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Hotel Capo d'Africa
Kritik und Fotos des Vier-Sterne Hotels in Rom

Buchen Sie das Hotel Capo d'Africa in Rom online.
Artikel vom 13. Januar 2006
 
Im antiken Viertel Capitis Africae und im Herzen des mittelalterlichen Rom gelegen bietet das Hotel Capo d'Africa zeitgenössischen Komfort und ebensolche Kunst in einer geschichtsträchtigen Umgebung. Das Kolosseum liegt nur gut fünf Gehminuten entfernt. Es ist wie die Kuppel von Sankt Peter und der Kaiserpalast Domus Aurea (mit unterirdischen Gängen), der nach dem von Nero angeordneten Brand Roms von eben diesem Kaiser gebaut wurde, von der (kleineren) Hotelterrasse sowie der Suite aus zu sehen. Nahe des Campo d'Africa wurde übrigens der Stoiker und Kaiser Mark Aurel geboren. Er stammte aus einer vornehmen Senatorenfamilie und wurde auf Anregung Hadrians von seinem Onkel Antonius Pius adoptiert.

Strasse und Hotel leiten ihren Namen vom Umstand ab, dass hier in römischer Zeit der bis zum Kolosseum reichende Campo d'Africa stand, in dem Sklaven aus Ägypten, Tunesien und Marokko untergebracht waren, die im Coliseo kämpfen mussten. Hier standen einst die Kasernen der Gladiatoren (die Ludi) sowie die Arsenalia und die Lupanari mit den wilden Tieren.

Das grösste Amphitheater nicht nur Roms, sondern der gesamten antiken Welt hiess zu römischer Zeit "Amphiteatrum Flavium". Der Name Kolosseum (italienisch: Colosseo oder Coliseo) setzte sich erst im Mittelalter durch und geht auf die über 35 Meter hohe Kolossalstatue des Nero zurück, die im 2. Jahrhundert dorthin versetzt wurde, sich allerdings nicht erhalten hat. Hier fanden bis ins Jahr 403 Gladiatorenkämpfe und bis 523 Tierhetzen vor maximal - je nach Schätzung - 40'000 bis 70'000 Menschen statt.

Zurück zum Hotel: Im Sommer ist die grosse Dachterrasse mit ihren 200m2 und den Kletterrosen, Limonen-, Oliven- und Granatapfelbäumen ein Traum, der viele Gäste ins Freie über den Dächern Roms lockt. Im Winter blühen hier übrigens Ciclamini. Der Maler Andrea Aquilanti liess sich vom Panoramablick der Hotelterrasse inspirieren, hielt ihn zuerst mit der Kamera fest und übertrug ihn danach Stück für Stück auf Leinwände, die heute die drei Konferenzräume des Hotels schmücken.

Von der linken, grossen Dachterrasse aus zu sehen sind die neben dem Hotel liegenden Kirchen SS. Quattro Coronati und San Clemente. Die Chiesa Santi Quattro Coronati gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde im 6. Jahrhundert vier Soldaten geweiht, die den Märtyrertod starben: Severo, Severiano, Carpoforo und Vittorino. Zwischen dem  12. und 14. Jahrundert wurden das Kloster, der Kreuzgang und das Oratorium San Silvestra angebaut. Ebenfalls auf dem Monte Celio liegen die Basilika San Clemente, die aus zwei übereinander liegenden Kirchen aus dem 4. Jahrhundert zusammengesetzt ist und wertvolle Fresken von Masolino da Panicate beherbergt sowie die älteste römische Kirche mit Rundbau, Santo Stefano Rotondo.



Der Schreibende hatte das Glück, in der neben dem Hotel gelegenen Basilica delle Monache Agostiniane der eindrücklichen Gesangsprobe von sechzehn Schwestern - eine davon an der Orgel - beizuwohnen. Am folgenden Tag zelebrierte ein Bischof eine Messe. Leider war er ein miserabler Redner, doch die Probe der Schwestern hatte sich gelohnt. Leider hörten nur elf Gläubige (und ein Atheist) ihren wunderbaren und unschuldigen Gesang.

Das Hotel Capo d'Africa selbst widmet sich seit 2002 jährlich dem Jazz, denn im Sommer dient es als offizielle Residenz des in der Nähe stattfindenden Open-Air-Festivals Jazz & Image in der Villa Celimontana. Im Hotel wohnte daher bereits eine fast endlose Liste von berühmten Musikern, darunter Cassandra Wilson, Laurie Anderson, Sarah Jane, Morris,
Dave Holland, Jacques Morelenbaum, Randy Brecker und Bill Frisell, um nur einige zu nennen.

