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Hotel Sacher Wien
Geschichte, Hotelkritik, Photos
Artikel vom 31. Januar 2007
 
Das Hotel Sacher Wien gehört zu den historischen, sozialen, kulinarischen und kulturellen Fixpunkten der Donau-Metropole. Es ist eine Institution, die sich konstant erneuert.

Seit meinem letzten Besuch im Sacher im November 2003 wurde das Hotel über zwei Jahre hinweg technisch modernisiert und um ein Spa und zwei Dachgeschosse mit einem einzigartigen Ausblick über ganz Wien erweitert.

Es entstanden 43 zusätzliche Hotelzimmer im sechsten und siebten Stock. Sie bieten „Sacher light“, eine zeitgenössische Interpretation des Sacher-Stils. Dabei handelt es sich um eine Frucht der Zusammenarbeit von Interior Designer Pierre Yves Rochon und der zukünftigen Hotelchefin Alexandra Winkler, die allmählich in die Fussstapfen ihrer Mutter, Elisabeth Gürtler steigt.

Die zwei Dachstockwerke verfügen über Wireless LAN, ein Dolby Surround System, Dachterrassen, Marmorbadezimmer mit separater Dusche und Toilette, zwei Waschbecken, eine im Winter angenehme Fussbodenheizung, beleuchtete Kosmetikspiegel und Plasma TV.


Eines der neuen Deluxe-Doppelzimmer in den zwei neu hinzugefügten Stockwerken.
Foto © Hotel Sacher Wien.

Die geräumigen Zimmer und Suiten im ersten bis vierten Stock werden regelmässig aufgefrischt. Sie sind im traditionellen Sacher-Stil mit ausgesuchten Antiquitäten und Gemälden sowie kostbaren Stoffen ausgestattet, wodurch jeder Raum einen einzigartigen Charakter erhält.


Die neu gestaltete Junior Suite Swan Lake in einem der traditionellen Stockwerke. Hinzugefügt am 3.1.2011. Foto © Hotel Sacher Wien.


Ein neues Badezimmer in den Junior Suiten in einem der traditionellen Stockwerke. Hinzugefügt am 3.1.2011. Foto © Hotel Sacher Wien.


Das Restaurant Rote Bar. Foto © Hotel Sacher Wien.

Das Restaurant Rote Bar

[Hinzugefügt am 4. Januar 2011: Seit 2008 heisst der Küchenchef im Sacher Werner Pichlmaier. Ich werde seine Kochkünste im Februar 2011 kennenlernen. Herr Pichlmaier hat sich bereits zwei Hauben bei Gault Millau erkocht. Von 2002 bis 2008 wirkte hier Hans Peter Fink. Er hatte sich zusammen mit seiner Küchenbrigade ebenfalls zwei Hauben bei Gault Millau erkocht. Der gebürtige Steirer interpretierte die österreichische Küche zeitgemäss und verlieh mit seiner Kreativität traditionellen Rezepten neuen Schwung. Im November 2003, noch vor dem Hotelumbau, gab er mir einen Einblick in sein Gourmetkonzept, das mich restlos begeisterte. Bei ihm standen heimische Qualitätsprodukte mit ihrem unverfälschten Eigengeschmack im Zentrum. Für das Abendessen hätte ich ihm sofort einen Michelin-Stern verliehen. Wie gesagt, heisst der neue Küchenchef Werner Pichlmaier; Neu am 13.2.2012: Unser Artikel zu Werner Pichlmaier].


Die Junior Suite Eugen Onegin. Foto © Hotel Sacher Wien.

Die Geschichte des Hotel Sacher Wien

Das Hotel Sacher blickt auf eine ruhmreiche Geschichte zurück. Es wurde 1876 von Eduard Sacher als Hôtel de l'Opéra in der Philharmonikerstrasse direkt hinter der Staatsoper eröffnet. Bald nahm es den Namen des Besitzers an.

