Hotels in Luzern
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Ausgewähltes Hotel:
Das Grand Hotel National Luzern

Das am See gelegene
Grand
Hotel National Luzern gehört zu den beeindruckendsten Gebäuden
in Luzern. Das vom 1890 verstorbenen Oberst Pfyffer 1870 erbaute und 1871
eröffnete Hotel wurde in den Jahren 1873 bis 1882 vom weltweit berühmtesten
Hotelier aller Zeiten, Cäsar Ritz (1850-1918),
geführt.

Die Suite 306 des
Grand
Hotel National Luzern mit Seeblick, in der Cosmopolis zu Gast war.
Das obige Foto zeigt nur einen Ausschnitt der Suite.
Auf der gegenüberliegenden Seeseite, rund
zwanzig Gehminuten entfernt, liegt das von Jean Nouvel
erbaute KKL, in dem im Sommer das
weltberühmte Lucerne Festival stattfindet, über das Cosmopolis
regelmässig berichtet.

Die Bar des
Grand
Hotel National Luzern, in dem einst der französische
Meisterkoch Georges Auguste Escoffier (1846-1935)
tätig war, der als Schöpfer der feinen modernen Kochkunst gilt. Von ihm stammt
Le guide culinaire von 1903 (dt: Kochkunstführer). Es war Cäsar
Ritz (1850-1918), der ihn nach Luzern geholt hatte. Ritz und Escoffier
arbeiteten zusammen in den Sommersaisons der Jahre 1875-1882 im Grand
Hotel National Luzern.
Um Zimmer und Suiten online zu buchen sowie für praktische Infos: Grand
Hotel National Luzern.
Stadtführer & Reiseführer
zu Luzern

Stadtführer Luzern. Werd Verlag, Zürich, 2001, 235 S. Bestellen bei
Amazon.de.
English edition: Discover Lucerne. City Guide, 2001, 235 p. Get it from Amazon.de.
Dies ist die Quelle für die nebenstehende Stadtgeschichte. Der
Stadtführer enthält daneben eine Stadtbeschreibung sowie praktische
touristische Informationen.

