wortbruch der SPD hin. Hannelore Kraft hatte im Wahlkampf
immer betont, Nordrhein-Westfalen brauche eine stabile Regierung. Davon kann
bei dieser Wackelregierung keine Rede sein. Bei der nächsten Wahl könnte der
Wähler die machtgeilen Politikerinnen von SPD und Grünen brutal abstrafen.
Ehrlicher wäre es gewesen, Die Linke in die Regierung einzubinden. Vor allem
aber wäre es politisch klüger gewesen. Denn nur wenn die Linke in Regierung
und Parlament durch einen Koalitionsvertrag gebunden und in eine
Solidargemeinschaft eingebunden wäre
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Hannelore Kraft hat nichts gelernt aus dem
Ypsilanti-Desaster. Die Mehrheit der Wähler ist
entschieden gegen eine Koalition mit linken Spinnern. Es handelt sich um
einen politischen Irrweg, der in Deutschland nicht zukunftweisend ist.
Im ersten Wahlgang vom 14. Juli 2010 erhielt Hannelore Kraft nur 90 von 181
abgegebenen Stimmen. Die Wahl ist geheim, doch darf angenommen werden, dass
strikt nach Fraktionsdisziplin abgestimmt wurde. 81 Abgeordnete (wohl CDU
und FDP) votierten gegen Kraft. 10 enthielten sich (wohl Die Linke). SPD und
Grüne stimmten wohl geschlossen für Kraft (zusammen 90 Stimmen).
Im zweiten Wahlgang, in dem nur noch die relative und nicht mehr die
absolute Mehrheit der Stimmen zur Wahl der neuen Ministerpräsidentin nötig
war, setzte sich Hannelore Kraft durch. Die Linke hatte vor der Wahl
angekündigt, sie werde sich bei einem allfälligen zweiten Wahlgang der
Stimme enthalten, wodurch Hannelore Kraft von SPD und Grünen der Schritt an
die Macht ermöglicht würde. Genau so kam es. Im zweiten Wahlgang erhielt die
SDP-Kandidatin 90 Stimmen und wurde so zur neuen Ministerpräsidentin von
Nordrhein-Westfalen gewählt. 80 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen ergänzten
das Bild. Hannelore Kraft nahm die Wahl an.
Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann von den Grünen hatten die wichtigsten
Vorhaben ihrer Regierung unter der Überschrift "Gemeinsam neue Wege gehen"
angekündigt. Wird der Weg in einer Sackgasse enden?
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