Sein Vater, Franz Sacher, hatte 1832 als 16jährigen Kocheleve für Fürst Metternich die Original Sachertorte erfunden. Als ausgelernter Koch arbeitete Franz Sacher in der Küche der gräflichen Familie Esterhazy, ehe er als Küchenchef ins Pressburger „Adeligen Casino“, dem Speisehaus für Offiziere, und danach ins Budapester Kasino ging. So breitete sich der Ruf seiner Torte im gesamten Gebiet der Habsburger Monarchie aus.

Im Gefolge der Revolution von 1848 und der aufflammenden Nationalitätenfrage entschloss sich Franz Sacher, von Budapest nach Wien zu ziehen. Er liess sich mit seiner Familie im damaligen Vorort Margarethen nieder, ausserhalb der Stadtmauern gelegen. Rasch wurde es Mode, „beim Sacher“ einzukaufen. 1858 kam ihm deshalb die Ehre zu, anlässlich der Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn das Festessen für 1200 geladene Gäste auszurichten. Franz Sacher starb 1907 als erfolgreicher Geschäftsmann im Alter von 91 Jahren.

Sein zweiter Sohn Eduard und seine Schwiegertochter Anna arbeiteten eng mit Franz Sacher zusammen. Der 1843 geborene Eduard erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung. Nach Lehrjahren im elterlichen Delikatessenladen in der Weihburggasse reiste er nach Paris und London, um dort Erfahrungen zu sammeln. Zurück in Wien eröffnete er 1864 im damaligen Vorort Döbling eine ländliche Gaststätte mit Garten und Kegelbahn.

Bereits zwei Jahre später mietete er im eleganten, von Ludwig Förster und Theophil Hansen in der Kärntnerstrasse erbauten Palais Todesco ein Restaurant. Gegenüber wurde damals gerade die Hofoper, die heutige Staatsoper erbaut, die 1869 feierlich eröffnet wurde. Die hervorragende Küche und die ausgesuchten Weine lockten bald die feine Wiener Gesellschaft an. Mit nach französischen Vorbild eingerichteten, in Wien bis dato unbekannten Chambres séparées, machte Edurad Sacher zudem von sich reden. Hier wurde geflirtet und Politik gemacht.

Aus Anlass der Wiener Weltausstellung von 1873 eröffnete Eduard Sacher neben dem Ausstellungsgelände im Prater auf dem Konstantinhügel ein Café-Restaurant. Die Geschäfte entwickelten sich so gut, dass er bereits im darauffolgenden Jahr ebenfalls im Prater nahe des Trabrennplatzes den eleganten Sachergarten aufmachte.

Die Geschichte des Hotel Sacher beginnt mit dem Abriss des Kärntnertortheaters - unter Protesten der Wiener Bevölkerung -, das mit der Eröffnung der Hofoper ausgedient hatte. Den frei erworbenen Baugrund erwarb eine Investorengruppe (der Philipp Mauthner, der Urgrossvater der heutigen Besitzerin angehörte), die hier ein „Maison meublée“ errichten, das Eduard Sacher erwarb. Die Konkurrenzklausel, hier kein Theater zu errichten, konnte der erfolgreiche Gastronom bedenkenlos unterschreiben.

1876 eröffnete das Sacher seine Pforten. Es wurde von der Presse enthusiastisch als den Hotels in Paris und London überlegen angepriesen. 1880 heiratete Eduard Sacher die 21jährige Anna Fuchs, die Tochter eines wohlhabenden Fleischhauers aus der Wiener Leopoldstadt. Die Chronisten berichteten später, die junge Frau brachte „unschätzbares Grundkapital als Mitgift in die Ehe: Selbstvertrauen, Tüchtigkeit und Herz.“



Anna Sacher arbeitete von Beginn an im Hotel mit und übernahm mehr und mehr die Führung des Hauses, da die Gesundheit ihres Ehemanns bereits angeschlagen war. Eduard verstarb bereits 1892 [Datum korrigiert am 10.2.2012]. Anna leitete danach das Hotel Sacher als „Witwenbetrieb“ und unterschrieb die Menükarten und Briefe des Sacher weiterhin mit dem Namen ihres verstorbenen Gatten.