Baedeker Allianz Reiseführer Schweiz. 2000, 717 S. Bestellen bei Amazon.de.
Der Band enthält zwölf ausführliche Seiten zu Luzern. Ideal für Reisende, die
mehrere Städte in der Schweiz besuchen. Im Jahr 1844 erschien
übrigens erstmals Baedekers Schweiz, das als "Lieblinsgkind"
des Verlagsgründers gilt und sehr erfolgreich war, wie die 39
Neubearbeitungen allein bis 1937 dokumentieren. Die Geschichte von Karl
Baedeker und seinem Verlag bestellen bei
Amazon.de.
Siehe zum weltberühmten Lucerne Festival die Artikel:
- Das Lucerne
Festival 2000/IMF 2000 Luzern.
- Das NHK Symphony
Orchestra Tokyo am Lucerne Festival 2001.
- The
Chicago Symphony Orchestra at the Lucerne Festival 2001.
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Eine kleine Geschichte von
Luzern
Beruhend auf dem Stadtführer
Luzern aus dem Werd Verlag
Luzern ist an der Stelle gelegen, wo die Reuss den See verlässt. Ihr Aufstieg als Markt- und Umschlagplatz
begann im 12. Jahrhundert, als an der schmalsten Stelle der Reuss eine
Brücke gebaut wurde und besonders als nach 1200 der Gotthardpass als
Verbindung zu Italien begehbar wurde.
Als politisches Gemeinweisen entstand die Stadt Luzern vom 12. bis 14.
Jahrhundert in der Auseinandersetzung zwischen der städtischen Siedlung
nördlich und südlich der Reussbrücke mit ihrem Markt sowie dem bereits um 750
gegründeten Benediktinerkloster St. Leodegar im Hof, das Mitte des
9. Jahrhunderts unter die Herrschaft der elsässischen Abtei Murbach
gelangt war und ein geschlossenes Herrschaftsgebiet am unteren Ende des
Sees sowie an der Reuss besass.
Um 1300 setzte ein Aufschwung ein. Die Stadt wurde zum zentralen Markt
zwischen den Alpentälern und dem Mittelland sowie die Schlüsselstelle im
wachsenden Gotthardverkehr. Um 1291 gingen die klösterlichen Rechte an
Habsburg über, wodurch Luzern und seinem Vorland drohte, Teil des
wachsenden Habsburger Territorialstaats zu werden, denn nach dem
Aussterben der Lenzburger, Kyburger und Staufer waren sie das letzte
mächtige Adelsgeschlecht im Alpenvorland.
Gegen diese zunehmende Bedrohung suchte Luzern bei den Länderorten weiter
oben am See Schutz, da sie alle nach lokaler Selbständigkeit gegenüber
Habsburg strebten. So wurde am 7. November 1332 der "Ewige Bund"
zwischen Luzern und den drei reichsfreien Waldstätten Uri, Schwyz und
Unterwalden geschlossen, gemäss den Autoren des Werd-Reiseführers die
wohl originellste Tat in der 800-jährigen Geschichte Luzerns, da es sonst
nirgendwo in Europa eine dauerhafte Verbindung zwischen einer Stadt und
einem Bauernbund gab. Bereits zwanzig Jahre später schlossen sich
Zürich, Zug und Bern dem Bündnis an, das zum Kern der Schweizerischen
Eidgenossenschaft wird.
Mit dem Sieg 1386 in der Schlacht bei Sempach über das Reiterheer Herzog
Leopolds von Österreich endeten die habsburgischen Staatsbemühungen im
helvetischen Raum. Gleichzeitig war die Zeit des Rittertums vorbei. Für
Luzern begannen drei Jahrzehnte der raschen Expansion durch Eroberung,
Kauf oder Verburgrechtung, an deren Ende im wesentlichen das heutige
Kantonsgebiet feststand. Die Stadtrepublik war vom Glück begünstigt und
erlebte eine friedliche Entwicklung. Luzern selbst nahm an
Eroberungszügen teil, wodurch sich die Stadt Mitsprache und Nutzniessung
an den eidgenössischen Vogteien im Aargau und Thurgau, im Rheintal und im
Tessin erwarb.
Um 1350 wütete allerdings auch die Pest. Zusammen mit den Kriegen
bewirkte der Schwarze Tod einen Rückgang der Stadtbevölkerung um 40%.
Auch die Landschaft war davon betroffen, erholte sich aber rascher. Erst
um 1570 dürften Stadt und Land Luzern wieder die Bevölkerungszahl von
1300 erreicht haben, nämlich rund 30,000.
Von Norden kamen vor allem Getreide, Salz und Wein aus dem Elsass auf den
Luzerner Markt; der Süden lieferte Waren aus Italien und dem Orient,
darunter edle Stoffe und begehrte Gewürze. Neben der wichtigen Funktion
im Fernhandel spielte Luzern die Rolle des zentralen Marktes als Scharnier
zwischen dem "Getreideland" im Norden und dem
"Weideland" in den Alpen und Voralpen, wo die Viehzucht im
Spätmittelalter vorherrschend wurde, wodurch die Bauern auf Getreide und
Salz vom Luzerner Markt angewiesen wurden, wofür sie vor allem Butter,
Käse und Vieh anboten.
Luzern wurde zu einem Durchgangsort für Kaufleute, Pilger und
Handwerksgesellen. Als im 14. Jahrhundert im Ausland die Nachfrage nach
Schweizer Söldnern stieg, griffen vermehrt Luzerner nach dieser
Erwerbsmöglichkeit. Zwischen 1400 und 1800 sollen rund 50,000 von ihnen
in Mailand, Rom, Neapel sowie am spanischen und französischen Königshof
Dienst geleistet haben. Aus der Stadt stammten vor allem Offiziere,
während die meisten einfachen Soldaten aus der Luzerner
"Landschaft", dem Untertanengebiet, stammten. Vor allem die
Offiziere brachten einen neuen Geschmack, so in der Mode, im Baustil oder
im Kulinarischen, in ihre Heimatstadt.
Luzern stand allerdings mit dem Rücken zum Mittelland, von wo im 18. und
19. Jahrhundert die modernen politischen und wirtschaftlichen Strömungen