Der Schreibende erinnert sich an viele jüngere Gäste sowie fünf verschiedene Fruchtsäfte beim Frühstück, was in einem Vier-Sterne Hotel keine Selbstverständlichkeit ist. Das Hotel ist nicht nur Behinderten-freundlich und -gerecht eingerichtet, sondern im Hotels arbeiten zudem einige behinderte Personen. Das Team hinterliess einen kompetenten, effizienten und freundlichen Eindruck. Die 64 Doppelzimmer und die Suite sorgen für eine übersehbare Anzahl an Gästen. Das Fitnesszentrum ist 24 Stunden offen und über den Aufzug direkt zu erreichen.

Das Gebäude des Hotel Capo d'Africa entstand 1903 und diente zuerst als Heim für Waisenkinder, ab den 1960er Jahren als Sekundarschule des Viertels Celio, das auf dem Hügel Monte Celio entstand, das der Legende nach vom Etrusker Celio Vibenna erobert wurde. Die Transformation zum Hotel fand erst nach der Jahrtausendwende statt. Die Renovierungsarbeiten wurden von der Römer Firma Appalti und dem englischen Architekten und Innendesigner Harry Gregory von Ara Design ausgeführt, die beide bereits zusammen das Hotel dei Mellini umstrukturierten.

Die Eingangshalle des Hotels ist mit abwechselnd matten und glänzenden Rauten  im Fussboden ausgestattet, der aus weissem Botticino-Marmor mit schwarzen, ebenfalls marmornen Einlegearbeiten besteht. Sie verhindern einen illusorischen Spiegeleffekt sowie einen Kontrast zu den warmen Farbtönen der Wände. Die Rezeption und Bar bestehen aus einer Kombination aus Glas und schwarzem Marmor mit weisser Äderung. Die aus Glas und Stahl gearbeiteten Lampen stammen von Artemide, die Sessel und Sofas der Lobby mit Sitzgelegenheiten aus Rattan von Antonio Bonacina. Die Blumenarrangements sind von Dea Flora, ebenso die Kreationen aus Wurzeln und schwarzen Korallen, welche die Glastischchen in den oberen Etagen zieren.

Die 64 Zimmer auf den drei Etagen unterscheiden sich in der Grösse, sind im Stil jedoch einheitlich in den warmen Farbtönen Ocker, Sand und Safran gehalten und werden von den Serienwerken "Il giorno" und "La notte" des Römer Künstlers Mariano Rossano geschmückt. Die hohen Kopfenden der Betten wie der Arbeitstisch sind aus Buchenholz. Die Nachttischchen bestehen aus einer Kombination aus Holz und mattiertem Glas. Die Sessel sind mit rotem Leder überzogen. In den Badezimmern wurde auf Kacheln verzichtet. Stattdessen wurde ein sandfarbener Anstrich verwendet, der die linearen Stuckarbeiten aus dem beginnenden frühen 20. Jahrhundert sowie das zeitgenössische Waschbecken aus marmornem Hellgrau hervorheben.

Das Hotel Capo d'Africa liegt nicht nur nahe an Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum, sondern auch verkehrstechnisch ist die Lage nicht schlecht: Die Bahnstation Ostiense liegt gut fünf Minuten zu Fuss entfernt, ebenso wie zahlreiche Busse. Nicht zuletzt bietet der Monte Celio viele "in-Restaurants". Touristen sind folglich im Hotel Capo d'Africa gut untergebracht.

Hotel Capo d'Africa, via Capo d'Africa 54, 00184 Roma, Italia.
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Die "Rosenwand" (Rose-Wall) aus alten Autoreifen (!) von Paolo Canevari heisst die Gäste in der Empfangshalle willkommen. Weitere zeitgenössische Römer Künstler wie Andrea Aquilanti, Pupino Samonà, Giancarlo Limoni, Gianni Dessì, Mariano Rossano und Giuseppe Salvatori haben ebenfalls Werke extra für das Hotel geschaffen. Photos © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Die Centrum Bar. Die Spezialität von Barkeeper Adolfo Bonucci sind die "frozen" aus frischen Früchten. Die Hausdrinks sind der Cocktail Caput Mundi aus Gin, Aprikosen-Brandy, Aperol, Grapefruitsaft und Grenadine sowie der Long Drink Colosseo mit Rum, Amaretto di Saronno, Campari, Bitter-Lemon und Orangensaft. Foto © Hotel Capo d'Africa, Roma.




Die Fassade bei Nacht. Photos © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Der Blick vom Penthouse auf das Colosseum.
Photos © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Die Studio-Suite mit eigener Terrasse wird von den Stars des in der Nähe
stattfindenden Jazzfestivals Villa Celimontana geschätzt.
Foto © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Blick in ein Zimmer. Fotos © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Der Frühstücksraum mit der Terrasse im Hintergrund.
Photos © Hotel Capo d'Africa, Roma.


Das Fitness mit Geräten von Technogym. Foto © Hotel Capo d'Africa, Rom.


Terrassen-Dinner. Photo © Hotel Capo d'Africa, Roma.

Hotel Capo d'Africa, via Capo d'Africa 54, 00184 Roma, Italia.
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