Anna Sacher war allerdings selbstbewusst und antwortete auf Fragen nach dem Hoteldirektor: „Der Herr im Haus bin ich!“ Sie führte ein strenges Regiment, führte autokratisch und temperamentvoll, erteilte kurze Befehle mit tiefer Stimme, dabei stets eine dicke Zigarre im Mund, berichtet ihr Zeitgenosse Emil Seeliger.

Anna Sacher führte das Hotel zu seinem legendären Ruf. Hier verkehrte die österreichisch-ungarische Aristokratie bis hinauf zu den Söhnen des Kaisers, die die bürgerliche „gnädige Frau“ in ihrem Hause mit Handkuss begrüssten.

Die zwölf Chambres séparées im Sacher wurden nicht nur zum Flirten genutzt, wobei die sittenstrenge Anna Sacher schaute, dass dies eher die Ausnahme blieb, sondern hier wurde zudem 1907 der „neue Ausgleich“ zwischen Österreich und Ungarn von Ministerpräsident von Koerber und Koloman von Szell ausgehandelt.

Das Hotel Sacher besass bereits Kühlschranke. Zudem liess Anna Sacher in Glashäuschen geschützte Bäumchen züchten, sodass sie selbst im Winter ihren Gästen frisches Obst, so etwa Pfirsiche, anbieten konnte.

Anna Sacher bedachte alle ihre Mitarbeiter zu Silvester mit einem kleinen Geschenk, unterhielt eine Betriebskrankenkasse und bezahlte Kuraufenthalte ihres Personals. Sie konnte allerdings durchaus auch resolut sein und verteilte schon einmal Ohrfeigen.

Nachdem das Sacher rund 40 Jahre lang der Politik, Gesellschaft und Kunst als glanzvolle Bühne gedient hatte, wurde das Hotel von der Krise des Ersten Weltkriegs und dem Ende der Monarchie 1918 erfasst. Anna Sacher zog sich immer mehr in ihr Boudoir im Hotel zurück und erlaubte widerwillig, dass neue Moden wie eine Jazzkapelle in ihr Haus einzogen. 1929 zog sie sich aus dem Hotelbetrieb zurück und wurde mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die Österreich zu vergeben hatte, dem Goldenen Ehrenabzeichen der Republik.

Anna Sacher verstarb am 25. Februar 1930 in ihrem Zimmer im Hotel. Zehntausende Wiener erwiesen ihr die letzte Ehre, als sie am Hotel vorbei zur Augustinerkirche gebracht und dort eingesegnet wurde.

In ihrem Testament vermachte Anna Sacher verdienten Angestellten hohe Summen. Sie wusste nicht, dass vom einstigen Vermögen nichts geblieben und ihr Hotel hoch verschuldet war. 1934 ging es Konkurs.

Der Anwalt Hans Gürtler und seine Gattin Poldi sowie das Hotelierehepaar Josef und Anna Siller wagten inmitten der Weltwirtschaftskrise das Hasardspiel zur Rettung dieser Wiener Institution. Hans Gürtler besass eine der führenden Anwaltskanzleien Wiens, Josef Siller ein Hotel am Schwedenplatz sowie das Café Siller.

Die beiden Ehepaare sanierten und renovierten das Hotel, wobei sie den bis heute im Sacher gültigen Grundsatz der Unternehmensführung prägten: Gewinne werden nicht entnommen, sondern in das Haus investiert.

Das gesamte Hotel erhielt elektrischen Strom, die Zimmer fliessendes Kalt- und Warmwasser, Bäder wurden installiert, eine neue Heizungsanlage eingebaut, die Séparées wichen einem Speisesaal, und die Sachertorte wurde erstmals „über die Gasse“ verkauft.

Die Feuertaufe für das renovierte Sacher kam mit der Ausrichtung des Hochzeitbanketts für Prinzessin Irma von Windisch-Grätz und Fürst Franz von Weikersheim. Der europäische Adel reiste dafür 1936 nach Wien ins Hotel Sacher. Die Gäste reisten zufrieden ab, und das Sacher war wieder der Treffpunkt für Aristokratie, Wirtschaft und Kunst. Der Besuch von „King Charming“, Eduard VIII. von England setzte einen weiteren Glanzpunkt.

