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Berlusconis
Volk der Freiheit steht hinter
Mario Monti
Die grösste italienisch Bank,
Unicredit, verliert im dritten Quartal €10,6
Milliarden
Hinzugefügt am 14. November 2011 um 16:36
Die grösste italienisch Bank,
Unicredit, verliert nach Abschreibungen von 9,6 Milliarden Euro im dritten
Quartal 2011 rund 10,6 Milliarden Euro. Die Aktie wurde heute vom Handel
ausgesetzt. Bis 2013 will die Bank die Schwierigkeiten überwunden haben.
Hinzugefügt am 14. November 2011 um 10:12
Mario Monti hat am 13. November
2011 von Staatspräsident Giorgio Napolitano den Regierungsauftrag erhalten.
Inzwischen hat auch der Ex-Staatsanwalt Antonio Di Pietro mit seiner Partei
Italien der Werte angekündigt, seine Partei werde ein striktes
Technokraten-Kabinett Monti zu unterstützen. Während dem stellte der
bisherige Berlusconi-Alliierte Umberto Bossi von der Lega Nord noch einmal
klar, dass seine Partei in die Opposition gehe. Die Lega werde im Parlament
später je nach Lage entscheiden, ob sie Entscheidungen der Regierung
unterstützen werde. Die Regierung Monti kann nun auf eine breite
Unterstützung auf der Linken, in der Mitte und auf der Rechten zählen. Die
Ausgangslage für seriöse Reformen ist zur Zeit ausgezeichnet. Die linken
Demokraten hoffen laut Dario Franceschini neben der Sanierung der
Staatsfinanzen auf rasche Reformen des Wahlgesetzes und auf eine Reduzierung
der Parlamentarier. Laut der heutigen Aussage von Kammerpräsident Gianfranco
Fini sollte die Regierung Monti bis Freitag stehen und die Unterstützung des
Parlaments erhalten.
Berlusconis
Volk der Freiheit steht hinter
Mario Monti
Artikel vom 12 November 2011 um 22:59
Wie bereits
gemeldet stimmte heute das Unterhaus den von
der EU geforderten Reformen zu. Danach trat Premierminister Silvio
Berlusconi wie erwartet und angekündigt zurück. Die wichtigste Meldung von heute aber ist,
dass sich Berlusconis Volk der Freiheit hinter Mario Monti stellt. Berlusconi und seine
Partei unterstützen den glaubwürdigsten Reformer, den Italien zur Zeit
aufbieten kann den unabhängigen
Präsidenten der Bocconi Universität, der sich zuvor als EU-Kommissar einen
Namen gemacht hatte.
Auch wenn es sich Teile des Volks der Freiheit vielleicht bei der Abstimmung
zur Unterstützung von Mario Monti im Parlament nochmals anders überlegen
werden,
sollte es zusammen mit einer Mehrheit der Parlamentarier der Demokratischen
Partei, der grössten Kraft in der Opposition, sowie wichtigen Teilen der
ebenfalls oppositionellen
Zentrumsparteien („terzo polo“),
zu einer Mehrheit für die Regierung der Technokraten unter Mario Monti reichen.
Zuletzt hatte Silvio Berlusconi noch versucht, den ehemaligen
Premierminister Lamberto Dini ins Spiel zu bringen, den sein Alliierter, die
Lega Nord, unterstützt. Nun scheint Umberto Bossi von der populistischen
Lega fest entschlossen, in die Opposition zu gehen, wie er heute abend
nochmals klarmachte.
Silvio Berlusconi seinerseits machte klar, dass das Mandat der Regierung
Monti nur für die Umsetzung der Reformen gilt, andernfalls könnte ihm das
Volk der Freiheit jederzeit das Vertrauen entziehen.
Mario Monti ist insofern alternativlos, als die Märkte das Vertrauen in die
Regierung Berlusconi wegen ihres erratischen Verhaltens völlig verloren
hatten. Mario Monti hingegen wird als glaubwürdige Reformkraft wahrgenommen.
Auf die Schnelle einen anderen Premierminister aus dem Hut zu zaubern, würde
die Unsicherheit wieder zurückbringen. Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt
würden zwei Monate Unsicherheit bedeuten. Es brauchte eine sofortige Lösung,
die sofort Vertrauen zurückbringt. Wie bereits
im Juli ausgeführt, wird der Abbau der italienischen Staatsschulden
auf ein vertretbares Mass wohl ein Jahrzehnt dauern. Immerhin, ein Anfang
ist gemacht, sollte - wohl bereits am Montag - der seriöse Mario Monti in
den Regierungspalast einziehen.
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