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Hotel Der Zauberlehrling Stuttgart
Hotelkritik, Design, Fotos
Artikel vom 23. Februar 2007
 
Zu den weniger bekannten Luxushotels in Stuttgart gehört Der Zauberlehrling. Die lediglich siebzehn Themenzimmer sind individuell ausgestattet. Wer das Besondere und Exklusive liebt, sollte hier übernachten.

Der Zauberlehrling wird von Karen und Axel Heldmann geleitet. Karen ist eine Hotelfachfrau, Axel ein Germanist und Koch. Ab 1984 führten sie im Remstal, rund 20km von Stuttgart entfernt, einen Landgasthof mit rund 200 Sitzplätzen und 40 Betten.

1993 legte Axel Heldmann seine Küchenmeisterprüfung ab und übernahm das Restaurant Der Zauberlehrling in Stuttgarts Bohnenviertel. In diesem früher direkt ausserhalb der Stadtmauern gelegenen Quartier wohnten einst einfache Leute, die zum Leben Bohnen anbauten.

Das Haus des Zauberlehrlings wurde um 1850 erbaut. Es ist zentral, nahe beim Hauptbahnhof, den wichtigsten Museen und der Staatsoper gelegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier ein Kostümverleih zuhause, ab den 1960er Jahren ein einfaches Restaurant und Hotel mit Etagenduschen. Seit 1993 betreiben die Heldmanns Das Restaurant Der Zauberlehrling in seiner heutigen Form als Gourmet-Restaurant sowie - seit 2001/2002 - das gleichnamige Hotel.

Das Haupthaus mieten die Heldmanns. 2006 kauften sie das Nebenhaus dazu und richteten dort einen Veranstaltungsraum sowie acht weitere Zimmer und Suiten ein, weshalb heute Der Zauberlehrling mit dreizehn Zimmern und vier Suiten aufwarten kann, in die nicht nur verliebte Pärchen, sondern auch zur Hälfte Geschäftsleute kommen, die nicht immer in normaler Hotelatmosphäre wohnen möchten.

Das Design, die Innendekoration im Zauberlehrling

Die Zimmer und Suiten sind in der Gestaltung von unterschiedlichen Kulturen und Stimmungen inspiriert. Allen Zimmern gleich ist das Konzept des offenen Badebereichs und der Inszenierung. Die gesamte Inneneinrichtung und das Lichtkonzept entwarf Karen Heldmann.
Der Umbau im Hauptgebäude wurde mit Hilfe des Architekten Thomas Rudolf bis März 2002 umgesetzt.



Mondschau

Zu meinen Lieblingszimmern gehört Mondschau, das im asiatischen Stil gehalten ist. Hier lassen sich in romantischen Nächten vom Bett aus der Mond und die Sterne beobachten. Der Architekt Thomas Rudolf plante daher vier Dachflächenfenster ein. Mondschau ist übrigens ein asiatisches Jahresfest, das im September in Japan unter dem Namen tsukimi gefeiert wird.

Die dem Fest zu Grunde liegende Legende stammt ursprünglich aus Indien: Ein Hase konnte nicht zusehen, wie die Menschen an Hunger starben, weshalb er sich selbst opferte und ins Feuer sprang, um gegessen zu werden. Die Gottheit Indra sandte daraufhin den Hasen zur Belohnung für seine selbstlose Tat auf den Mond. Das Fest zu Ehren des Hasen wird bei Vollmond gefeiert.

Das Mondschau-Zimmer ist ideal für Verliebte und Sonnenhungrige, denn es ist mit einer grossen Dachterrasse mit einem Loveseat mit Cabrioverdeck ausgestattet. Im Zimmer selbst sorgen ein offener Giebel mit original dunklen Holzbalken, eine Agape Holzbadewanne, ein asiatischer Schrank, Sitzmöbel und Stehlampen von Cervasoni, von Karen Heldmann entworfene Deckenleuchten und Handtuchhalter aus Bambus, ein offener Kamin mit schwarzen, polierten Kieselsteinen sowie eine vollverglaste Dusche mit weissen Kieselsteinen für Atmosphäre.

Die individuelle, asiatische Note in Mondschau wird durch Zitronengrasseife, Duftkerzen mit Kirchblütenaroma, Badesalz mit Jasim- und Lemongrasduft und frischen Orchideen in einer Bodenschale unterstützt.

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Paddington

Ebenfalls gut gefiel mir das Zimmer Paddington, wie Mondschau im 3. Stock gelegen und ebenfalls mit einer Dachterrasse ausgestattet. Seine Innendekoration ist die Frucht von Karen Heldmanns Liebe für den Kolonialstil und die Werke von Agatha Christie.