Doch bereits im März 1938 erfolgte Österreichs „Anschluss“ an Hitler-Deutschland. Der Zweite Weltkrieg setzte dem Tourismus ein Ende. Die Fassade musste mit Hakenkreuzfahnen bestückt werden. Hans Gürtler half mit seiner Anwaltskanzlei einige ehemalige Gäste vor dem nationalsozialistischen Regime zu schützen.

Beim schwersten alliierten Fliegerangriff auf Wien wurde die Staatsoper schwer beschädigt und der nahe Philipp-Hof fast vollkommen zerstört. Das Hotel Sacher hingegen bliebt fast unversehrt.

1945 wurde Österreich zwar von den Nazis befreit, doch vorerst von den Alliierten in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Wien war von den Russen am Boden befreit und das Sacher von ihnen besetzt worden. Der Marmorsaal wurde als Pferdestall eingerichtet. Zum Glück lag das Sacher in der britischen Besatzungszone und blieb daher anschliessend für sechs Jahre in britischer Hand. Der Marmorsaal wurde wieder zum Restaurant und ein „Beefsteak-Club“ eingerichtet. Im März 1951 gaben die Briten das Sacher wieder frei. Es wurde an die Familie Gürtler und Anna Siller rückerstattet. Josef Siller war 1949 verstorben.

Die Besitzer mussten erneut das Hotel renovieren. Die Heizungsanlage wurde erneuert, aus 18 Zimmern mit Bad wurden rasch 40, die Küche wurde auf den neuesten Stand gebracht. Damals legte Hans Gürtler den Grundstein für die Sammlung altösterreichischer Gemälde, die das Hotel und seine Zimmer bis heute schmücken.

In den 1950er Jahren erweiterte sich das Sacher durch die geschickte Verbauung der bis dahin ungenutzten Lichthöfe nach innen. Das „Sacher-Stöckl“ und das „Rendezvous“ entstanden. Bei aller Erneuerung wurde die behaglich-gemütliche Sacher-Atmosphäre beibehalten.

Als Anna Siller 1962 verstarb, ging das Hotel Sacher vollständig in den Besitz der Familie Gürtler über. 1970 starb Hans Gürtler, woraufhin dessen Sohn Rolf die Führung des Hauses übernahm. Er wurde jedoch nur wenige Monate später Opfer eines tragischen Unglücks. Sein Sohn Peter Gürtler stand nun in der Verantwortung.

Peter Gürtler führte das Hotel so erfolgreich weiter, dass er 1988 den Österreichischen Hof in Salzburg zusätzlich übernehmen konnte. Er starb 1990. Seither führt seine Frau Elisabeth, die Tochter des Unternehmers Fritz Mauthner, das Hotel, seit einigen Jahren zusammen mit ihrer Tochter und Juniorchefin Alexandra, die langsam zur Führung des Hauses herangeführt wird. Sohn Georg ist stellvertretender Geschäftsführer.

Neben der Leitung des Hotel Sacher, des Österreichischen Hofs in Salzburg und des Sacher-Torten-Unternehmens fand Elisabeth Gürtler zudem noch die Zeit und Kraft, achtmal den Wiener Opernball zu organisieren, in wenigen Tagen 2007 zum letzten Mal.
 

Ein neu gestaltetes Superior-Doppelzimmer im ersten Stock im traditionellen Hotelflügel, gestaltet vom französischen Interior-Designer Pierre Yves Rochon. Der Franzose setzte auf Glas, variable Spiegelelemente und strahlendes Licht. Foto hinzugefügt am 3.1. 2011. Fotos © Hotel Sacher Wien.

Das Sacher als Inspiration

Das Sacher war Inspiration für zahlreiche Film, Theaterstücke und Lieder. In London feierte es 1935 im Lyric Theatre sein Bühnendebüt bei der Uraufführung von Noel Cowards Stück „Reunion de Vienne“, in dem ein österreichischer Erzherzog auf umständliche Weise die Frau eines Psychoanalytikers verführt. Unter dem Decknamen „Lucher“ ist darin vom Hotel Sacher die Rede.

