Deutsch Politik Geschichte Kunst Film Musik Lebensart Reisen
English Politics History Art Film Music Lifestyle Travel
Français Politique Histoire Arts Film Musique Artdevivre Voyages

Index  Advertise  Werbung  Links  Feedback
© Copyright www.cosmopolis.ch  Louis Gerber  All rights reserved.

Le Meridien Wien
Photos, Kunst, Geschichte und Design des Wiener Luxushotels
Artikel vom 1. April 2007, aufdatiert am 5. April 2007
 
Am Ring befinden sich viele Luxushotels. Le Meridien Wien ist jenes, das am besten zeitgenössische Kunst mit ebensolchem Design verbindet. Der Schreibende war in diesem Art+Tech Hotel im empfehlenswerten Executive Zimmer 747 mit Terrasse zu Gast.

Das 2003 eröffnete Hotel besteht eigentlich aus vier Häusern. Ein Eingang samt Treppenhaus ist sogar denkmalgeschützt. Le Meriden Wien verbindet daher alt mit neu auf einer weitgehend zeitgenössischen Bühne, mit den Gästen als Hauptdarsteller.

Das Innendesignkonzept Art+Tech von Le Méridien wurde von der britischen Designerin Yvonne Golds von Real Studios entwickelt. Art+Tech kombiniert moderne Kunst und minimalistisches Design mit den aktuellsten Technologien.

Die 1998 von Yvonne Golds und Alistair McGraw in London gegründeten Real Studios
erregten Aufsehen mit ihren Design-Lösungen für The British Library und das Imperial War Museum von Daniel Libeskind.

Unter den 294 Art+Tech Zimmern und Suiten sind 97 Superior Zimmer, 64 Deluxe Zimmer, 108 Executive Zimmer, 8 Junior Suiten und 17 Superior Suiten. Alle Zimmer verfügen über Plasma-TV, drei Telefone, High-Speed Internet- und Faxanschluss, Hosenbügler und Bügeleisen, Wasserkocher sowie Teebeutel und Kaffee. Der Zimmersafe mit integrierter Steckdose zum Aufladen von elektronischen Geräten bietet genügend Platz für Laptops. Die von Ligne Roset für Le Meridien entwickelten Betten mit 39cm dicken Matratzen von Sealy bieten ausgezeichneten Schlafkomfort. Die Badezimmer sind mit Power Dusche mit Massagedüsen und freistehender Badewanne (leider nach wie vor zumeist ohne Duschkopf - die Designerin duscht sich nach dem Bad wohl nie ab) ausgestattet.

Der complimentary Internetanschluss wird zwar langsam zum Standard in europäischen Luxushotels, ist aber noch immer erwähnenswert, da es noch wie vor Gangster gibt, die dafür 20 Euros oder in London gar bis 20 Pfund für 24 Stunden berechnen; im Hotel-Newspeech source of revenue gennant, im Klartext ein rip off oder foul play. Nach wie vor fast einzigartig ist die complimentary Minibar mit nichtalkoholischen Getränken in allen Le Méridien Art+Tech Hotels.

Im Hotel locken neben der Kunst, dem Design und dem 420m2-Wellness-Bereich - mit Pool, Jacuzzi, Sauna, Dampfband, Massageräumen und Fitness - noch ein Café sowie vor allem das
Restaurant Shambala und die gleichnamige Bar. Für Geschäftsleute interessant sind die acht Konferenzräume, weitgehend mit Tageslicht und Blick auf den Park, die das Farb-Licht-Konzept des Hauses aufgreifen und mit modernster Technik ausgestattet sind.


In der Shambala Bar wird vom resident DJ täglich zwischen 21 und 01 Uhr Chill Out Music aufgelegt, ja sogar extra fürs Shamabla komponiert und ist auf CD erhältlich bzw. auf myspace.com zu sehen und zu hören. Le Meridien Wien hat denn auch vorwiegend Gäste in den Dreissigern, wobei allerdings alle Altersgruppen vertreten sind.