Paddington soll einen Hauch von Hercule Poirot und Miss Marple versprühen, eine Mischung aus schrulligem englischem antiquarischem Stil mit einigen afrikanischen Details. Hier duftet es nach Wildrosenseife, Vanille-Badesalz und -Kerzen.

Antiquitäten wie ein Standsäulenwaschbecken, eine Handbrause mit Messingarmaturen und eine freistehende Kupferbadewanne vor einem offenen Kamin geben dem Zimmer Flair. Ein antiker Lederkoffer dient als Nachtisch, und ein aus einem französischen Landsitz stammender antiker Pitchpine-Boden gibt dem Zimmer zusätzliche Wärme.

Hermitage

Ich selbst habe im Zimmer Hermitage übernachtet - und es nicht bereut. Kräftige Rot-Töne und üppige Stoffe sollen laut Karen Heldmann das Ambiente eines französischen Landsitzes evozieren. Daher wurde für die Wände eine französische Technik mit Leimfarbe verwendet, die eine Optik von verwitterten roten Farbschichten kreiert.

Üppige Brokatvorhänge im Schlaf- und Badebereich schützen vor neugierigen Blicken aus den Nachbarhäusern. N
icht die üblichen langweiligen Marken, sondern Amenities von Korres aus Griechenland stehen auf der eleganten Whirlpool-Badewanne.

Aufwendige Quasten, Kordeln aus Samt und Footstoolüberzüge wurden extra für Hermitage angefertigt. Der Schlaf- wird vom Badebereich durch eine von einem Schreiner massgeschneiderte Wandvertäfelung in Cremeweiss getrennt, in die ein auf beide Seiten hin drehbarer Flachbildfernseher eingepasst wurde.

In die handgetöpferten Waschbecken sind Verse aus Goethes Gedicht Der Zauberlehrling sowie der Name Hermitage eingebrannt. Die Armaturen in Badewanne, Dusche und Waschbecken sind aus Platin-Chrom. Details wie Handtuchhalter, Vorhängestangen und Tischgestelle wurden von einem befreundeten Kunstschmied gefertigt, die ein nach Wildrose und Zimt duftendes Zimmer schmücken.



Das Mondschau-Zimmer. Photos © Hotel Der Zauberlehrling, Stuttgart.




Die Hotelfassade Foto © Hotel Der Zauberlehrling, Stuttgart.


Paddington. Fotos © Hotel Der Zauberlehrling, Stuttgart.


Die Badewanne im Paddington-Zimmer. Photo © Hotel Der Zauberlehrling, Stuttgart.

Hotelerweiterung 2006

Bei der Hotelerweiterung im nebenstehenden Gebäude um vier Zimmer und vier Suiten arbeitete das Ehepaar Heldmann mit Steffen Leibold der Firma Planpunkt zusammen. Naturmaterialen, Design-Einzelstücke, futuristische Sanitärtechnik und HiFi-Elektronikanlagen treffen hier aufeinander.

Im Neubau zu erwähnen ist die Chalet-Suite, die mit Eschenholz, hellen Pergamenttönen und silberfarbenen Akzenten an den Wänden und Decken ausgestattet ist. Naturmaterialien wie Wollweiss-Filz, Kristalle, Kaninchenfelle, Wolle von Schaf, Kuh und Schneezie, aus Hirschgeweihen gefertigte Möbel sowie eine Doppelwanne mit einem dimmbarem Hirschgeweihleuchter von Karen Heldmann prägen das Ambiente. Im Badebereich fällt die Raindancebrause ohne Verglasung ins Auge, unter der Gäste frei im Raum den "Regen" geniessen können.


Der Zauberlehrling wartet nicht nur mit einzigartigen Zimmern und Suiten auf, sondern bietet zudem im Gourmet-Bereich das empfehlenswerte Restaurant Der Zauberlehrling sowie ein reichhaltiges Frühstück, zu dem eine Auswahl an 24 Teesorten gehört. Hier lässt es sich Leben!


Hermitage, das Zimmer, in dem der Schreibende zu Gast war, und das in der Realität viel spannender als auf diesem Foto aussieht, mit einem eleganten Bad auf der gegenüberliegenden Seite, getrennt durch einen Flachbildfernseher, eingelassen in eine auf beide Seiten zum Bad hin offene Trennwand.  Photos © Hotel Der Zauberlehrling, Stuttgart.

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