Zwei Jahre später folgte das Filmlustspiel „Die Puppenfee“ mit Magda Schneider, Wolf Albach-Retty, Paul Hörbiger und Adele Sandrock, die den Sylvester 1899/1900 in den Séparées des Sacher feiern. Der Schlager „Ojeh, Souper im Chambre séparée“ ist eine bleibende Erinnerung daran.

„Hotel Sacher“ war gar der Titel eines UFA-Films von 1939 mit Willy Birgel, Wolf Albach-Retty und Hedwig Bleibtreu. Die Bleibtreu hatte Anna Sacher noch persönlich kennengelernt und spielte im Film die legendäre Chefin des Hauses.

Als Graham Greene Jahre später ein Filmskript über das Wien der Besatzungszeit abliefern sollte, unternahm er seine Recherchen vom Sacher aus. Im Hotel erzählte ihm zudem ein junges Mitglied des britischen Geheimdienstes vom Kanalnetz unter der Stadt sowie dem Schwarzhandel mit Penizillin. Die Story und die ersten Zeilen zum „Dritten Mann“ fand Graham Greene im Sacher, das dem „Dritten Mann“ ein Themenzimmer gewidmet hat.

Unter den vielen weiteren Inspirationen, die das Sacher der Kunst gab, sei nur noch auf die populäre 26teilige Fernsehproduktion der 1970er Jahre, „Hallo, Hotel Sacher, Portier“ verwiesen, in der Fritz Eckhardt als Autor und Hauptdarsteller im Zentrum skurrilen Wiener Humors und leichter Unterhaltung steht.

Die Liste der berühmten Gäste des Sacher ist unendlich. Das Spektrum reicht von den Kaisersöhnen über Königin Elisabeth II. mit Gemahl Prinz Phillip. von Grace Kelly, Leonard Bernstein und Herbert von Karajan bis zu John F. Kennedy oder Hillary und Chelsea Clinton.

Zu den Stammgästen gehörte der legendäre Marcel Prawy, der hier die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte. Wenn ihm das Sacher zu teuer wurde, zog er zwischendurch für kurze Zeit ins InterContinental Wien. Legendär war auch sein Zimmer mit den vielen Plastiksäcken, in denen er sein Material aufbewahrte, das er für seine Opernsendungen und anderen Aktivitäten brauchte.

Die Quelle für diese Hotelgeschichte: Hotel Sacher Wien. Gelebte Tradition. 125 Jahre Hotel Sacher Wien. 86 Seiten mit vielen Fotos. Erhältlich im Hotel Sacher.


Das Bilderkabinett mit den Fotos vieler Berühmtheiten, die das Hotel Sacher beehrt haben. Foto © Hotel Sacher Wien.


Das Sacher bei Nacht. Foto © Hotel Sacher Wien.




Eine Terrasse im neuen obersten Stockwerk. Fotos © Hotel Sacher Wien.

Das Sacher Spa

Beim bis Ende 2005 abgeschlossen Umbau entstand auch das 300m2 grosse Sacher Spa, das mit Soledampfbad, Sauna, Mental-Oase, Kräuterbad, Massage- und Kosmetikräumen, einem Eisbrunnen, Wärmekabinen und einem Fitnessbereich mit modernsten Geräten aufwarten kann.


Das neue Fitness im Sacher Spa mit Crosstrainer, Fahrradergometer, Laufbändern, Kabelzugsystemen, Gewichten und mehr. Foto © Hotel Sacher Wien.

Das Sacher Spa bietet eine alle Sinne anregende Erlebniswelt. Exklusive Düfte bieten aromatherapeutische Wirkungen, Farbharmonien und kreative Lichtinstallationen sowie Temperaturen und Klänge wirken je nach dem beruhigend, anregend oder inspirierend. Empfindungen und Berührungen bei Massagen wirken intensiver. Bewegung und Entspannung im Sacher Spa werden ergänzt durch kulinarische Bereicherungen im Spa Gourmet.