In der Lobby sind permanent vier sehenswerte Installationen mit Selbstportraits der Künstlerin Irene Andessner aus den Jahren 2000/2003 ausgestellt. Das Hotel am Puls der zeitgenössischen österreichischen Kunst wird gerne für Photo-Shootings genutzt, so auch in den Tagen, in denen der Schreibende dort wohnte.

Neben Werken von Irene Andresser in der Lobby sind in den öffentlichen Räumen Kunst und Lichtinstallationen unter anderen von Ilse Haider, Bertram Hasenauer, Katharina Prantl und Fritz Simak zu sehen.

Mehrere Kunstinstitutionen arbeiten eng mit Le Meridien Wien zusammen. Dazu gehören die Vienna Art Week, das Österreichische Theatermuseum (mit Puppen, die Modelle richtiger Kostüme darstellen), die sich hinter dem Hotel befindende Akademie der bildenden Künste (mit einer Video Lounge mit interaktiven Arbeiten und Abschlussarbeiten von Studenten), die Wiener Secession, das MUMOK und Wiener Kunstgalerien.

Dank Wechselausstellungen bietet das Hotel Le Meridien Wien etablierten wie jungen Künstlern -insbesondere im 2005 eröffneten „Artist's Space“ - eine Bühne. Hoteldirektorin Gabriela Benz, die ab 1994 einige Zeit das Hotel Raphael in Rom leitete, setzt bewusst auf einen entspannten Zugang, der sich von der Strenge mancher Galerien absetzt. Die Schauspielgruppe „Theater im Hotel“ verwandelt zudem das Hotel-Café Boulevard regelmässig in einen Theatersaal.

Die erste Ausstellung fand mit Werken der in England lebenden österreichischen Schauspielerin und Fotografin Nichola Aigner zum Thema „Reflections“ statt. Seither folgten Präsentationen mit Arbeiten von Sinasi Bozatlis aus Wien, Pavel Roucka aus Prag und dem Fotografen H.H. Capor, um nur einige zu nennen.

Zu den vom Le Meridien Wien gekauften Werken von vom Hotel inspirierten Künstler-Gästen gehören Werke von Daniel Bottero, Gudrun Kampl, Hermes Payrhuber und The Frist Night der 1972 in Graz geborenen Claudia Nebel, deren Acrylarbeit auf Leinwand am Eröffnungsabend entstand und Gäste auf dem roten Teppich festhält.

Fazit: Das Hotel Le Meridien Wien, nur wenige Schritte von der Albertina und der Staatsoper entfernt, verbindet zeitgenössische Kunst und Design mit ebensolchen kulinarischen Genüssen durch einen jungen Chef mit grossem Potential. - Le Meridien Wien, Opernring 13-15, 1010 Wien, Austria.

Nebenbei bemerkt: Le Méridien gehört seit Ende 2005 zur Starwood-Hotelgruppe. Le Méridien wurde einst von Air France gegründet, um für die Kunden der Fluggesellschaft ein „Heim fern der Heimat“ zu schaffen. Als erstes Hotel eröffnete das Le Méridien Etoile 1972 in Paris. Heute gehören über 120 Hotels in über 50 Ländern zur Starwood-Marke Le Méridien.



Blick in den hinteren Teil der Lobby. Fotos © Le Méridien Wien.
 


Die Fassade. Photos © Le Méridien Wien.




Helle Farben und handgraviertes Glas, satinierter Chromstahl und Beleuchtungseffekte dominieren die Zimmer. Photos © Le Méridien Wien.


Badezimmer mit freistehender Massagedusche, Glaswaschbecken, Glaswänden und Sandstein für Transparenz. Photos © Le Méridien Wien.


Die Pink Suite. Photos © Le Méridien Wien.
 
Deutsch Politik Geschichte Kunst Film Musik Lebensart Reisen
English Politics History Art Film Music Lifestyle Travel
Français Politique Histoire Arts Film Musique Artdevivre Voyages

Index  Advertise  Werbung  Links  Feedback
© Copyright www.cosmopolis.ch  Louis Gerber  All rights reserved.