Das Grand Hotel Zermatterhof
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Hotel Zermatterhof.
Artikel vom 18. März 2003

Das Grand
Hotel Zermatterhof
bei Nacht. Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.

Das
Grand
Hotel Zermatterhof
bei Tag. Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.

Das
Grand
Hotel Zermatterhof im
Winter. Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.

Das
Grand
Hotel Zermatterhof.
Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.

Das
Grand
Hotel Zermatterhof.
Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.

Grand
Hotel Zermatterhof.
Foto Copyright: Grand Hotel Zermatterhof.
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Nicht nur das 1838 eröffnete Hotel Mont
Cervie mit seinen sechs Zimmern wurde auf Anregung vom Zermatter
Pfarrer Josef Ruden
(1817-1882) gebaut,
sondern der Pfarrer baute 1852-54 in Eigenregie das Hotel Riffelberg und
gab den Impuls zu einem durch die Burger zu bauenden Hotel.
1873-74 verhandelte die Burgergemeinde Zermatt mit dem Bischof vom Sitten
den Ankauf der Pfarrwiese, der 1874 erfolgte. Vom Dorfpfarrer dazu
ermutigt, baute die Burgergemeinde in den Jahren 1876 bis 1879 das Grand
Hotel Zermatterhof, damals noch Hotel Zermatt genannt. Mit 94 Zimmern und 150 Betten
war es das grösste
Hotel im Dorf. Um der Gemeinschaft keine übermässige Schuldenlast aufzubürden,
mussten sich die Zermatter Burger verpflichten, beim Hotelbau Fronarbeit zu leisten. Als Gegenleistung für ihre
gemeinnützige, d.h. unentgeltliche Arbeit
wurde das Recht der Nutzniessung verankert.
Unter Absatz 8 der Gründungsurkunde
des Hotels heisst es: “Es ist ausdrücklich verabredet, dass alle Burger
soviel als möglich ohne vorläufige Barzahlung sich an dem Bau beteiligen
sollen; jedoch wird die gemachte Arbeit als zinstragendes Kapital
betrachtet, welcher Zins jedoch erst dann ausbezahlt wird sowie auch das
Kapital, wenn das Haus Barschaft erbringt.“
Der Burgernutzen (Sozial- und
Rentenbeitrag an die Burger) wurde bis Mitte der Neunzigerjahre, vorerst
letztmals im Geschäftsjahr 1996, an die Burgerinnen und Burger entrichtet.
Die Höhe der Auszahlungen an die einzelnen Bezugsberechtigten ist
einerseits abhängig vom Geschäftsergebnis der Burgergemeinde
andererseits von verschiedenen Faktoren im direkten Umfeld der Burgerinnen
und Burger. So wird beispielsweise berücksichtigt, wenn eine Burgerin
verwitwet ist oder wenn Burgerinnen und Burger das Rentealter erreichen.
In den Neunzigerjahren wurde gesamthaft zwischen CHF 300'000 und 500'000 pro Jahr ausbezahlt, was
pro Burger Einzelbeiträge in der Höhe von rund
CHF 150.- bis 500.- bedeutete.
Da Geschäftergebnisse schwierig vorauszusehen sind, ist es
auch schwierig abzuschätzen, ob
und wann der nächste Burgernutzen bezahlt werden wird. Da die
Burgergemeinde als “Wirtschaftsmotor“ in Zermatt gewillt ist, wichtige
und nachhaltige Investitionen in touristischen Bereichen zu tätigen, ist
es wahrscheinlich, dass in naher Zukunft eher kein Burgernutzen entrichtet
wird.
Das Grand
Hotels Zermatterhof wurde im Frühjahr 1879 fertig gestellt,
die Eröffnung erfolgte auf die Sommersaison hin. Bis 1927 war das Hotel
nur im Sommer geöffnet. 1879 wurde es für 15 Jahre an die Familie
des dynamischen Hoteliers Alexander Seiler verpachtet. 1894 wurde der
Mietvertrag um 15 Jahre bis 1909 verlängert. Danach wurde es an Herrn Gindreaux vermietet, ehe es ab 1920 von den Burgern in Eigenregie
geführt wurde.
Bis 1928 war Herr Rohner der erste Direktor im Namen der Burgergemeinde,
danach übernahm Herr Stöpfer die Leitung. In den ersten Jahren war er
gleichzeitig noch als Volksschullehrer tätig. 1968 - nach vierzig Jahren!
- gab Stöpfer die Direktion an Herrn Zumtaugwald ab, der seinerseits 1986
durch den noch heute tätigen Direktor Jean-Pierre Lanz abgelöst wurde.
Zermatt ist im Gegensatz zu einigen anderen Schweizer Wander-,
Wintersport- und Kurorten um Diskretion und Privacy für seine Gäste
bemüht. VIPs und Stars, die in den Walliser Ort kommen, tun dies nicht um
der Publicity willen, sondern schätzen wie alle anderen Gäste die
ungestörte Ruhe. So kriegte die Presse erst nach ihrer Abreise Wind
davon, dass Tom Cruise und Nicole Kidman im führenden Hotel im Dorf, dem Grand
Hotel Zermatterhof, ihre Flitterwochen verbracht hatten.
Im Hotel wurde fast überall Holz verwendet. Fast alle
Zimmer und Suiten haben einen Balkon. Das Hotel bietet Sauna und Solarium
(1975), Hallenbad (1978), Bar, Dancing und mehr. Aus rund zwei Dritteln
aller Zimmer und Suiten geniesst man den Blick aufs rund 4500 Meter hohe
Matterhorn.
Ein Hotel ist ein "work in progress", beständig wird erneuert,
verbessert, ausgebaut. So öffnete am 14. Dezember 2002 das mit einer B-Lizenz ausgestatte Kasino im
Grand
Hotel Zermatterhof
seine Pforten. In den nächsten Jahren soll der
Wellness-Bereich ausgebaut werden.
Zu den berühmten Gästen im Grand Hotel Zermatterhof zählen König
Farouk und Stammgast König Juan Carlos, Friedrich Dürrenmatt, Walt
Disney, Audrey Hepburn und Paul McCartney, Robbie Williams und Roger
Moore. Im Jahr 2002, bevor Cosmopolis zu Besuch war, sorgte der Scheich
von Dubai mit einem Gefolge von 180 Personen während drei Wochen im Grand
Hotel Zermatterhof
für Aufsehen. Bei der Abreise gab es für jeden
Angestellten rund CHF 800.- Trinkgeld sowie für den Hoteldirektor
zusätzlich eine
teure Uhr. In Zermatt werden Märchen noch war...
Siehe auch die Artikel zur Geschichte von Zermatt,
zum Tourismus
in Zermatt sowie zum Glacier
Express.
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Klein Matterhornbahn. Foto Copyright: Zermatt Bergbahnen. Knapp zwei
Drittel der Zimmer und Suiten im Grand Hotel Zermatterhof haben vom
Fenster oder vom Balkon aus Sicht auf das Matterhorn.
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