Unter den Körperbehandlungen fiel mir neben den Produkten von La Prairie die exotische Ligne St. Barth auf, die ich vielleicht beim nächsten Besuch im Sacher testen werde. Als Signature Treatments bezeichnet das Sacher seine Luxury Hot Chocolate Ceremonies. Es handelt sich um Schönheitsprodukte auf der Basis von Kakao, die bleibendes Glücksgefühl ohne Kalorien versprechen. Duschgel, Shampoo und Body Lotion liegen als Amenities in allen Badezimmern auf.

Zu den Schokoladen-Treatments mit auf der Haut schmelzenden Kakao-Extrakten gehören Chocolate Body Scrub, Chocolate Body Mask und Chocolate Body Lotion mit Kakaobutter. Sie dienen der Pflege und Verjüngung der Haut sowie der Reduktion der Faltenbildung. Die Kakaobohne ist reich an Proteinen, Antioxidantien und Mineralstoffen.


Die Junior Suite Julia in einem der traditionellen Stockwerke. Foto © Hotel Sacher Wien.


Seit 2008 heisst der Küchenchef im Hotel Sacher Werner Pichlmaier. Photo © Hotel Sacher Wien.

Die Original Sacher-Torte

Wer Schokolade nicht nur auf der Haut fühlen, sondern zu sich nehmen möchte, kann zur Original Sacher-Torte greifen. Davon produziert das Sacher rund 300,000 Stück jährlich und versendet sie in alle Welt.

Die Geschichte der Original Sacher-Torte beginnt im Jahr 1832, als der 16jährige Kochschüler Franz Sacher am Hof des Fürsten Metternich in Vertretung des erkrankten Küchenchefs ein Dessert für anspruchsvolle Gäste kreieren sollte, vom Fürsten mit den Worten ermahnt: „Dass er mir aber keine Schand' macht, heut' Abend!“ Der Erfolg bei Wenzel Clemens Fürst Metternich war so durchschlagen, dass die Sacher-Torte bis heute ein Verkaufshit geblieben ist.

Am besten schmeckt die auch heute noch von Hand zubereitete flaumige Schokoladentorte mit Marillenmarmelade zusammen mit ungesüsstem Schlagobers; erst so wird sie zur raffinierten Delikatesse.

35 Personen sind alleine mit der Herstellung der Original Sacher Torte beschäftigt. Sacher Cafés gibt es übrigens inzwischen nicht nur in Wien, sondern auch in Graz, Salzburg und Innsbruck.

Alexandra Gürtler, Christoph Wagner: Das neue Sacher Kochbuch. Die zeitgemässe österreichische Küche. Christian Verlag, Mai 2005, 400 S. mit 300 Fotos. Bestellen bei Amazon.de.


Das im September 2008 neu eröffnete Restaurant Anna Sacher. Der französische Innendesigner Pierre Yves Rochon arbeitete hier mit der Hotelchefin Elisabeth Gürtler zusammen. Leuchtendes Grün verbindet sich mit schwarzem Mobiliar mit goldenen Akzenten. Das Restaurant prunkt zudem mit Gemälden von Anton Faistauer und wertvollen Kristall-Lustern von Lobmeyr. Foto hinzugefügt am 3.1.2011. Photos © Hotel Sacher Wien.


Die Blaue Bar. Foto © Hotel Sacher Wien.


Die Lobby. Fotos © Hotel Sacher Wien.




Der Marmorsaal nach der im September 2008 abgeschlossenen Renovierung. Die Russen hatten 1945 im Marmorsaal einen Pferdestall eingerichtet.  Foto hinzugefügt am 3.1.2011. Photos © Hotel Sacher Wien.


Ein klassisches Badezimmer im Sacher. Foto © Hotel Sacher Wien.


Ein Badezimmer in den neuen obersten Stockwerken. Photo © Hotel Sacher Wien.


Das Badezimmer in der Präsidentensuite. Foto © Hotel Sacher Wien.



 
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