kamen. Die Stadt wurde nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geistig und
kulturell vom Süden her dominiert. Die katholische Kirche war vom 16. bis
18. Jahrhundert die prägende Kraft. Die Reformation, die ab 1519 in der
Schweiz wirkte, hatte in Luzern, das nach Süden orientiert war, keine
Chance, nicht zuletzt wegen Zwinglis Ablehnung der Solddienste, der
Haupteinnahmequelle der führenden Luzerner Familien, aber auch
Rationalismus und Askese blieben der sinnenfreudigen katholischen
Bevölkerung fremd.
1574 errichteten die Jesuiten in der Kleinstadt Luzern ein Kollegium und
übten für 200 Jahre - sowie nochmals kurz im 19. Jahrhundert - einen
starken Einfluss auf das geistige und politische Leben aus. Als imposantes
architektonisches Zeugnis jener Zeit wirkt die um 1670 am linken Reussufer
erbaute Kirche. Seit 1579 residierte der päpstliche Nuntius in der Stadt,
die von da an bis Anfang des 18. Jahrhunderts nicht nur der unbestrittene
Vorort der katholischen Schweiz, sonder zeitweise der gesamten
Eidgenossenschaft war.
Die Zeit der Revolutionen begann für Luzern im Jahr 1798, als mit dem
Einmarsch der französischen Truppen das Ende der Patrizierherrschaft
kommt. Von Oktober 1798 bis Mai 1799 war die Stadt der Sitz der
helvetischen Regierung. 1814 erfolgte ein Staatsstreich aristokratischer
Kreise, welche die Restauration durchsetzten. Ab 1826 wurden allerdings
auch reformierte Gottesdienste abgehalten. 1831 entstand die liberale
Regenerationsbewegung und eine zögernde Industrialisierung setzte ein.
1841 trat eine konservative Verfassung in Kraft. Gleichzeitig entstand
eine demokratisch-ländliche Bewegung gegen die Dominanz der Stadt. 1844
kehrten die Jesuiten nach Luzern zurück. 1845 gründeten Luzern, Uri,
Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Solothurn den Sonderbund.
Im November 1847 fand der Sonderbundskrieg statt, der weniger als 100 Tote
forderte. Er endete mit der Kapitulation Luzerns vor den eidgenössischen
Truppen und führte zur Gründung des schweizerischen Bundesstaates. Die
Liberalen dominierten nun in Luzern, die Jesuiten wurden ausgewiesen und
einige Klöster aufgehoben. Doch die politischen Kämpfe in der Stadt
zwischen konservativen und progressiven Kräften dauerten an. Noch 1871
kam es zu einem konservativen Umschwung, ehe 1875 die bis heute gültige
demokratische Verfassung in Kraft trat. Doch Luzern blieb im Verhältnis
zur restlichen Schweiz lange von der Landwirtschaft überdurchschnittlich
geprägt. Noch 1910 waren 40% der Erwerbstätigen Bauern; heute sind es
noch immer 7,5%, etwa doppelt so viele wie im schweizerischen
Durchschnitt. 1842 entstehen die Moos'schen Eisenwerke, 1844 die
Maschinenfabrik Bell in Kriens, 1872 die Paperfabrik Perlen und 1874 die
weltbekannte Aufzügefabrik Schindler.
Um 1800 kam das Reisen zu Bildungs- und Vergnügungszwecken auf, womit
Luzerns neue Rolle als Fremdenstadt einsetzte, die bis prägend ist. Vom
Dienst in der Fremde wechselten die Luzerner zum Dienst an den Fremden.
1837 fuhr das erste Dampfschiff auf dem Vierwaldstättersee. Zwischen 1845
und 1910 entstanden die monumentalen Hotels Schweizerhof, National,
Palace, Montana sowie der Kursaal. Im Jahrzehnt nach 1855 verschwanden
leider insgesamt zwanzig Tore und Türme sowie Teile der Stadtmauer und
die Sust. Die Hofbrücke wurde in drei Etappen zwischen 1834 und 1854
Opfer des touristischen Booms. Dennoch ist Luzern noch heute eine der
schönsten Städte der Schweiz, vor allem, weil ab 1949 ein Umdenken
einsetzt und die Pflege der historischen Bausubstanz in den folgenden
Jahrzehnten als wichtige (nicht nur touristische) Aufgabe erkannt wird.
1856 kam die Eisenbahn. 1882 wurde die Gotthardbahn gebaut, welche Luzern
umfuhr, wodurch die Stadt ihre seit dem 13. Jahrhundert bestandene
Stellung als wichtiger Handelplatz im Nord-Süd-Verkehr über die Alpen
verlor. Dadurch bekam der Tourismus eine noch wichtigere Stellung. 1889
wurde die Brünig- und Pilatusbahn eröffnet. 1894/95 wurde der Bahnhof
neu gebaut und (erst) 1897 erfolgte der Anschluss an die Gotthardbahn.
Die Bevölkerung Luzerns stieg von 1800 bis 1970 von 4000 auf fast 70,000;
seither hat sie um knapp zwanzig Prozent abgenommen. Zum Teil zogen die
Menschen in die Vororte. Rund 85% der Vollzeitstellen Luzerns entfallen
heute auf den Dienstleitungssektor. Im Industriesektor sind nur noch 15,7%
der Vollbeschäftigten tätig, gegenüber noch stattlichen 47% im Jahr
1955. Rund 57% der Stellen oder 28,000 Arbeitskräfte reisen täglich als
Pendler von auswärts in die Stadt, während nur rund 10,000 Luzerner
anderswo zur Arbeit gehen.
Nach den Einbrüchen zwischen 1986 und 1991wächst der Tourismus in Luzern
wieder. 1999 kamen 508,000 Gäste nach Luzern, 77% davon aus dem Ausland.
Der Rekord von 1,045,000 Übernachtungen aus dem Jahr 1984 wurde jedoch
noch nicht ganz erreicht. Die ausländischen Gäste kommen vor allem aus
den USA, Deutschland, England und Japan.
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